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Steigende Nachfrage

Immer mehr Abiturienten entscheiden sich dafür, Wirtschaftsingenieurwesen zu studieren. Innerhalb von 20 Jahren hat sich die Studentenzahl auf 43.000 vervierfacht. Dennoch kann von einer Schwemme auf dem Arbeitsmarkt keine Rede sein. Denn der Bedarf auf Unternehmensseite ist in den vergangenen Jahren ebenfalls deutlich gewachsen. Das berichtet das Job- und Wirtschaftsmagazin karriere in seiner am 27. Mai erscheinenden Ausgabe.So suchten laut einer Analyse des Personaldienstleisters Adecco im vergangenen Jahr knapp zehn Prozent mehr Unternehmen Wirtschaftsingenieure als 2003. Aktuell liegt die Zahl der suchenden Firmen noch mal gut sieben Prozent über dem Vorjahr. Nachgefragt werden die Wirtschaftsingenieure vor allem für Einkauf, Vertrieb und Projektmanagement. Automobilzulieferer Bosch erhöht seinen Personalbedarf an Naturwissenschaftlern und Ingenieuren in diesem Jahr um 1.700, gut zehn Prozent davon werden Wirtschaftsingenieure sein. Auch Audi wird in diesem wie im nächsten Jahr 600 Ingenieure einstellen, darunter ebenfalls zahlreiche Wirtschaftsingenieure.

Die besten Jobs von allen

Der Unterschied zwischen Automobilhersteller und Zulieferer zeigt sich im Gehalt. Während Audi Einsteigern je nach Ausbildung und Zusatzqualifikation wie Promotion zwischen 43.000 und 48.000 Euro zahlt, können Absolventen bei Zulieferern wie Kuka in Augsburg nur mit 38.000 bis 42.000 Euro rechnen. Generell liegt das durchschnitt­liche Einstiegsgehalt eines FH-Absolventen laut Zahlen des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) bei rund 37.500 Euro, ein Uni-Absolvent steigt in der Regel mit rund 40.600 Euro ein. Promovierte Berufsanfänger können mit einem Jahresgehalt von fast 46.000 Euro rechnen.Mehr Informationen zum aktuellen Arbeitsmarkt für Wirtschaftsingenieure stehen in der Juni-Ausgabe von karriere, die am 27. Mai 2005 erscheint.
Dieser Artikel ist erschienen am 24.05.2005