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Was ist eigentlich Due Diligence?

Warum sollte ein Investor mehrere Millionen Mark in die Geschäftsidee einer Hand voll enthusiastischer Jungunternehmer stecken? Das fragen sich auch die Wagniskapitalgeber. Deshalb nehmen sie das Geschäftskonzept erst einmal auseinander, bevor sie eine Beteiligung eingehen. Natürlich mit ?angemessener Sorgfalt“. So nämlich lässt sich Due Diligence übersetzen.
Warum sollte ein Investor mehrere Millionen Mark in die Geschäftsidee einer Hand voll enthusiastischer Jungunternehmer stecken? Das fragen sich auch die Wagniskapitalgeber. Deshalb nehmen sie das Geschäftskonzept erst einmal auseinander, bevor sie eine Beteiligung eingehen. Natürlich mit ?angemessener Sorgfalt“. So nämlich lässt sich Due Diligence übersetzen. Sie dient dazu, Chancen und Risiken der Investition einzuschätzen und wurde ursprünglich bei Unternehmensübernahmen und der Bewertung von Börsenaspiranten eingesetzt.

In diesen Fällen kann sich die Untersuchung über Monate erstrecken. Bei High-Tech-Startups geht es meist etwas schneller. Nicht nur weil die Zeit drängt. Investoren können auch nicht die vergangene Entwicklung des Unternehmens überprüfen. Umso wichtiger ist in diesen Fällen die technische Due Diligence, die klären soll, ob die Innovation der Gründer einen dauerhaften Vorsprung gegenüber Konkurrenten verspricht

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Auch bei der Bewertung der rechtlichen Rahmenbedingungen, der Gründer und ihrer Unternehmensstrategie greifen die Investoren oft auf externe Berater wie Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüfer zurück. In der Regel sichern die Investoren in einem ?Letter of Intent“ Vertraulichkeit zu. Es ist auch im Interesse der Gründer, alle Karten offenzulegen. Immerhin ist die Due Diligence schon die halbe Miete auf dem Weg zum Startkapital. Allerdings nutzen Investoren die Ergebnisse der Due Diligence oft, um im Fall einer Beteiligung den Preis für ihre Anteile zu drücken.
Dieser Artikel ist erschienen am 19.06.2001