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Versicherung gegen den Totalausfall

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Seit zum Jahresanfang der gesetzliche Versicherungsschutz im Falle der Berufsunfähigkeit radikal gekappt wurde, erfreuen sich die Versicherungsgesellschaften eines regen Zulaufs. Allerdings akzeptieren sie nur Kunden, deren Risiko berufsunfähig zu werden, überschaubar ist.
Seit zum Jahresanfang der gesetzliche Versicherungsschutz im Falle der Berufsunfähigkeit radikal gekappt wurde, erfreuen sich die Versicherungsgesellschaften eines regen Zulaufs. Allerdings akzeptieren sie nur Kunden, deren Risiko berufsunfähig zu werden, überschaubar ist. Personen mit riskanten Berufen, gesundheitlichen Vorschädigungen oder unregelmäßigem Einkommen werden oft nicht aufgenommen oder zahlen horrende Beiträge.

Eine Alternative sind die so genannten Grundfähigkeitsversicherungen, bei denen "nur" der Ausfall einzelner Körperfunktionen versichert werden kann. Eine Rente gibt es zum Beispiel dann, wenn absehbar ist, dass der Patient mindestens ein Jahr lang nicht mehr Sehen, Sprechen oder Hören oder seine Hände gebrauchen kann. Monatlich Geld gibt es auch, wenn er mindestens drei weniger schwerwiegende Funktionen wie Sitzen, Stehen, Greifen oder Autofahren verliert. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Kranke seinen Job noch ausüben kann oder nicht.

Die besten Jobs von allen


Der Haken: Für nicht im Körperkatalog aufgeführte Gebrechen gibt es auch kein Geld. Anbieter: Canada Life, www.canadalife.de.

Ähnlich funktioniert der Vorsorge-Plan der Sali, einer Tochter der britischen Versicherungsgesellschaft Prudential, den es bereits seit 1996 gibt und dessen Spektrum jetzt erweitert wurde: Kunden können sich gegen 25 definierte schwere Erkrankungen - von Krebs über Herzinfarkt bis Nierenversagen - versichern.

Der Vorteil: Der Vorsorge-Plan kennt anders als viele andere Versicherungen kein Endalter, mit dem der Vertrag automatisch abläuft. Der Nachteil: Ereilt Sie die "falsche" Krankheit, ist das Pech für Sie. Infos: www.sali.de.
Dieser Artikel ist erschienen am 03.04.2001