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VDE empfiehlt Aufhebung des Studiengebühr-Verbots

Der Verband der Elektrotechnik-Elektronik und Informationstechnik (VDE) spricht sich in seinen jüngsten Empfehlungen zum Ingenieurstudium gegen ein Verbot von Studiengebühren aus. Die Entscheidung über die Erhebung von Studiengebühren sollte nach Meinung des VDE den Hochschulen selbst überlassen werden.

Studiengebühren könnten dazu beitragen, die Studiendauer sowie die Anzahl der Studienabbrecher, Langzeit- und Scheinstudierenden zu verringern und gleichzeitig die Lehre, Betreuung und Motivation der Studierenden zu verbessern. Um eine höhere soziale Gerechtigkeit zu erreichen und allen Befähigten den Zugang zum Studium zu ermöglichen, sollten zudem geeignete Stipendien und Finanzierungsinstrumente einschließlich Rückzahlungsmodelle geschaffen werden.

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In seinen Empfehlungen verweist der VDE auf die positiven Erfahrungen von Ländern ohne Studiengebühr-Verbot. So hat die Aufhebung des Verbots in Australien unter anderem durch höhere Stipendien-Budgets zu wachsenden Studentenzahlen geführt.

Dieser Effekt sei auch für Deutschland anzustreben, da hier der Absolventen-Markt in den Studiengängen Elektro- und Informationstechnik zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts bedrohe. Darüber hinaus beweise die führende Position vor US-amerikanischen Universitäten im internationalen Ranking, dass das deutsche Studiengebühr-Verbot kaum Wettbewerbsvorteile bringte zumal bei uns auch der Anteil von Studierenden aus nichtakademischen Elternhäusern trotz Gebührenfreiheit immer geringer werde.

Die VDE-Empfehlung finden Sie unter

www.vde.com/studiumundberuf
Dieser Artikel ist erschienen am 03.11.2003