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Vorstände nach Leistung bezahlen

Laut Olaf Henkel bekommen in zu vielen deutschen Unternehmen alle Vorstände das gleiche Gehalt.
HB/dpa HAMBURG. Der frühere Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, hat sich kritisch über die Vorstandsbezüge in deutschen Unternehmen geäußert. ?Ich halte einige meiner Ex-Kollegen für total überbezahlt, aber wir sollten trotzdem nicht anfangen, Grenzen für die Bezahlung von Vorständen einzuführen?, sagte Henkel dem Hamburger Magazin "Stern". Allerdings seien Dienstvilla, Auto und Fahrer nach der Pensionierung "daneben". Die leistungsbezogene Bezahlung deutscher Vorstände lasse immer noch sehr zu wünschen übrig, meinte Henkel weiter. So bekämen in immer noch zu vielen Unternehmen alle Vorstände das Gleiche. Hier seien die Aufsichtsräte gefordert: "Wenn die Vorstände zu mindestens 50 Prozent nach der Leistung bezahlt werden, dann bedrückt mich das nicht."
Dieser Artikel ist erschienen am 17.04.2002