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Viele Bewerber manipulieren ihren Lebenslauf

Rund 30 Prozent der Angaben in Lebensläufen entsprechen nicht der Wahrheit. Vor allem Arbeitszeugnisse und Diplomurkunden werden manipuliert. Geschönt werden häufig Angaben zu Sprachkenntnissen und Phasen der Arbeitslosigkeit, berichtet karriere unter Berufung auf eine Erhebung der Detektei Kocks in Düsseldorf. Besonders häufig frisieren PR- und Werbefachleute ihre Bewerbungen; Ingenieure und Naturwissenschaftler nehmen es dagegen sehr genau mit der Wahrheit, hat die Überprüfung von 5.000 Lebensläufen ergeben

Urkundenfälscher sind die Minderheit unter den Blendern. Der Großteil der Manipulationen besteht aus mehr oder weniger fantasievollen Ausschmückungen des Lebenslaufs. ?Am liebsten färben Bewerber ihre Sprachkenntnisse schön?, sagt Sabine Rutkowski von der Personalberatung Kienbaum gegenüber karriere. Da wird kümmerliches Schulenglisch auf dem Papier schnell zu verhandlungssicheren Kenntnissen. Auch Phasen der Arbeitslosigkeit werden gerne kaschiert, etwa indem die Zeit beim Vorarbeitgeber eigenhändig verlängert und der Antritt des nächsten Jobs vordatiert wird.

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Fliegt ein Betrug auf, fallen die Jobsuchenden nicht nur aus dem Bewerbungs­prozess, sondern machen sich unter Umständen sogar strafbar, warnt karriere. Denn wer im Arbeitszeugnis auch nur das Datum ändert, begeht bereits Urkundenfälschung und damit eine Straftat im Sinne des Strafgesetzbuches.
Dieser Artikel ist erschienen am 24.07.2006