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Theater um Hartz IV

(bor)
ALG II, Hartz IV, Ich AG ? das ist der Stoff, aus dem moderne Tragödien gemacht sind. Dramaturgen haben die Jobflaute als Thema entdeckt: ?Die Vollbeschäftigung?, ?Angebot und Nachfrage? oder ?Nur für Arbeitslose? heißen Stücke, die in deutschen Großstädten im Herbst Premiere haben.
ALG II, Hartz IV, Ich AG ? das ist der Stoff, aus dem moderne Tragödien gemacht sind. Dramaturgen haben die Jobflaute als Thema entdeckt: ?Die Vollbeschäftigung?, ?Angebot und Nachfrage? oder ?Nur für Arbeitslose? heißen Stücke, die in deutschen Großstädten im Herbst Premiere haben.In ?Café Umberto?, das im September im Düsseldorfer Schauspielhaus uraufgeführt wird, hat Moritz Rinke Arbeit suchende Akademiker im Visier. Für die Recherche hat der Autor, Jahrgang 1967, Wochen in Berliner Arbeitsagenturen verbracht, ?umringt von Soziologen, Quanten-Physikern, Gärtnern, Germanisten, Therapeuten, Biologen, Designern, Lehrern, Musikern, Architekten, Apothekern, Journalisten?. Künstlerisches Resultat: Ein Stück ?auf Augenhöhe mit dem Publikum?.

Die besten Jobs von allen

Denn Arbeitslosigkeit trifft längst nicht mehr nur ?Grubenarbeiter oder Top-Manager?, hat der Autor erkannt. Und wie sich Arbeitsmarktreform anfühlt, weiß Rinke jetzt auch: ?Wenn Sie die Arbeitszeiten für ein Drama umrechnen auf den Verdienst, machen Sie erst einmal einen Ein-Euro-Job."
Dieser Artikel ist erschienen am 09.09.2005