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Venusexpress hat Flügel

Die beiden Solarflügel sind installiert, die Vorbereitungen in Baikonur/Kasachstan laufen planmäßig:
"Die Teams arbeiten sehr hart", freut sich ESA-Manager Michael Witting. "Wir sind sehr froh über die erfolgreiche Montage der Flügel." Auch die Arbeiten am "Final Countdown" gehen voran: "Wir haben die neunstündige Sequenz vor Ort mit dem gesamten ?Bunker-Team' geprobt."
Die Installation des ersten Flügels fand am 12. September statt (Foto links), der zweite Flügel folgte einige Tage später. Ein Spezialistenteam aus München sorgte für mechanische und elektrische Verbindungen. Die anschließenden Tests wurden mit Hilfe einer Spezialhaltevorrichtung absolviert: Die Leichtgewichtsflügel des Venusexpress sind zwar stabil genug, um in der Schwerelosigkeit zu funktionieren. Unter dem Druck der Schwerkraft würden sie jedoch überlastet.

Die besten Jobs von allen

Bei ausgefahrenen Flügeln konnten Experten aus Österreich und Italien anschließend die reflektierende Außenhülle MLI (Multi-layer Insulation) anbringen (Foto unten).Als letzter Test wurden die Flügel beleuchtet, um die Funktionstüchtigkeit aller elektrischen Verbindungen des "Onboard-Powersystems" zu überprüfen. Alles bestens, keine Probleme. Die Solarflügel wurden wieder eingepackt. Und kommen nun erst wieder im All zum Einsatz, kurz nach dem Start im Oktober."Die Teams arbeiten sehr hart", freut sich ESA-Manager Michael Witting. "Wir sind sehr froh über die erfolgreiche Montage der Flügel." Auch die Arbeiten am "Final Countdown" gehen voran: "Wir haben die neunstündige Sequenz vor Ort mit dem gesamten ?Bunker-Team' geprobt." Das Bunker-Team organisiert den Start aus einem unterirdischen Bunker heraus, der lediglich 150 Meter von der Abschussrampe entfernt ist.
Dieser Artikel ist erschienen am 28.09.2005