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Stuhl der HP-Direktoriumsvorsitzenden wackelt

Nach Angaben des US-Computerkonzerns Hewlett-Packard wird die Direktoriumsvorsitzende Patricia Dunn ihren Posten räumen, falls sie von ihren Kollegen im Führungsgremium darum gebeten werden sollte. Zuvor war bekannt geworden, dass Privatdetektive offenbar im Auftrag von HP die Telefondaten von Journalisten ausgespäht hatten.
HB SAN FRANCISCO. Zuvor war bekannt geworden, dass Privatdetektive offenbar im Auftrag von HP die Telefondaten von Journalisten ausgespäht hatten. ?Wir sind entsetzt darüber, dass die Telefonverbindungen von Reportern ohne deren Zustimmung abgerufen worden sind?, sagte ein HP-Sprecher der britischen Tageszeitung ?Financial Times?.HP hatte Anfang 2005 Detektive damit beauftragt, ein ?Leck? innerhalb des Führungsgremiums zu finden. Bei der Untersuchung stellte sich HP zufolge heraus, dass Direktoriumsmitglied George Keyworth unautorisiert Einzelheiten über Beratungen des Gremiums zum Rücktritt von Firmenchefin Carly Fiorina weitergegeben hatte. In dem Fall ermittelt seit mehreren Monaten auch die kalifornische Justiz. Sie prüft, ob bei den Untersuchungen Gesetze gebrochen wurden.

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Dieser Artikel ist erschienen am 08.09.2006