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Timo Schmid

Zu meiner Person:
Terve aus Helsinki!
Mein Name ist Timo Schmid, ich bin 30 Jahre alt und startete Ende August 2005 mein einjähriges MBA-Programm an der Helsinki School of Economics (HELSINGIN KAUPPAKORKEAKOULU) in Finnland. In den nächsten zwölf Monaten werde ich im Rahmen dieses MBA-Tagebuches meine Erlebnis und Erfahrungen aber auch den generellen Ablauf des Studiums mit Ihnen, den Lesern, teilen

Meine erste akademische Ausbildung habe ich an der Berufsakademie Karlsruhe absolviert, an der ich von 1996-99 Wirtschaftsinformatik studierte. Nach dem Berufsstart im Produktmanagement einer Softwarefirma im Customer Relationship Management Umfeld bin ich in den extern tätigen Consultingbereich der Kommunikationssparte von Siemens gewechselt. Zu meinen Aufgaben gehörte die Beratung von internationale n Großkunden in Fragen der Informationssicherheit. Neben den klassischen Projekten als Consultant zählte auch die Akquise von Neuaufträgen zum Arbeitsumfeld. Meine Freizeit genieße ich beim Motorradfahren und im Rahmen von ausgedehnten Outdooraktivitäten

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Der Wunsch nach einer akademischen Veredelung, der letzen Endes zum MBA geführt hat, erwachte bei mir schon relativ bald nach dem Studium der Wirtschaftsinformatik. Es war mir nicht sofort klar, in welche Richtung diese Weiterentwicklung gehen sollte; aber das Gefühl, nach sechs Jahren Berufsleben noch einmal das Erfahrene professionell zu katalysieren zu wollen, kristallisierte sich recht deutlich heraus. Zum einen bietet sich für mich in einem MBA Studium die Möglichkeit, gesammelte Erfahrungen noch einmal unter einem anderen Licht zu sehen und zu bearbeiten. Zum anderen eröffnet sich je nach Business School auch die Gelegenheit, den beruflichen Weg neu auszurichten und dies in einem internationalen und interkulturellen Rahmen

Für mich war relativ klar, dass der MBA die Eintrittskarte in eine neue Laufbahn sein sollte, die bedeuten generalistischer angelegt sein wird. Die meisten Institutionen verstehen darunter wohl den Begriff ?General Management?

Bei der Auswahl der Schule waren für mich mehrere Faktoren ausschlaggebend. Der Wunsch nach einem überschaubaren (Faktor Zeit), bezahlbaren (Faktor Kosten) und auch guten Programm (Faktor Qualität) mündete schließlich in einer Bewerbung für das internationale MBA-Programm an der Helsinki School of Economics. Das Programm hat eine Laufzeit von etwa 12 Monaten und erlaubt nach dem Kernstudium eine recht individuelle und freie Spezialisierung. Die entsprechenden Fachbereiche sind Finance, General Management, IT und High-Technology Entrepreneurship. Besonders reizvoll am Helsinkier Programm ist für mich die Kompaktheit der einzelnen Module. In der Regel werden die entsprechenden Fachthemen im Rahmen von zwei- bis dreiwöchigen Intensiveranstaltungen bearbeitet

Eine besondere Betrachtung soll hier noch einmal der Faktor Kosten erleben. Für mich ist es sehr angenehm, dass sich die ?brotlose? Zeit auf ein Jahr beschränkt und die Studiengebühren mit circa 20.000 Euro überschaubar sind. Etwa den gleichen Betrag muss man für entsprechende Lebenshaltungskosten in der skandinavischen Metropole rechnen. Die Schule vergibt zwei Stipendien pro MBA-Kurs. Sehr interessant ist sicherlich auch die Kursgröße von etwa 30 Personen und die Tatsache, dass sowohl klassisch im September aber auch im März ein Kurs startet. Für sinnvolle Fragen stehe ich den Lesern hier zur Verfügung

Dieser Artikel ist erschienen am 12.04.2006