Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

Was ist eigentlich Cash-flow?

In der Hochphase der New Economy machten Geschichten von Mitarbeitern die Runde, die auf dem Papier Millionäre waren und ihren Lebensunterhalt dennoch vom schmalen Startup-Salär bestreiten mussten. Denn ihre wertvollen Unternehmensanteile durften sie erst Jahre später zu Geld machen.
In der Hochphase der New Economy machten Geschichten von Mitarbeitern die Runde, die auf dem Papier Millionäre waren und ihren Lebensunterhalt dennoch vom schmalen Startup-Salär bestreiten mussten. Denn ihre wertvollen Unternehmensanteile durften sie erst Jahre später zu Geld machen.

Das illustriert den Zusammenhang zwischen Gewinn und Cash-flow. Verkauft ein Unternehmen für 100 Euro ein Produkt, das 75 Euro gekostet hat, macht es einen Gewinn von 25 Euro ? selbst wenn der Kunde noch nicht gezahlt hat. Cash-flow fällt erst an, wenn die 100 Euro in der Kasse landen. Der Cash-flow berücksichtigt also nur Gewinne und Verluste, bei denen schon Geld geflossen ist. Er wird deshalb mit ?erwirtschaftetem Zahlungsmittelüberschuss? oder ?Kapitalfluss? übersetzt.

Der Cash-flow bestimmt die Innenfinanzierungskraft des Unternehmens. Nur wenn Geld in die Kasse kommt, kann es Rechnungen bezahlen, ohne Banken anzubetteln. Im Extremfall muss ein Unternehmen, das auf dem Papier Millionen verdient hat, Insolvenz anmelden. So wie es einigen Startup-Mitarbeitern ergangen ist.
Dieser Artikel ist erschienen am 25.02.2002