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Verkehrte Welt

(uh)
In Zeiten von Shareholder-Value und Corporate-Governance-Bestrebungen sollte man annehmen, dass Unternehmen ihre Vorstände verstärkt nach der Wertschöpfung ihrer Arbeit bezahlen. Je mehr Erfolg, desto mehr Geld und umgekehrt. Dem ist oft aber nicht so, wie eine Studie der Helmut Schmidt Universität, Hamburg, zeigt.
In Zeiten von Shareholder-Value und Corporate-Governance-Bestrebungen sollte man annehmen, dass Unternehmen ihre Vorstände verstärkt nach der Wertschöpfung ihrer Arbeit bezahlen. Je mehr Erfolg, desto mehr Geld und umgekehrt. Dem ist oft aber nicht so, wie eine Studie der Helmut Schmidt Universität, Hamburg, zeigt.Eine Analyse der Dax-30-Unternehmen über die letzten fünf Jahre ergab, dass bei zwei Dritteln die Pro-Kopf-Bezüge des Top-Managements nicht mit dem Unternehmenserfolg korrelierten. Ein Zusammenhang ließ sich nur bei Altana, Bayer, BMW, Continental, DaimlerChrysler, Deutsche Bank, Infineon, RWE, VW und Deutsche Börse feststellen. Ökonomisch unbefriedigend findet Michael Gaitanides, betreuender Professor der Studie, auch die Parameter, die der Topmanager-Vergütung zugrunde liegen. So korrelieren die Vorstandsgehälter am deutlichsten mit dem Cash-flow-orientierten Ebitda oder ganz profan mit dem Umsatz. ?Erhöht ein Unternehmen seine Umsätze beispielsweise durch einen Firmenzukauf, steigt zwar der Umsatz, aber nicht zwingend das Ergebnis."

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Dieser Artikel ist erschienen am 09.09.2005