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Studieren mit Calmund?

"Big Boss" Reiner Calmund muss sich strecken. Der Immobilien-Mogul Donald Trump landete mit seiner Job-Show "The Apprentice" nicht nur den amerikanischen TV-Hit der Saison. Inzwischen hat das Spektakel auch die Lehrpläne von US-Business-Schools erobert. MBA-Anwärter sollen in Knock-out-Kursen à la "Apprentice" Marketing und Management lernen. "Ein großartiges Programm über unternehmerische Herausforderungen", sagt Leonard Green, Dozent am renommierten Babson College, über das Show-Vorbild. Green lässt seine Studenten in konkurrierenden Teams Geschäftskonzepte entwickeln. Genau wie im Fernsehen. Von solch akademischen Weihen ist das RTL-Format "Big Boss" noch ein Stück entfernt. Calmund im Klassenzimmer kann man sich an der WHU Koblenz, der Handelshochschule Leipzig oder der European Business School (EBS) Oestrich-Winkel nicht vorstellen. Bei der EBS immerhin hat es Calmund schon mal ins Fernsehzimmer geschafft. Dienstag abends treffen sich EBS-Studenten dort zum "Big Boss" gucken. Ihr Interesse ist allerdings weniger akademisch: Eine Kommilitonin und ein Ehemaliger blamieren sich gerade bei der Casting-Show, so gut sie können.
Dieser Artikel ist erschienen am 06.12.2004