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Unternehmen setzen auf E-Recruiting

Wer bei Top-Unternehmen landen will, kommt an einer Online-Bewerbung nicht mehr vorbei.
Wer bei Top-Unternehmen landen will, kommt an einer Online-Bewerbung nicht mehr vorbei."Sieben von zehn Unternehmen praktizieren heute schon E-Recruiting", so Annette Eicker, Chefredakteurin des Job- und Wirtschaftsmagazins Junge Karriere. Dabei werden nicht nur Bewerbungsunterlagen online angefordert. Viele Unternehmen sieben mit Hilfe von Online-Formularen, die die Bewerber ausfüllen müssen, unpassende Kandidaten von vornherein aus

Die Vorteile für die Firmen sind gewaltig: Daten können intern schneller verarbeitet und weitergeleitet werden. Bewerbermanagement-Systeme spucken Eingangsbestätigung, Zwischenbescheid oder Absage automatisch aus. Für die Kandidaten bedeutet das Ausfüllen der Online-Fragebögen jedoch einen erheblichen Mehraufwand.

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Ein Test der Junge-Karriere-Redaktion bescheinigt vielen Online-Formularen noch erhebliche Mängel: Bei der Hypovereinsbank dauerte es zwei Stunden, bis ein Bewerber die Online-Formulare ausgefüllt hatte. Bei der Hessischen Landesbank musste er dreimal eineinhalb Stunden seine Daten eingeben, bis der Versand klappte. Bei der Deutschen Bank funktionierte die Datenübertragung gar nicht, Pricewaterhouse-Coopers verschickte dafür gleich drei Eingangsbestätigungen, aber eine telefonische Nachfrage blieb erfolglos.

Trotz vieler Kinderkrankheiten ist der E-Recruiting-Trend nicht aufzuhalten: Der Medienkonzern Bertelsmann plant, die Zahl seiner Online-Bewerber von 60 auf 100 Prozent steigern. Bei der Lufthansa möchte man künftig ganz auf die klassischen Bewerbungsschreiben verzichten

Dieser Artikel ist erschienen am 27.03.2003