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Was ist eigentlich Added Value?

Wenn ein Investor sich mit Kapital an einem Unternehmen beteiligt, steigt dessen Wert – mindestens um die Summe, die der Kapitalgeber bereitstellt. Daneben gibt es einen weiteren Wertzuwachs, der aus der zusätzlichen Leistung des Investors resultiert.
Wenn ein Investor sich mit Kapital an einem Unternehmen beteiligt, steigt dessen Wert – mindestens um die Summe, die der Kapitalgeber bereitstellt. Daneben gibt es einen weiteren Wertzuwachs, der aus der zusätzlichen Leistung des Investors resultiert. Diesen Wertzuwachs bezeichnet man als Added Value.

So geben gute Kapitalgeber Tipps, wie das Geschäftskonzept verbessert werden kann, sitzen im Aufsichtsrat, helfen bei der Suche nach Mitarbeitern oder arbeiten selbst vorübergehend im Unternehmen und lassen ihre Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern im In- und Ausland spielen. Ob ein Investor diese Zusatzleistungen tatsächlich erbringen kann, hängt vor allem von seiner Erfahrung und der Zahl der Unternehmen ab, die er betreuen muss. Doch viele Venture-Capital-Gesellschaften sind überlastet. Dagegen konzentrieren sich die so genannten Venture Catalysts auf die Beratung, die sie sich in Anteilen am betreuten Unternehmen bezahlen lassen. Sie helfen Gründern bei der Suche nach den richtigen Investoren und begleiten die Vertragsverhandlungen, investieren aber selbst nicht in das Unternehmen.

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Eine Mischform stellen Inkubatoren dar, die sich einerseits selbst am Unternehmen beteiligen, andererseits aber auch Zusatzleistungen wie etwa Büroräume und Computer bereitstellen. Dafür verlangen sie aber vergleichsweise viele Anteile an dem Unternehmen.
Dieser Artikel ist erschienen am 22.07.2001