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Was ist eigentlich der Break-even?

Gründer sind zu bedauern. Sie ackern 60 bis 70 Stunden die Woche, doch das Geld, das spärlich in die Kassen fließt, geht anfangs doppelt und dreifach für Mieten, Maschinen und Mitarbeiter drauf. Den Punkt, an dem die Erlöse gerade die Kosten decken, bezeichnet man als Break-even oder Break-even-Point (Gewinnschwelle).
Gründer sind zu bedauern. Sie ackern 60 bis 70 Stunden die Woche, doch das Geld, das spärlich in die Kassen fließt, geht anfangs doppelt und dreifach für Mieten, Maschinen und Mitarbeiter drauf. Den Punkt, an dem die Erlöse gerade die Kosten decken, bezeichnet man als Break-even oder Break-even-Point (Gewinnschwelle).

Während der Internet-Euphorie vor zwei Jahren war vom Break-even oft nur am Rande die Rede. Wichtiger war vielen Investoren, dass ihre Schützlinge sich möglichst schnell die besten Plätze sichern, um Konkurrenten in die Nischen zu verbannen, koste es was es wolle.

Die besten Jobs von allen


Seit einem Jahr besinnt man sich wieder darauf, dass mit einer Vision und einem guten Namen allein kein Geld zu machen ist. Seitdem wollen die Geldgeber möglichst schnell schwarze Zahlen sehen. Wann das der Fall sein kann, hängt vor allem von zwei Faktoren ab: Wie hoch sind die notwendigen Startinvestitionen und wann ist das Produkt oder die Dienstleistung marktreif?

Der Multimedia-Alleinunterhalter kann vielleicht vom Start weg die Raten für seinen Mac bezahlen. Ein Biotech-Startup hingegen muss erst mal mehrere Jahre in teure Fachkräfte und Geräte investieren, ehe es überhaupt etwas zu verkaufen hat. Fünf Jahre bis zum Break-even sind hier die Regel, nicht die Ausnahme.
Dieser Artikel ist erschienen am 24.01.2002