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Thomas Klatte

29. September 2006
Time flies when you are having fun?

Vor einer Woche hatte ich noch keine Ahnung, wie intensiv diese Erfahrung werden würde. Heute ist die erste Woche vorbei und ich habe das Gefühl als wäre ich erst gestern angekommen

Aber von Anfang an..

Die besten Jobs von allen



07.01.2007: Weihnachten
6.01.2007: Theme Selection
04.02.2007: Sport
09.02.2007: Assessment Centre
30.03.2007: Wo bleibt nur die ganze Zeit?
03.05.2007: Wohl eines der besten Beispiele
08.05.2007: Tuck University Football Worldcup
28.05.2007: 7°C, WAC und Business Plan Wettbewerb

Ich bin am Freitag, 22. September in Cranfield angekommen, um an der zweiten Woche des Pre-MBA teilzunehmen. Nach meiner etwa 12-stündigen Reise mit dem Auto von München brachte ich meine Sachen in mein Zimmer in einem der Studetenwohnheime (Lanchester Hall) und fing sofort an, auszupacken. Ich hatte kurz vor meiner Ankunft eigentlich vor, direkt ins Bett zu gehen, aber war dann wohl doch etwas zu aufgeregt, so dass ich die Energie direkt nutzte, um meine Sachen zu verstauen. Als ich fertig war, zeigte meine Uhr halb drei morgens aber ich war froh und hatte eine gute Nacht.

Am nächsten Morgen wachte ich frisch auf und hielt es nicht lange in meinem Zimmer aus. An der Rezeption meines Wohnheims erkundigte ich mich nach den Namen und Zimmernummern von weiteren MBA Studenten und kurz darauf klopfte ich an jene Türen. An den ersten Beiden ohne Erfolg, hatte dann aber Glück und traf auf Shirley aus Hong Kong. Sie stellte mir ein paar der anderen Mitstreiter vor. Dabei traf ich auch auf Sats (Indien), die schon auf mich wartete, da ich in ihrem PreMAB Study Team sein sollte. Innerhalb von ein paar Stunden traf ich so auf rund 20 meiner Kommilitonen, allgemein alle unglaublich freundlich und fröhlich. Sie kamen aus allen erdenklichen Ecken dieser Welt; Neuseeland, China, Malaysia, Indien, Peru, Columbien, Mexiko, Pakistan, um nur ein paar zu nennen

Sats zeigte mir den Campus und regelte für mich den PC Login. Am Abend bekam ich einen Eindruck über das Nachtleben in Cranfield. Wir gingen in die Bar der Cranfield Student Association (CSA), die noch nicht sonderlich gut besucht war. Die meisten Studenten sollten erst in der kommenden Woche anreisen

Sonntag war der erste Tag mit MBA Aktivität. Neben etwas Sport, mussten wir im Learning Team eine Praesentation für Montag vorbereiten. Da die meisten anderen des Teams lieber nach London gefahren waren, kümmerten Sats und ich uns um diese Aufgabe. Die Woche des PreMBA war ebenso großartig. Es ist unbeschreiblich, mit einer Gruppen von hochmotivierten und fähigen Menschen zusammen zu arbeiten und zu lernen, die alle das gleiche Ziel haben und einander unterstützen und motivieren

In den sieben Jahren meiner bisherigen Berufstätigkeit war ich als Unternehmensberater für einen Amerikanischen IT Dienstleister in unterschiedlicehn Rollen und Laendern innerhalb der EU unterwegs. Mein Schwerpunkt waren Prozessanalyse und ?redesign, sowie Managementberatung in den Bereichen Luftverkehr, Versicherungen und Medien

Auch wenn mir meine Aufgabe als Berater viel Spaß gemacht hat und sich neue Herausforderungen regelmäßig stellten, habe ich in den letzten Jahren gespürt, dass ich nicht richtig weiterkomme. Ich fing langsam an, Routinen zu entwickeln, die dazu führten, dass ich nur noch selten neue Ideen entwickelte. Es war einfach an der Zeit, mich persönlich zu verändern. Nachdem ich an jene Positionen, die mich beruflich interessiert hätten, (noch) nicht heran kam, habe ich in Richtung MBA geschaut.

Nach einigen Monaten der Überlegung bin ich dann zum Entschluss gekommen, dass es jetzt an der Zeit ist, mich neu einzuordnen und ein MBA Studium aufzunehmen.

Meine Kriterien waren relativ strickt, was die Auswahl an möglichen Programmen anging. Ich wollte ein einjähriges Programm in England besuchen und hatte weitere Kriterien in den Bereichen Qualität, Dauer, Ort, Campus und Kosten.

Damit fiel die erste Adresse (London Business School) schon mal raus, da es sich dabei um ein 2-jähriges Programm handelt, das auch noch sehr teuer ist und außerdem aus meiner Sicht eine sehr nachteilige Lage hat. Ein Campus, auf dem gearbeitet und gelebt wird, entspricht meiner Vorstellung von effizientem und sinnvollem Studieren. Cranfield schnitt bei allen meiner Kriterien sehr gut ab und fiel damit in die engere Wahl

Nach einigen Gesprächen mit Alumni der School und dem Personal wurde ich schnell mit dem Gedanken warm, dort zu studieren. Die anderen Schools konnten nicht mithalten

Die vollen Studiengebühren belaufen sich momentan auf £26.500. Ich hatte etwas Glück und habe eine Reduktion i.H.v. £6.000 im Rahmen eines Feeshare Programms (Stipendium) bekommen. Jeder kann sich für dieses Programm bewerben. Während der Bewerbungsphase wird der Kandidat darauf hingewiesen und kann einen kurzen Bericht schreiben, in dem er drei Fragen beantworten soll, aufgrund derer die Stipendien vergeben werden.

Insgesamt rechne ich mit etwa £31.000-33.000 (?42.000-45.000), inklusive allem (ohne Reduzierung der Studiengebühr wären es entsprechend mehr gewesen).
Das Leben auf dem Campus ist vergleichsweise günstig, große Zimmer in den Wohnheimen (vier bis fünf Personen je Küche und 2 Bäder und zwei WCs) kosten etwa £500 / Monat, inkl. Nebenkosten. Jeder MBA Student erhält bei Immatrikulation einen Laptop, inkl. Webcam und hat freien Internetzugang innerhalb der School und im eigenen Zimmer

Weitere Kosten entstehen durch Bücher, die empfehlenswert sind, (recht günstige) Mittagessen, Abendverpflegung und ab und zu ein paar Bier im Local Pub. Zusätzlich gibt es einige Unternehmungen, die innerhalb des Jahres stattfinden, die ein Student in der Regel selbst tragen muss, beispielsweise MBA Football World Cup in Boston, Cranfield MBA Regatta in Portsmouth oder der alljährliche Skitrip in die Alpen. Natürlich sind diese Aktivitäten freiwilliger Natur, aber ich würde dringend empfehlen, ein paar hundert Eurotra fü einige dieser Events einzuplanen

Meine Erwartungen sind vollens erfüllt und in vielen Bereichen weit übertroffen worden. Der Einstieg lief wesentlich einfacher als vermutet, die Administration war ein Klacks und der Campus ist unglaublich lebendig. Die Lerngeschwindigkeit ist extrem schnell, entspricht aber meinen Erwartungen.

Meine Kommilitonen sind im Schnitt 32 Jahre alt, kommen aus 38 Ländern und sind allesamt erfolgreiche und erfahrene Personen mit durchschnittlich etwa acht Jahren Berufserfahrung. Es ist unglaublich, wie erfüllend die Zusammenarbeit mit Personen ist, die das gleiche Ziel vor Augen haben, gewillt sind Leistung zu erbringen und darüberhinaus in der Lage sind, diese auch in die Tat umzusetzen

Neben der Studienseite gibt es unzählige Sportmöglichkeiten. Ich spiele zwei mal die Woche Abends Fussball und laufe zwischendurch, wenn noch Zeit ist ein paar mal um den Campus. Negative Seiten des MBA, die es woanders nicht geben würde, konnte ich noch nicht entdecken.

Mit einem Wort: Fantastisch!

07.01.2007
Weihnachten


Das erste Mal seit drei Monaten wieder im Kreis von Freunden und der Familie. Hat sich etwas verändert? Auf den ersten Blick muss diese Frage ganz klar mit ?nicht wirklich? beantwortet werden. Was soll sich auch in drei Monaten ändern?

Wenn ich dann aber etwas genauer nach dem Gelernten und meinen Erlebnissen befragt wurde, fiel mir doch einiges auf.

Ich hatte mir vor einigen Wochen vorgenommen, mich mehr auf das Zuhören zu konzentrieren. Ich denke, dass ich generell ein guter Zuhörer bin, oft aber ? besonders unter Druck ? gebe ich der Versuchung nach, einfach meine Gedanken umzusetzen. Durch das intensive OBPPD Programm hat jeder MBA Student in Cranfield die Möglichkeit sich ganz gezielt persönliche Ziele zu setzen, die über eine Reihe von Schritten konkretisiert werden können und an derer Erreichung über das gesamte Jahr gearbeitet werden kann. OBPPD steht füer Organisational Behaviour & Personal and Professional Development

Aus meinen Diskussionen mit Familie und Freunden zu Hause merke ich, dass sich sehr wohl schon etwas verändert hat. Nicht nur meinem Gegenüber höre ich genauer zu, sondern auch mir selbst.

Neben diesen Eindrücken merke ich, dass ich Heimweh bekomme. Heimweh nach Cranfield. Ich habe mich in der recht kurzen Zeit so an das intensive Lernen und Leben auf dem Campus gewöhnt, dass ich es nun vermisse. Trotzdem sind die zwei Wochen des Weihnachts-Break wie nichts vergangen.

Viel zu schnell lässt man allerdings den inneren Schweinehund die Überhand gewinnen. Ich bin in den zwei Wochen gerade mal zwei mal beim Laufen gewesen. Das ist zu wenig, wenn ich den Marathon im Juni wirklich mitlaufen will. In den nächsten Wochen werde ich das entscheiden. 26.01.2007
Theme Selection


Heute mussten die Themes (Wahlthemen) für die 2. Hälfte des Studiums gewählt werden. Wir hatten in den vergangenen Wochen Briefings zu allen Kurzen erhalten und konnten uns so ein ganz gutes Bild machen

Am Ende habe ich mich für die folgenden Themes entschieden:

AMS ? Aligning Marketing and Supply Chain, ENT ? Entrepreneurship, MSI ? Managing Strategic Innovation, LIC ? Leading and Implementing Change, LS ? Leadership and Top Team Management. MMA ? Managing Mergers and Acquisitions werde ich als Audit belegen. Das heißt, ich kann die Sessions besuchen, muss aber keine Prüfung ablegen. OBPPD ? Organisational Behaviour and Personal and Professional Development ist auch in der 2. Hälfte Pflichtprogramm. Die anderen Themes, die zur Wahl standen waren PPM ? Program and Project Management, GLB ? Globalisation and Society, FIN ? Financial Management sowie Sprachen (Französisch, Spanisch und Deutsch).

04.02.2007
Sport


Was machen erfolgreiche Leute, wenn sie einen Ausgleich zu ihrem stressigen Job suchen? Genau! Sport ist einfach eines der besten Ventile, um Bewegungsmangel auszugleichen und gleichzeitig neue Energie zu tanken und Motivation zu finden. Kurz vor Weihnachten hatte ich damit angefangen, mehr oder weniger regelmäßig zu Laufen. Meist am Wochenende und einmal unter der Woche. Das lässt sich auch während des Studiums einrichten. Allerdings wird es im Winter dermaßen früh dunkel, dass ein Lauftraining fast nur am Wochenende möglich ist und Alternativen herhalten müssen. Ich habe früher etwas Fußball gespielt und habe mich dem MBA Football Team angeschlossen. Wir trainieren jeden Dienstag von 21h30 ? 23h00 in der Sporthalle auf dem Campus. Im Frühling wird das Team am MBA Worldcup in der Nähe von Boston teilnehmen. Mal sehen, ob ich bis dahin gut genug bin.

09.02.2007
Assessment Centre


Heute hatten wir eine Assessment Centre Simulation. Ein Team von professionellen Consultants, die solche Assessment Centre normalerweise für große Unternehmen durchführen hatte die Aufgabe uns so realistisch wie möglich unter die Lupe zu nehmen. Das hat gut funktioniert. Natürlich mussten wir alle unsere CVs vorher zustellen, hatten ein kurzen Competency Based Interview, mussten in Anzügen antreten und hatten eine Gruppenaufgabe zu lösen. Darüber hinaus bekamen wir noch eine Document Filing Aufgabe, die jeder selbst lösen musste. Obwohl ich mich bei dieser Aufgabe etwas überfordert fühlte, war das Ergebnis noch ganz passabel. Dieser Tag, insbesondere das gesammelte Feedback dazu, war sehr hilfreich, um einmal wieder einen Stand der Dinge im Bezug auf die eigene Person zu erhalten.

Diese Tage habe ich etwas Interessantes gehört: Im Rahmen des sog. European Leadership Awards wird Cranfield ab kommenden Jahr versuchen, mehr Stundeten aus Deutschland und anderen EU Ländern (außer UK), sowie der Schweiz und Norwegen, an den Campus zu bringen. Insgesamt gibt es fünf Stipendium in Höhe von je £10.000 aus. Das hört sich gut an! Die Chancen, eines dieser Stipendien zu bekommen ist hoch, angesichts der momentanen Studentenzahlen aus der EU.

30.03.2007
Wo bleibt nur die ganze Zeit?


Ich weiß, dass ich hier viel mehr schreiben sollte, aber um ganz ehrlich zu sein, ist es verdammt schwierig, bei all der Arbeitslast und den Freizeitcommitments die privaten Prioritäten richtig einzuordnen. Und zu diesen privaten Prioritäten gehören Freunde und Familie genauso wie das Pflegen eines Tagebuches.

Letzte Woche war ich für ein paar Tage zu Hause in München. Das 2. Viertel ist geschafft und ab nächster Woche geht es mit den Electives los. Die Learning Teams sind nun Geschichte und jeder muss sich seine Teams selbst aussuchen, mit denen er die Projekte und sonstiges Course Work erledigen will.

Ich bin mittlerweile auf wundersame Weise auch noch in der MBA Band aktiv geworden. Da Tobi (mit ihm war ich im 2. Term in einer Study Group) auch mal singen wollte, statt nur immer am Schlagzeug zu sitzen, habe ich ihm angeboten, das für ihn zu übernehmen. Allerdings mit der Bedingung, dass es sich um ein einfacher und wirklich nur EIN Stück handelt. Und so hatte ich meinen Spitznamen in der Band schon bevor wir das erste mal öffentlich auftraten: Thomas ?One Hit Wonder? Klatte :)

Abgesehen davon wurde ich mit der Planung für die Reise nach Boston zum Fußball Worldcup betreut. Während James sich um das Training des Teams kümmert, werde ich als Team Manager agieren und mich um Flüge, Hotels, Mietwagen und die Finanzen kümmern. Das ganze für ein Team von knapp 10 Leuten. Mal sehen, wo ich dafür noch die Zeit auftreiben kann. Aber das wird schon. Was das Training angeht, so treffen wir uns seit letzter Woche fünf mal die Woche: Mo/Mi/Fr um 07h00 zum Lauftraining und Di/Do um 18h00 zum Fußball Training. Da wir nur noch fünf Wochen Zeit haben, ist dieses hohe Pensum wohl angebracht.

Ich habe mich vor kurzen entschlossen, beim Marathon nicht mitzulaufen. Obwohl das sicher eine toller Erfahrung wäre ist mir das einfach zu viel. 03.05.2007
Wohl eines der besten Beispiele


Ich sitze gerade auf einem Flug von London Heathrow nach Boston, um mit einem Team von 17 am diesjährigen MBA Fußball Worldcup teilzunehmen. Direkt vor unserer Abfahrt am Campus in Cranfield hatten wir noch die Aufgabe innerhalb von wenigen Stunden einen selbstparkenden Sportwagen zu entwerfen, finanzieren und zu produzieren. Um ehrlich zu sein handelte es sich dabei um eine Simulation auf Basis von Lego FX Modulen. Dennoch war dies eine sehr bereichernde Übung.

Das Team, mit dem ich hier im Flieger sitze, besteht aus MBA Studenten aus zehn Nationen von vier Kontinenten. Eine typische Mischung eben. Obwohl ich der Manager des Teams bin und den Grossteil der Organisation gemacht habe, fühle ich mich nicht als würde ich eine große Last tragen. Ganz im Gegenteil. Ich hätte heute Mittag noch nicht mal dabei sein müssen. Das Team hätte mich nicht gebraucht. Das ist es wohl, was die Dozenten im Project Management Kurs meinten, als sie sagten, dass ein Projekt gut läuft, wenn der Projekt Manager nichts zu tun hat. In Cranfield scheint bei Teamwork einfach alles in die richtigen Plätze zu fallen. Obwohl ich offiziell der Team Manager bin, sind so viele Dinge aus dem Team selbst heraus entstanden. So wurden beispielsweise rund £1500 von verschiedenen Sponsoren beigebracht, andere haben sich um das Training gekümmert und ein Team Member war unentbehrlich, wenn es um die Kommunikation mit British Airways wegen Umbuchungen angeht

In drei Stunden werden wir recht müde landen und noch einen Absacker an der Hotelbar im Airport Hotel nehmen. Als Team. So wie das in Cranfield getan wird.

08.05.2007
Tuck University Football Worldcup


Es war großartig!

Nein, wir haben das Turnier nicht gewonnen. Wir sind noch nicht mal in die 2. Runde gekommen. Ein sportliches Highlight gab es allerdings: Ich habe ein Tor geschossen! In unseren Vorbereitungsspielen ist mir dies kein einziges mal geglückt. In den USA war es dann aber soweit! Aber das war eher Nebensache. Wir hatten eine fantastische Zeit, haben sehr viel gelacht und echten Teamgeist bewiesen. Alle anderen Teams, die am ersten der zwei Tage aus dem Turnier ausgeschieden waren, sind noch am Abend abgereist. Aber das wäre nicht gemäß dem Cranfield Spirit! Wir haben es uns in der local Bar mit Cocktails und New England Ale gut gehen lassen und haben mit vereinzelten Tuck Studenten bis spät Abends ?getagt?

Am nächsten Morgen sind wir dann wieder zum Sportfeld und haben die Mannschaft von Kellog angefeuert, da sie im Halbfinale als einzige aus unserer Gruppe noch im Rennen waren. Außerdem hatten wir am Samstag sehr netten Kontakt mit den Spielern während der Spielpausen. Das gleiche galt allerdings auch für einige der anderen Teams, insbesondere Yale und Ipade. Ein paar der anderen Teams waren eher isoliert, so dass wir mit ihnen kaum ein Wort wechselten.

Am Nachmittag sind wir dann zurück nach Boston gefahren, um dort am nächsten Tag noch etwas Sightseeing zu machen und Lobster zu essen. Der Trip hat sich wirklich gelohnt!
28.05.2007 7°C, WAC und Business Plan Wettbewerb

Ein langes Wochenende ist normalerweise immer ein Grund zur Freude. Gerade wenn die Woche davor sehr anstrengend und ereignisreich war, kommt ein extra Tag mit freier Zeiteinteilung sehr genehm. Wenn es dabei aber regnet und die Temperaturen gerade mal Kühlschrankniveau erreichen, ist das schon recht deprimierend. Aber so ist es nun mal in England. Das führt wenigstens dazu, dass man sich intensiver um seine Arbeit kümmert und dabei feststellt, dass am Ende des Tages noch genug Zeit zur Verfügung steht, gemütlich zu kochen oder einen Film anzusehen. Trotzdem wäre es mal wieder schön, die Sonne zu sehen

Wie eingangs schon erwähnt, war die Woche sehr anstrengend. Dienstag hatten wir im MSI Modul ein WAC mit ungewöhnlich frühem Abgabetermin nach 19,5 statt 26 Stunden und unmittelbar im Anschluss unsere Business Plan Präsentation im ENT Modul. Das WAC lief im Grunde sehr gut. Die meisten haben in Rekordzeit ihr Dokument erstellt und viele haben sogar 6 oder mehr Stunden Schlaf bekommen. Obwohl ich gegen 22 Uhr recht zuversichtlich war, dauerte es aber dann doch noch bis 4 Uhr morgens ehe ich mit meiner Arbeit zufrieden war.

Mit dementsprechend verknittertem Gesicht erschien ich dann auch zu unserer Business Plan Vorbesprechung für die 11 Uhr Präsentation. Wir gingen die PowerPoint Slides noch mal durch und nahmen ein paar kleine Änderungen vor. Die anschließende Präsentation lief sehr gut. Wir konnten unsere Punkte klar darlegen und hatten keine Probleme, die Fragen des Panels zu beantworten. Das Panel bestand aus einem Entrepreneur, einem Venture Capitalist und einem Business Angel, sowie Andrew Burke, unserem Dozenten und Leiter des Cranfield Bettany Centre for Entrepreneurial Performance and Economics

Auch die Präsentationen der anderen Gruppen haben sich in den letzten Wochen stark verbessert und ich konnte 3-4 der rund 10 Gruppen im Kampf um den Preis des besten Business Plans sehen. Am Ende haben wir mit unserer Idee knapp gewonnen und hätten somit die Chance nach Mailand zum Finale des Europaeischen Business Plan Wettbewerbs zu reisen. Unglücklicherweise ist dieser Wettbewerb aber zur gleichen Zeit wie unser IBE Trip (International Business Experience), so dass dieses Jahr bedauerlicherweise wohl kein Cranfield Team in Mailand teilnehmen wird

Während des IBE reisen MBA Studenten in Gruppen - begleitet von Faculty Staff - zu internationalen Besuchen von Unternehmen und Parteruniversitäten. Meine Wahl fiel auf Japan, andere fliegen nach China, Indien Südafrika, Brasilien, USA und Cuba. Mehr dazu in ein paar Wochen.
Dieser Artikel ist erschienen am 29.01.2007