Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

Steigende Kassenbeiträge nach Aktiengewinnen

Gesetzliche Krankenkassen dürfen in ihrer Satzung festlegen, dass sich die Beiträge nicht nur nach dem Arbeitseinkommen, sondern auch nach anderen Einnahmen richten.
Wer freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse versichert ist, muss höhere Beiträge in Kauf nehmen, wenn er bei Aktienspekulationen Gewinne macht. Nach einer Entscheidung des Sozialgerichtes Münster dürfen Krankenkassen in ihrer Satzung festlegen, dass sich die Kassenbeiträge nicht nur nach dem Arbeitseinkommen, sondern auch nach anderen Einnahmen richten. Dies gilt allerdings nicht für Pflichtversicherte, bei denen allein die Lohnhöhe maßgeblich ist. Ein selbständiger Gastwirt und erfolgreicher Aktienspekulant hatte gegen seine Kasse geklagt, weil sie höhere Beiträge von ihm gefordert hatte.
Dieser Artikel ist erschienen am 22.04.2002