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Vorlesung auf dem Handy

Als erste Hochschule bietet die Universität Regensburg ihren Studierenden eine ganz neue Studienvariante: die Vorlesung auf dem Handy. Über das drahtlose lokale Funknetzwerk (W-LAN) der Uni sowie öffentliche Mobilfunknetze sind Zusammenfassungen der Lehrveranstaltungen aller Institute abrufbar. In Zukunft soll es auch Live-Übertragungen geben. Mit dem Pilotprojekt wollen die Regensburger Wirtschaftsinformatiker Anwendungen für die freie Wirtschaft testen.

Eher im Hintergrund steht dabei die Eignung für den Studienalltag. Denn allein wegen der Displaygröße ist es wenig sinnvoll, eine komplette Vorlesung am Handy zu verfolgen. Hinzu kommen die horrenden Kosten, die entstehen, wenn man eine Vorlesung mittels Wireless Application Protocol (WAP) über einen Mobilfunkprovider verfolgt: bis zu 400 Euro kann der Spaß pro Vorlesung kosten, verrät Franz Lehner, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Uni Regensburg und Vorreiter im Bereich E-Learning. Da lohnt schon eher das Einloggen über W-LAN. Diese Variante kostet nicht mehr als den Strom aus dem Akku, ist aber nur auf dem Campus der Uni verfügbar.

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Anstelle der Möglichkeit, Vorlesungen im Biergarten virtuell besuchen zu können, denkt Lehner folglich eher an den Geschäftsreisenden, der sich räumlich ungebunden mittels seines Handys oder PDAs per kurzem Lehrvideo schulen kann: Betriebliche Weiterbildung ist also das Stichwort und Interesse aus der freien Wirtschaft hat es mit einer Anfrage von Siemens VDO sogar schon gegeben.

Weitere Informationen: www-mobile.uni-regensburg.de
Dieser Artikel ist erschienen am 05.08.2003