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US-Korrespondent bei RTL

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Ein bisschen Mut muss sein. Kurz nach dem Fall der Mauer arbeitete Ulrich Oppold als TV-Redakteur für RTL in Berlin. "Als mein Chef ging, habe ich Dieter Lesche, den damaligen RTL-Chefredakteur, gefragt, ob ich den Job machen darf."
Ein bisschen Mut muss sein. Kurz nach dem Fall der Mauer arbeitete Ulrich Oppold als TV-Redakteur für RTL in Berlin. "Als mein Chef ging, habe ich Dieter Lesche, den damaligen RTL-Chefredakteur, gefragt, ob ich den Job machen darf." Lesche soll erst gelacht haben, doch ihm gefiel wohl Oppolds forsche Art und er machte den 31-Jährigen zum Studioleiter. Fünf Jahre blieb Oppold in Berlin, danach sieben als stellvertretender Redaktionsleiter und CvD von RTL-Aktuell in Köln. Heute ist er Chef des RTL-Büros in New York - ein Studio mit zwei weiteren fest angestellten Korrespondenten und drei Producern. "Das hier in der 57th Street ist mein Traumjob", schwärmt Oppold.

Allein in New York gebe es so viel Geschichten zu erzählen, "ein Story-Paradies". 30 Prozent seiner Zeit ist er in den USA unterwegs - ob in Washington bei George W. Bushs Amtseinführung, in Santa Maria (Kalifornien) beim Michael-Jackson-Prozess oder in Huntsville (Texas) bei einem zum Tode verurteilten Deutschen. Eine Faustregel, TV-Korrespondent zu werden, kennt Oppold nicht. Aber Qualifikationen: sehr gutes journalistisches Handwerk, Berufserfahrung und Gespür für die Story. Und man sollte die Kollegen in der Kölner Zentrale kennen. "Irgendwann hatte mich Hans Mahr gefragt, ob ich in die USA will. Klar, dass ich da ja sage."
Dieser Artikel ist erschienen am 23.03.2005