Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

Unis brauchen Spitzen-Nachwuchs

An deutschen Hochschulen geht es heute weitaus internationaler zu als noch vor zehn Jahren. Studierten im Jahre 1993 noch rund 125.000 junge Menschen aus dem Ausland an unseren Universitäten, so hatte sich diese Zahl bereits im Jahr 2003 um mehr als 100.000 erhöht, dies geht aus einer Studie des Deutschen Studentenwerks hervor.Die Internationalisierung bringt allerdings auch einige Probleme mit sich, da die ausländischen Austauschstudenten oft zu wenig fachliches Vorwissen haben, mangelnde Sprachkenntnisse besitzen und oft in schwierigen finanziellen Situationen sind, so die Einschätzung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. (DPG), der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. (GDCh), des Verbundes biowissenschaftlicher und biomedizinischer Gesellschaften e.V. (vbbm) und der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) e.V.

Die besten Jobs von allen

Die vier Gesellschaften fordern daher ein umfassendes, streng leistungsorientiertes Stipendienprogramm, um begabten akademischen Nachwuchs nach Deutschland zu bringen. In dieses müssten sowohl Spenden- und Stiftungsgelder als auch staatliche Mittel fließen. Ein solches gekoppeltes System könnte sowohl zentral (z.B. über den DAAD) als auch über die lokalen Universitätsauslandsämter aufgebaut werden.Die Gesellschaften verweisen auf das Angebot an Stipendien in den USA, die dieses Land für viele ausländischen Studierenden attraktiv mache. Ähnliche Anreize für Deutschland zu schaffen sei ein enormer Schritt in Richtung einer vorausschauenden und zukunftsorientierten Bildungspolitik.
Dieser Artikel ist erschienen am 30.08.2005