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Torsten Seehaus

Der zweite Building Block

Die Prüfungsergebnisse haben wir letzte Woche bekommen. Und das Positive daran ist: Alle haben bestanden. Doch das heißt nicht, dass wir uns jetzt auf unseren Lorbeeren ausruhen können. Der zweite Building Block hat uns voll im Griff mit vielen Projekten und noch mehr Case Studies als im ersten Teil. Dennoch verspürt man, dass mittlerweile etwas mehr Gelassenheit bei IMD eingekehrt ist. Es werden mehr Scherze gemacht, und man ist nicht mehr so beeindruckt von all der anstehenden Arbeit und den vielen Deadlines.

Letzte Woche hatten wir auch unseren ersten ?Ausflug?. Wir haben uns auf den Weg nach Genf zur Welthandelsorganisation gemacht, um mehr über multilaterale Handelsabkommen und die Aufgaben der WTO zu erfahren. Der Fokus lag dabei auf den Verhandlungen der Doha Runde und deren kaum messbaren Fortschritt. Beleuchtet wurden auch die Rollen, die die einzelnen Staaten dabei spielen. Mit der nicht allzu beruhigenden Erkenntnis, dass es auch hier meistens Jahre dauert bis etwas geschieht, haben wir diesen Ort wieder verlassen.

Die besten Jobs von allen


Die nächsten Tage werden wir uns weiter fleißig in die Arbeit stürzen und hoffen, dass noch etwas Zeit für das ein oder andere Bier bleibt. Prüfungen und Ostern
Die letzte Woche vor Ostern war geprägt von Prüfungen. Man fühlte sich wieder zurückversetzt in die gute alte Studentenzeit. Das Verhalten war auch dementsprechend. Die Zeit zwischen den Prüfungen wurde ausschließlich zum Lernen genutzt, auch wenn man nach den ersten 6h Stunden Prüfungen wenig Energie übrig hat dies zu tun. Irgendwie haben wir es aber dennoch geschafft. Die Ergebnisse der Prüfungen bekommen wir morgen. Wobei alle hoffen, dass Sie die Prüfungen auch bestanden haben. Die ersten Gerüchte verheißen allerdings nicht nur Gutes. Aber morgen wissen wir mehr

Mit den Prüfungen endete unser erster ?Building Block?. Anschließend gab es ne? große Party in einem der bekanntesten Clubs der Stadt. IMD hat die Rechnung dafür übernommen, was bei unserem Konsum bestimmt nicht preiswert war.

Die Osterfeiertage haben dann die meisten von uns dazu genutzt, sich entweder die Schweiz oder Norditalien anzuschauen. Andere wiederum haben es in der kleinen Schweiz wohl nicht mehr ausgehalten und sind z. B. nach New York, San Francisco oder auch Kiew geflogen

Die letzten Wochen waren hauptsächlich davon geprägt, die Projekte für den ersten Building Block abzuschließen und gleichzeitig sich auf die anstehenden Prüfungen vorzubereiten. Die erste Prüfung hatten wir heute in Leading People in Organizations. Nächste Woche folgen dann Accounting, Finance, Marketing und Operations Management. Man fühlt sich wieder ein wenig zurückversetzt in die gute alte Studentenzeit. Allerdings hatten wir da nicht jeden Tag eine 4h Prüfung nach der anderen. Der Druck bei IMD lässt also auch nach 3 Monaten noch nicht nach.

Alle freuen sich schon auf die Ostertage. An diesen Tagen haben wir tatsächlich frei und viele fliegen zurück in ihre Heimatländer. Ich gehe es etwas ruhiger an und werde mir entweder Norditalien oder die Schweiz etwas näher anschauen. Da dieses Jahr der Winter recht sparsam mit dem Schnee umging, kann ich leider meiner Leidenschaft Ski zu fahren dieses Mal nicht nachgehen.

Ansonsten merkt man, dass die meisten sich an den Rhythmus bei IMD gewöhnt haben. Man lernt mit dem Stress zu leben. Nebenbei stehen auch die nächsten Partys an. Im April feiern wir das japanische Kirschblütenfest und eine Woche danach scheint es einen wichtigen Feiertag bei den Holländern zu geben. Das ist das Schöne daran, wenn man mit 40 weiteren Nationalitäten zusammen ist. Es gibt immer einen Grund zum Feiern.

Überraschungstag

Diese Woche begann wie jede andere mit jeweils zwei vierstündigen Vorlesungsblöcken. Diese sind dadurch geprägt das meistens neben Theorievermittlung auch Case studies bearbeitet werden, die einem gleich den praktischen Bezug näher bringen. Auch dieses Mal waren wir mental darauf vorbereitet, 8h Accounting zu durchleben. Doch der Tag nahm nach nicht einmal einer Stunde eine sehr unerwartete Wendung. Nach und nach kamen immer mehr Professoren in die Vorlesung und stellten uns die Aufgabe in unseren Teams das Accountingproblem zu lösen. Doch das war nicht alles. Es ging auch darum, als Mitarbeiter des Familienbetriebs, die Eigner von einer bestimmten Strategie zu überzeugen

Die Professoren spielten dabei den Familienclan. Die Schwierigkeit bestand darin, nicht nur zu zeigen, dass man fähig ist, ein Problem zu analysieren und Vorschläge zu erarbeiten, sondern auch auf die einzelnen Familienmitglieder einzugehen und gegebenenfalls gegeneinander auszuspielen. Damit gewann die bis dahin isolierte Accountingaufgabe zunehmend an Komplexität und stellte uns vor reale Probleme. Unter dem gegebenen Zeitdruck war allenfalls eine mäßige Analyse möglich. Doch wichtiger war es, die Familie von der neuen Strategie zu überzeugen

Die beiden von den Professoren Auserwählten hatte keine Chance, gegen die Familie zu bestehen. Nervösität, Lampenfieber und Aufregung boten ausreichend Angriffspunkte, die von unserer "Professorenfamilie" nur zu gern ausgenutzt wurden. Dennoch war dieser Tag einer der spannendsten bei IMD

Als Ausgleich für diese unerwartete Überraschung gab es anschließend von IMD ausreichend Caipirinha für alle. Der war auch nötig, um den Adrenalinspiegel wieder etwas zu senken

IMD's MBA
Das erste Erfolgserlebnis kam mit dem Anruf von IMD's Admission Manager Lisa Piguet, in dem sie mir im September letzten Jahres einen der weltweit begehrten Plätze im MBA Programm von IMD anbot. Ich werde diesen Tag mit Sicherheit nicht vergessen. Mein monatelanger Bewerbungsmarathon mit GMAT Test, Aufsätze schreiben, Referenzen einholen und vielem mehr, kam damit zu einem glücklichen Ende. Die Zeit bis zum Beginn des Programms Anfang Januar konnte ich problemlos mit Umzugsorganisation und den von IMD geforderten MBA Vorbereitungen überbrücken.

Die letzten Tage bevor mein MBA Anfang Januar begann waren geprägt aus einer Mischung von Vorfreude und Nervosität. Wie werde ich dieses sagenumwobene extrem intensive Programm überstehen? Wie sind die anderen Stundenten? Wie wird der für IMD typische Teamansatz umgesetzt?

In den ersten drei Tagen wurden die organisatorischen Dinge bei IMD geregelt. In diesen Tagen blieb auch noch ausreichend Zeit die anderen MBA Studenten kennen zu lernen, wenn die meisten Gespräche auch selten über die Frage nach Name, Herkunft und früheren Beruf hinausgingen. Selbst danach konnte ich mit Sicherheit nicht mehr als zehn Prozent der Informationen behalten und anschließend wieder den richtigen Personen zuordnen. Naja, wir haben ja auch noch weitere zehn Monate vor uns.

Am Donnerstag den 11. Januar begann dann offiziell das MBA Programm. Und es ging auch gleich richtig los. Nachdem die Vorlesungen über Entrepreneurship vorüber waren, bekamen wir auch gleich die erste Aufgabe für den nächsten Tag. Und diese beinhaltet, sich mit den zugewiesenen Teammitgliedern zu treffen und gemeinsam eine Fallstudie zu bearbeiten. Wir waren noch recht schnell und gegen ein Uhr Nachts fertig. Andere Teams saßen etwas länger. Die Schwierigkeit bestand weniger in der Lösung der Aufgabe sondern in der Zusammenarbeit mit bis dahin 8 wildfremden Personen, die aus 8 Ländern und 4 verschiedenen Kontinenten kamen und automatisch um ihre Position im Team kämpften. In einigen Teams führte dies zu recht hoher Frustration die sich schnell bemerkbar machte.

Doch es wäre nicht IMD, wenn dies nicht mit Absicht geschehen würde. Auch dies ist Teil des Programms. Uns ziemlich schnell aufzuzeigen, dass wir nicht unfehlbar sind, nur weil wir an einer der weltweit besten Business School unseren MBA machen. Nach einer Woche ziemlich unkoordinierter Zusammenarbeit und verschiedenen Machtkämpfen begann dann der bisher wichtigste Teil des Programms: Der Leadership stream. Dieser beinhaltete unter anderem einen kompletten Outdoor-Trainingstag. Ziel war es das Team näher zusammen zu bringen. Die Aufgaben waren meist so gestellt, dass sie kaum lösbar waren. Das erhöhte eindeutig den Frustrationslevel und es war ziemlich schnell vorbei mit aller Freundlichkeit. Der gesamte Tag wurde auf Video dokumentiert und anschließend ausgewertet. Die nächsten zwei Tage wurden dann für individuelles und Gruppenfeedback genutzt. Dies führte dazu, dass nach nicht einmal zwei Wochen bei IMD meine Teammitglieder mich teilweise besser kennen als einige meiner Freunde.

Heute am Samstag hatten wir unsere nächste Fallstudie nach all den Outdoorevents und Feedbacks zu bearbeiten. Für mich war klar, der gegenseitige Respekt unter den Teammitglieder ist gestiegen, wir haben in den letzten Tagen viele gute und schlechte Momente gemeinsam durchlebt. Es gab Tränen und viele Emotionen. Doch all dies hat uns auf eine kaum zu beschreibende Art wesentlich näher gebracht, als ich es vorher jemals gedacht hätte. Es war einer der bewegendsten und zugleich reichsten Momente, die wir gemeinsam geteilt haben. Iyobor aus Nigeria, Ramyani aus Indien, Caroline aus Frankreich, Rhabi aus dem Lebanon, Paul aus Kanada, David aus China, Dimitris aus Griechenland und ich sind glaube ich auf dem richtigen Weg die kommenden Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Ich freue mich jedenfalls sehr darauf

Warum ein MBA?
Diese Frage lässt sich relativ einfach beantworten. Die folgenden Gründe waren für mich ausschlaggebend:
  • andere Karrierevorstellungen als mein Arbeitgeber es vorgesehen hatte
  • die Ausrichtung in Richtung General Management mit funktionsübergreifenden Themen
  • die Möglichkeit problemlos im Ausland zu arbeiten und sich beruflich weiter zu entwickeln

    IMD stand ziemlich schnell bei mir auf dem Listenplatz Nummer 1. IMD bietet ein intensives und kurzes 10 Monate dauerndes Programm an, das dem General Management Ansatz entspricht. Zudem gehört IMD zu den Top 10 MBA-schools der Welt und zieht jedes Jahr viele Arbeitgeber mit entsprechend attraktiven Angeboten an. Weitere ausschlaggebende Merkmale waren für mich die relativ geringe Anzahl an Studenten (90 pro Jahr) und die bei IMD gelebte teamorientierte Arbeitsweise

    Werdegang:
    Nach meinem Wirtschaftsingenieur-Studium an der TU Dresden begann ich das International Management Training Programm bei der Robert Bosch GmbH. Dieses Programm dauerte zwei Jahre in denen ich unter anderem Projektaufgaben in den USA und in Deutschland bearbeitete. Zudem wechselte ich in der Zeit die Funktionen und lernte dadurch das Controlling und den Einkauf kennen.

    Nach dem Programm arbeitete ich weitere drei Jahre im Controlling. Im ersten Jahr war ich zuständig für das Werkscontrolling von Diesel Common Rail Injektoren. Anschließend übernahm ich das Produktteam Controlling auf internationaler Ebene. In der Zeit war ich verantwortlich für das weltweite Controlling der Diesel Injektoren. Dazu gehörte die Zusammenarbeit mit Werken in Brasilien, USA, Japan, China und Deutschland. Teamarbeit
    Es ist der letzte Abend und gleichzeitig die letzte Nacht, bevor wir morgen früh unseren Industry and Competition Analysis Report über National Oil Companies abgeben müssen. Um 8 Uhr ist zudem die Präsentation des gesamten Projektes angesetzt. Das heißt, wir haben noch eine lange Nacht vor uns, da ein Ende der Arbeit bis jetzt noch nicht abzusehen ist

    Eines der wichtigsten Merkmale von IMD ist das "Real Life Real Learning" Erlebnis. Für mich macht sich das im Moment dadurch bemerkbar, dass es zwar nicht leicht ist, die gestellten Aufgaben zu lösen, die größten Probleme jedoch in der Teamarbeit stecken

    Den ersten Projekttag haben wir damit verbracht, den gesamten Samstag über das Projekt und die Herangehensweise wiederholt zu diskutieren. Das ist ziemlich frustrierend, wenn man doch die Lösung schon vor Augen hat. Doch mit weiteren sieben Personen aus unterschiedlichsten Ländern der Welt steigt die Anzahl der Probleme exponentiell an. Dabei handelt es sich selten um den reinen Inhalt über den augenscheinlich diskutiert wird, sondern um unterschwellige persönliche Differenzen. Doch wie sagt man so schön: Man muss immer ein bisschen leiden, um den Lerneffekt zu erzielen. Dieser hat bei mir eingesetzt und es fällt mir etwas leichter zu erkennen, wie man so unterschiedliche Teams effizienter organisiert und Aufgaben besser verteilt. Aber das Lernen hat ja erst angefangen und der Report und die Präsentation müssen in zehn Stunden fertig sein... Meilensteine

    Nach den ersten beiden Monaten bei IMD stand Ende letzter Woche die Integrative Excercise auf dem Programm. Darin ging es hauptsächlich darum, das bisher Gelernte anhand einer Case Study umzusetzen und das Ergebnis 48 Stunden später der Jury zu präsentieren. Während dieser Exercise war das Hauptproblem, mit möglichst wenig Schlaf auszukommen. Die Aufgabe war so gestellt, dass es eigentlich keine Lösung gab, man aber seine Strategie, wenn man diese einmal festgelegt hatte, entsprechend lupenrein verteidigen musste. Dafür war jedes einzelne Teammitglied bis an die Grenzen der Belastbarkeit gefordert. Wir haben diese Übung relativ erfolgreich gemeistert, auch wenn man uns bei der Endpräsentation ansah, dass wir Schlaf dringend nötig hatten

    Ansonsten geht das "erbarmungslose" Tempo bei IMD weiter. Diese Woche steht die Abgabe der Marketing- und Economicsprojekte an. Zudem gibt es die ersten Tests und die Prüfungen sind auch nicht mehr weit entfernt. Jeder freut sich schon auf unsere ersten Urlaubstage: die Osterferien. Dann haben 4 Tage Zeit, ne ganze Menge Schlaf nachzuholen

    Trotz der Intensität des Programms und der ständigen Arbeitsbelastung schaffen wir es, die geringe Freizeit mit viel Leben zu füllen. Höhepunkt war bisher die brasilianische Carnevalparty mit Live-Band und brasilianischen Tänzerinnen sowie viel Caipirinha, den wir auch in reichlichen Mengen zu uns genommen haben. Zudem gibt es jede Menge Initiativen unter den IMD Studenten, um das Leben hier zu genießen. Unter anderem haben wir den Filmclub, der hauptsächlich Filme aus Südafrika zeigt, und uns gleichzeitig auf unser Auslandprojekt in Südafrika vorbereitet. Dazu später mehr

    Leadership

    Ein interessanter Bestandteil des MBA Programms bei IMD ist der Leadership Stream. Darin werden unter anderem die unterschiedlichen Arten der Gruppenarbeit untersucht. Insbesondere die verschiedenen Rollen, die man dabei einnimmt. Damit das alles nicht nur so nebenbei geschieht, sind wir aufgefordert, in regelmäßigen Abständen ausführliche Berichte darüber zu schreiben. In diesen sollen wir dann gezielt unsere unbewussten Handlungen und die daraus resultierenden Gruppendynamiken analysieren. Gezielt angesprochen werden dabei besonders die psychologischen Aspekte.

    Als Laie tut man sich damit am Anfang recht schwer. Doch im Laufe der Zeit wird man besser im Erkennen und Analysieren der einzelnen Situationen und welchen Einfluss die eigenen Handlungen darauf gehabt haben. Morgen vormittag muss dann das nächste Leadership Paper fertig sein. In diesem sind wir aufgefordert, unsere Rollen, die wir in Gruppen einnehmen genauer zu analysieren, und wie diese im Zusammenhang mit unserem Leben und unserer Erziehung stehen. Dies ist eine der Herausforderungen, die man so an einer Business School nicht unbedingt erwartet hätte. Doch genau diese Dinge sind es, die IMD von anderen Business Schools unterscheiden. Es wird sehr viel wert auf Teamarbeit und die Verbesserung im Umgang mit Kollegen und Mitarbeitern gelegt.

    Doch damit wir uns nicht nur mit Arbeit beschäftigen, gab es dann heute die Dutch Party. Alles war in Oranje getaucht. Und was machen die Holländer zu ihrem Queensday? Natürlich Bier trinken. Da sind sie uns Deutschen dann doch wieder recht ähnlich. Olympics

    Nachdem wir nun fleißig jeden Sonntag Fußball gespielt haben, um uns auf die MBA-Olympics in Paris vorzubereiten, war es dann am letzten Wochenende soweit. Wir sind mit 70 Leuten von IMD nach Paris gefahren, um an den unterschiedlichsten Sportarten teilzunehmen. Ich selbst war natürlich beim Fußball dabei. An der Olympiade nahm fast jede MBA Schule Europas teil (Oxford, Insead, Cambridge, LBS, IESE, IE, etc).

    Wir spielten gegen Insead, Cambridge und HEC in der Gruppenauswahl um den begehrten Fußballpokal. Leider hat man schnell gemerkt, dass unser Durchschnittsalter um einiges höher ist als bei den anderen MBA Schulen. Wir hatten also keine wirkliche Chance, das Turnier zu gewinnen. Unser ?Altherren?-Klub hat sich dennoch ganz gut geschlagen. Vielleicht lag unsere Niederlage aber auch daran, dass wir einfach die geringste Zeit zum Trainieren hatten.

    Die Olympiade ging über 3 Tage und war eine sehr schöne Abwechslung von unserem Alltag in Lausanne. Die Tage haben wir auch gut genutzt, um uns Paris anzuschauen, eine Menge Partys zu feiern und natürlich Freundschaften zu pflegen. Ergebnisse und die letzten Prüfungen

    Nachdem wir mit einigen Medaillen von der MBA-Olympiade zurückgekehrt sind, haben wir uns auch gleich in der Vorbereitung für die nächsten Prüfungen wieder gefunden. Doch zuerst zu den Medaillen. Unsere ersten Plätze belegten wir in altersgerechten Sportarten wie Petanque und Tischfußball. Doch auch in den etwas anspruchsvolleren Sportarten hatten wir Erfolge zu verzeichnen. Mit jeweils dem 3. Platz im Segeln und Mountainbiking waren wir dann doch recht zufrieden.

    Außerdem hatten wir diese Woche die letzten Vorlesungen. Nächste Woche wird dann noch einmal unser Wissen in Buchhaltung, Finanzierung, Strategie und Politik geprüft. Allerdings merkt man, dass es mittlerweile den meisten recht egal ist und jeder nur noch auf die 3 Wochen Urlaub im Juli wartet. Die letzten 5 Monate haben doch ihren Tribut gefordert und man merkt, dass der Motivationslevel im Moment auf dem niedrigsten Stand seit Beginn des MBA-Programms ist.

    Einen Lichtblick gibt es jedoch und das ist das dieses Wochenende stattfindende Bierfestival. Direkt am Genfer-See kann man zwischen den unterschiedlichsten bierbrauenden Nationen dieser Welt umherlaufen und an die 200 Sorten Bier probieren. Nach den Ferien...

    Auch die längsten Ferien gehen einmal zu Ende. Nachdem wir uns alle recht gut erholt haben, waren wir doch recht gespannt, mit welcher Intensität IMD wieder unser alltägliches Leben prägen wird.

    Die erste Woche haben wir mit einer Crisis Management Simulation und Verhandlungsführungen verbracht. Das besondere daran war, dass wir nach diesen Veranstaltungen doch tatsächlich frei hatten. Es war ein wunderbares Gefühl, wieder im "normalen" Leben angekommen zu sein.

    Heute ist der gesamte Tag wieder der Karriereplanung und Jobsuche gewidmet. Es sind ca. 10 verschiedene Firmen bei uns auf dem Campus, die alle daran interessiert sind, MBAs zu rekrutieren. Das heißt aber auch für uns, dass wir demnächst die Entscheidung treffen müssen, wo auf der Welt und bei welcher Firma wir arbeiten wollen. Das ist leichter gesagt als getan. Naja, wir haben ja noch ein paar Monate Zeit.

  • Dieser Artikel ist erschienen am 26.01.2007