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Student gegen Cash

Wer zum Studieren in ein anderes Bundesland geht, soll das Geld dafür künftig mitbringen: nicht aus den eigenen Ersparnissen, sondern aus dem Haushalt seines Heimatlandes. Das fordern der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.
Das fordern der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, die damit die föderale Hochschulfinanzierung auf eine neue Grundlage stellen wollen. Derzeit weisen die Länder ihren Hochschulen Etats zu. Würden jedoch die Budgets an die Studenten gekoppelt, entstünde mehr Wettbewerb, ist BDI-Präsident Jürgen Thumann überzeugt. Organisiert werden könnte die Neuverteilung über Bildungsgutscheine oder Studienkonten. Sollten die Hochschulen künftig dafür belohnt werden, dass sie viele Studierende aus anderen Bundesländern ausbilden, würden vor allem die Unis der Hauptstadt profitieren. Denn mehr als die Hälfte der rund 141 000 Berliner Studenten sind keine Landeskinder.

(df)
Dieser Artikel ist erschienen am 27.04.2006