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Vertrag von Puma-Chef Zeitz verlängert

Der fränkische Sportartikelhersteller Puma hat den Vertrag mit seinem Vorstandschef Jochen Zeitz vorzeitig bis 2009 verlängert.
Jochen Zeitz
HB MÜNCHEN. Das Unternehmen begründete den Schritt des Aufsichtsrats am Dienstag in Herzogenaurach damit, dass so die Weichen für die langfristige Unternehmensentwicklung gestellt seien. Der Vertrag von Zeitz wäre Ende 2006 ausgelaufen.Der 41-jährige Zeitz steht seit 1993 an der Spitze von Puma und hat das Unternehmen neu ausgerichtet. Sein aktueller Vertrag wäre bis 2006 gelaufen. An der Börse hatte die Entscheidung kaum sichtbare Auswirkungen auf die im Mittelwertesegment MDax enthaltenen Puma-Aktie. Der Kurs lag am Mittag mit 198,40 Euro ähnlich wie der Gesamtmarkt um 0,25 Prozent unter dem Vortagesschluss.

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Zeitz war seinerzeit im Alter von 30 Jahren als jüngster Vorstandschef eines deutschen börsennotierten Unternehmens an die Spitze von Puma berufen worden. Das Traditionsunternehmen erwirtschaftete damals hohe Verluste, die Sportschuhe mit dem angedeuteten springenden Puma als Markenzeichen wurden in Supermärkten verramscht. Zeitz strukturierte das Unternehmen grundlegend um, verlagerte die Produktion ins Ausland und baute Stellen ab. Zugleich richtete er Puma als Hersteller von sportlichen Lifestyle-Produkten aus. Die Marke Puma hat mittlerweile in einigen Bereichen geradezu Kultstatus erreicht.Seit Jahren wächst Puma kontinuierlich zweistellig, Gewinn und Aktienkurs haben sich vervielfacht. Auch im ersten Quartal 2004 hat das Ergebnis des Unternehmens mit Sitz in Herzogenaurach die Erwartungen der Finanzmärkte übertroffen, Puma hob daraufhin die Prognosen auch für 2004 an. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen trotz der bereits in den vergangenen Jahren verzeichneten starken Zuwächse mit einem neuerlichen Umsatzplus von 15 bis 20 Prozent, der Vorsteuergewinn soll um mindestens 30 Prozent wachsen.Derzeit läuft die Phase drei des von Zeitz aufgelegten langfristigen Umstrukturierungsprogramms, in der sich Puma das Ausnutzen der Potenziale der aufgebauten Lifestyle-Produkte zum Ziel gesetzt hat. Diese Phase soll bis 2006 laufen. Welche Strategie das Unternehmen danach verfolgt, wird derzeit beraten.
Dieser Artikel ist erschienen am 27.04.2004