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Was ist eigentlich ERP?

Diese drei Buchstaben sollten sich Existenzgründer merken: ERP steht für European Recovery Programm und meint ein Sondervermögen des Bundes, das aus der Marshallplan-Hilfe hervorgegangen ist. Was nach dem Zweiten Weltkrieg dem Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft diente, hat heute den Zweck, die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen zu sichern.
Diese drei Buchstaben sollten sich Existenzgründer merken: ERP steht für European Recovery Programm und meint ein Sondervermögen des Bundes, das aus der Marshallplan-Hilfe hervorgegangen ist. Was nach dem Zweiten Weltkrieg dem Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft diente, hat heute den Zweck, die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen zu sichern. Gründer können durch das ERP-Existenzgründungsdarlehen sowie das ERP-Eigenkapitalhilfeprogramm gefördert werden.

Der Vorteil von ERP-Mitteln gegenüber anderen Förderprogrammen: Sie sind besonders zinsgünstig und für Existenzgründer mit geringem Eigenkapital empfehlenswert.

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Für die Vergabe ist die Deutsche Ausgleichsbank zuständig. Gründer müssen hierzu bei ihrer Hausbank einen Antrag stellen. Hervorzuheben ist die Eigenkapitalhilfe – eine echte Subvention: Sie läuft zehn Jahre tilgungsfrei und kann maximal 40 Prozent des Investitionsvolumens umfassen. Antragsteller in den alten Bundesländern müssen aber 15 Prozent der Investitionen selbst aufbringen. In den neuen Ländern ist die Vergabe auch ohne Eigenmittel möglich. Das Darlehen wird ohne Sicherheiten gewährt.

Das ERP-Existenzgründungsdarlehen ist dagegen ein Darlehen, das banküblich besichert wird. Der Anteil dieser Förderung kann in den alten Bundesländern bis zu 50 Prozent, in den neuen Ländern bis zu 75 Prozent betragen. Die Obergrenzen für die Kredite liegen pro Jahr bei 500.000 Euro pro Antragsteller in den alten Bundesländern und bei einer Million Euro in den neuen Bundesländern.

Existenzgründer sind verpflichtet, die ERP-Mittel zweckentsprechend und fristgerecht zu verwenden. Denn grundsätzlich handelt es sich um solche Fördermaßnahmen, die der Bund aus wettbewerbsrechtlichen Gründen bei der EU-Kommission genehmigen lassen muss.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.dta.de
Dieser Artikel ist erschienen am 23.08.2001