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Was ist eigentlich ein Elevator Pitch?

Wer sich als Gründer bei der Einladung zu einem ?Elevator Pitch" auf einen Cocktail freut, der einen auf schnellstem Wege in den Vollrausch befördert, liegt falsch. Elevator Pitch heißt übersetzt soviel wie ?Aufzugspräsentation".
Wer sich als Gründer bei der Einladung zu einem ?Elevator Pitch" auf einen Cocktail freut, der einen auf schnellstem Wege in den Vollrausch befördert, liegt falsch. Elevator Pitch heißt übersetzt soviel wie ?Aufzugspräsentation".

Dahinter verbirgt sich eine Kurzfassung des Businessplans, die in freier Rede und ohne Hilfsmittel vorgetragen wird. Das Konzept zu dieser immer beliebteren Form der Unternehmenspräsentation könnte aus einem Wall-Street-Spielfilm stammen: Ein Gründer, der sich schon länger erfolglos um einen Termin bei einem Kapitalgeber bemüht, betritt den Aufzug eines Wolkenkratzers in Manhattan. Kurz bevor sich die Tür schließt, zwängt sich der Partner einer der wichtigsten Venture-Capital-Gesellschaften hinein. Eine einmalige Gelegenheit - für beide. Allerdings bleiben dem Gründer nur 40 Stockwerke oder eine Minute, davon auch sein Gegenüber zu überzeugen.

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Die wichtigste Regel für einen Elevator Pitch lautet daher: Man muss sich kurz halten. ?Wichtig ist das Was, nicht das Wie", bläut Bill Joos vom amerikanischen Gründernetzwerk Garage.com Startup-Gründern ein. Was bietet das Unternehmen seinen Kunden, und was unterscheidet es von Konkurrenten? Erst dann folgen wichtige Details: Wie groß ist der Markt, welches Potenzial bietet er, wie will das Unternehmen seine Kunden gewinnen? Und vor allem: Wie soll Geld in die Kassen kommen?

Auch wenn Elevator Pitches von den Präsentatoren eine große Konzentration verlangen, dürfen sie nicht als trockene Monologe ablaufen. Die Begeisterung des Gründers muss anstecken. Schließlich soll der Geldgeber ihm am Ende der Aufzugfahrt seine Visitenkarte in die Hand drücken, damit ein Termin für eine ausführliche Präsentation vereinbart werden kann.
Dieser Artikel ist erschienen am 18.05.2001