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Volkswagen trennt sich von Skoda-Chef Indien

Der Autobauer arbeitet seit dem 1. Januar nicht mehr mit dem Chef seiner Konzerntochter Skoda in Indien, Imran Hassen, zusammen. Die näheren Umstände der Entscheidung sind indessen nicht ganz klar.
HB MÜNCHEN. Firmensprecher Dirk Große-Leege bestätigte am Samstag auf Anfrage einen diesbezüglichen Bericht des Nachrichtenmagazins ?Focus?. Nicht äußern wollte sich Große-Leege zur Darstellung des ?Focus?, Hassen habe seinen Posten wegen einer Korruptionsaffäre räumen müssen. ?Zu den näheren Umständen nehmen wir nicht Stellung?, sagte der VW-Sprecher.Laut dem Magazin stand Hassen im Verdacht, Schmiergelder von Zulieferern der indischen Skoda-Niederlassung verlangt und kassiert zu haben. Laut ?Focus? besteht jedoch keine Verbindung zu der Affäre um Tarnfirmen und Lustreisen, die den Konzern im vergangenen Jahr erschüttert und mit der Entlassung des damaligen Skoda-Vorstandes Helmuth Schuster ebenfalls in Indien ihren Anfang genommen hatte. Nach dem Magazinbericht hat Hassen die Korruptionsvorwürfe zunächst bestritten, später aber einem sofortigen Auflösungsvertrag zugestimmt.

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Dieser Artikel ist erschienen am 07.01.2006