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"Umgekehrte Autoversteigerung" legal

Die Verkaufsstrategie, den Preis des angebotenen Fahrzeugs jede Woche zu senken, ist nach einem Urteil des BGH rechtmäßig. Der aufmerksame Käufer könne den ?spielerischen Reiz? durchaus erkennen, hieß es in der Urteilsbegründung.
HB/dpa KARLSRUHE. Die Händler hatten die gebrauchten Fahrzeuge mit folgendem Hinweis angeboten: ?In jeder Woche, in der das Auto nicht verkauft wird, fällt der Preis um 300 Mark.? (Aktenzeichen: I ZR 146/00 u. 212/00 vom 13. März 2003)Nach den Worten des I. Zivilsenats führt der Einsatz ?spielerischer Reize? bei einer solchen Versteigerung nicht dazu, dass der Käufer nur noch auf die Gewinnchance starrt und damit sein Kaufentschluss nicht mehr von sachlichen Gesichtspunkten bestimmt wird. Ein durchschnittlich informierter, aufmerksamer und verständiger Verbraucher werde angesichts der beträchtlichen Investition auch die Preiswürdigkeit des Angebots prüfen und sich nicht wegen des ?Spiels? zum Kauf verleiten lassen. Im Übrigen sei der Verkäufer - abgesehen etwa von wettbewerbswidrig verschleierten Preisen - in seiner Preisgestaltung frei und dürfe seine Angebote zu jedem ihm passend erscheinenden Zeitpunkt verändern.

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Dieser Artikel ist erschienen am 17.03.2003