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Von Vätern selten genutzt

Seit Anfang 2007 erhalten Mütter und Väter vom Staat ein Elterngeld von bis zu 1.800 Euro im Monat, um die vorübergehende berufliche Auszeit abzufedern.

Immerhin haben sich von Januar bis Juni doppelt so viele Männer wie vor Jahresfrist dazu entschlossen, zumindest kurzzeitig zu Hause zu bleiben und den neugeborenen Nachwuchs zu hüten.

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Doch unterm Strich nehmen immer noch sehr wenige Väter eine Auszeit: Bundesweit gingen im ersten Halbjahr 2007 gerade 8,5 Prozent der 200.224 bewilligten Elterngeldanträge auf das Konto des starken Geschlechts.

Dabei sind die Unterschiede von Bundesland zu Bundesland bemerkenswert: Während in Berlin und Brandenburg elf beziehungsweise zehn Prozent der Anträge von Jungvätern stammten, waren es im Saarland nur vier und in Mecklenburg-Vorpommern gut sechs Prozent.

Die Höhe des Elterngeldes beträgt 67 Prozent des durchschnittlichen Nettogehalts der letzten zwölf Monate vor der Geburt, die Obergrenze liegt bei 1.800 Euro. Einen Mindestbetrag von 300 Euro monatlich erhält jeder.

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft, Köln.
Infos: www.iwkoeln.de
Dieser Artikel ist erschienen am 05.09.2007