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Stiftungen unterstützen Studenten

Nicht einmal zwei Prozent aller deutschen Studenten bekommen zurzeit ein Stipendium. Doch das kann sich bald ändern. Wirtschaftsvertreter haben bereits angekündigt, künftig mehr Studenten zu fördern.
pam DÜSSELDORF. Die Unternehmen seien bereit, ?Geld in die Hand zu nehmen?, um bedürftigen Studenten zu helfen, sagte jüngst Jürgen Thumann, Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie. Bis aus derartigen Versprechen allerdings Realität wird, lohnt sich ein Blick auf die Angebote.Denn nicht nur viele Unternehmen, sondern auch Branchenverbände, Parteien oder private Stiftungen fördern bereits Studenten. Einige Stipendien sind jedoch auf verschiedene Fächer begrenzt. Manchmal gibt es die Unterstützung sogar nur für Studenten an ausgewählten Universitäten, für Auslandsaufenthalte oder nur, wenn der Geburtsort mit dem des privaten Gönners übereinstimmt.

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Bei der Suche nach dem passenden Angebot hilft das Internet. Dort gibt es beispielsweise beim Deutschen Stifterverband (www.stifterverband.de) eine spezielle Datenbank für Studenten.Sinnvoll sind Stipendien in vielerlei Hinsicht. So müssen die Gelder im Gegensatz zum Bafög, den Zuschüssen aus den Bildungsfonds oder auch der Unterstützung durch die staatseigene KfW Förderbank nach dem Studium nicht zurückgezahlt werden.Und die finanzielle Hilfe ist längst nicht alles. Viele Unternehmen vergeben die Stipendien an ausgewählte Studenten, um diese möglichst früh an den Konzern zu binden. Andere Stiftungen unterhalten Alumni-Netzwerke von ehemaligen Stipendiaten, die auch bei der späteren Karriere weiterhelfen und den Berufseinstieg erleichtern.
Dieser Artikel ist erschienen am 11.04.2005