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Studium bietet ungenügende Vorbereitung

Juristen, Mediziner und Lehrer bemängeln an ihrem Studium eine ungenügende Vorbereitung auf die Arbeitswelt. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Hannoveraner Hochschul-Informations-Systems (HIS), die vom Bundesbildungsministerium in Auftrag gegeben wurde. Ärzte und Anwälte beanstanden fehlende Sachkenntnis und Praxisbezug, Lehrer hingegen unzureichende Sozialkompetenz.

Im Rahmen der Studie wurden 8.000 ehemalige Studenten interviewt, die 2001 ihren Hochschulabschluss absolviert hatten und ins Berufsleben starteten. Psychologen, sowie geistes- und wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge schnitten im Fächervergleich am besten ab. Zwar beurteilen Informatiker, Ingenieure und Naturwissenschaftler die fachliche Wissensvermittlung ihres Studiums als positiv, sehen jedoch Lücken in den so genannten Soft Skills wie Durchsetzungsvermögen, Verhandlungsgeschick, Konfliktmanagement oder Führungsqualität.
Dieser Artikel ist erschienen am 16.08.2004