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Unis vorm Ersticken

Experten befürchten katastrophale Zustände an den Hochschulen, sollte die Föderalismusreform nicht nachgebessert werden. Universitäten und Fachhochschulen stünden schon jetzt ?mit dem Rücken zur Wand?, erklärte die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Margret Wintermantel.
Der dringend nötige Ausbau von Studienplätzen müsse als Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern verstanden werden, forderte auch der Deutsche Hochschulverband (DHV). ?Wenn nichts Durchgreifendes passiert, saufen die Hochschulen in den nächsten Jahren schlichtweg ab. Dann war die hoffnungsvoll gestartete Exzellenz-Initiative nur noch ein letztes Aufbäumen vor dem Erstickungstod?, warnte DHV-Präsident Bernhard Kempen. Die Bundestagsanhörung zur Föderalismusreform läuft bis Anfang Juni: Wenn am 29. Mai die Bildung auf der Agenda steht, dürfte die Kritik besonders harsch ausfallen. Als Experten geladen sind neben HRK-Generalsekretärin Christiane Ebel-Gabriel die Hochschulpräsidenten der Unis in Frankfurt und Darmstadt, Rudolf Steinberg und Johann-Dietrich Wörne. (df)
Dieser Artikel ist erschienen am 26.05.2006