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Studenten in Westdeutschland leben teurer

Studenten jobben in westdeutschen Universitätsstädten weitaus mehr als in den neuen Bundesländern. Laut einer Studie des Deutschen Studentenwerks (DSW) arbeiten demnach Studenten in Westdeutschland durchschnittlich zehn Stunden pro Woche, in ostdeutschen Städten wie Dresden, Halle und Jena lediglich vier bis fünf Stunden.

Grund: In den westdeutschen Bundesländern sind die Lebenshaltungskosten im Durchschnitt höher. Während Studierende in westdeutschen Städten wie Bremen, Frankfurt am Main oder Köln durchschnittlich zwischen 280 bis 325 Euro an Miete aufbringen müssen, bezahlen Studenten in ostdeutschen Städten wie Dresden oder Jena 192 Euro. Auch bei den Kosten für Lebensmittel gibt es große Unterschiede: In den alten Bundesländern zahlen Studenten pro Monat 164 Euro für Lebensmittel, in den neuen Bundesländern hingegen 136 Euro.

Die besten Jobs von allen


Insgesamt haben Studenten monatlich in den westdeutschen Bundesländern durchschnittlich 786 Euro zur Verfügung, und in den ostdeutschen Bundesländern 666 Euro. Davon verdienen Studierende bundesweit etwa 325 Euro durch Nebenjobs.

Der Anteil der erwerbstätigen Studierenden in Deutschland liegt bei 68 Prozent. Allerdings jobben Studenten nicht, um sich zusätzlichen Luxus leisten zu können, sondern 56 Prozent betrachten es als notwendig für den eigenen Lebensunterhalt.

Des Weiteren kam das DSW zu dem Ergebnis, dass sich der wöchentliche Arbeitsaufwand bei fortgeschrittenem Alter und höherer Semesterzahl erhöht. Arbeiten 22- oder 23-jährige Studenten durchschnittlich sechs Stunden pro Woche, sind es bei Studierenden Ende 20 bereits zwölf Stunden. Gründe hierfür sieht Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, in dem Wegfallen von finanzieller Unterstützung durch Eltern und Bafög sowie mit dem Alter wachsende eigene familiäre Verpflichtungen.

Mehr Informationen: www.studentenwerke.de
Dieser Artikel ist erschienen am 24.08.2004