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Unternehmen mogeln bei Stellenanzeigen

Um den Wunschkandidaten für ihr Unternehmen zu finden, neigen Personalverantwortliche oft zu Übertreibungen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Jobbörse StepStone, die unter mehr als 8.600 Jobsuchenden in acht Ländern Europas durchgeführt wurde.Bei mehr als der Hälfte aller Bewerber haben sich Jobs, die ihnen in Stellenanzeigen oder Vorstellungsgesprächen als attraktiv präsentiert wurden, in der Realität oft als herbe Enttäuschung entpuppt.

Die besten Jobs von allen

Noch öfter als in Deutschland erleben die Kandidaten in Frankreich (58 Prozent), dass sich ihr neuer Job ganz anders gestaltet, als ihnen im Vorfeld versprochen wurde. Nur bei fünf Prozent wurden die anstehenden Aufgaben nicht beschönigt. Ähnlich in den Niederlanden: Eine realitätsnahe Beschreibung des Aufgabenfeldes wurde nur sieben Prozent der niederländischen Arbeitnehmer gegeben.Deutlich bessere Erfahrungen haben die dänischen Arbeitnehmer gemacht: Hier spielen die Arbeitgeber offensichtlich mit offenen Karten - nur bei 35 Prozent der Kandidaten hat sich die neue Stelle als Enttäuschung erwiesen. Und auch die norwegischen Unternehmen bleiben bei der Präsentation einer zu besetzenden Stelle eher bei der Wahrheit. Immerhin knapp ein Drittel der Beschäftigten hat es bislang noch nicht erlebt, dass eine Position schöngeredet wurde.Einzelergebnisse: www.stepstone.de/ueberuns/default.cfm?link=exaggerate
Dieser Artikel ist erschienen am 26.08.2005