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Staat hilft beim Sprung ins Ausland

Von Patrick Mönnighoff
Ein Aufenthalt im Ausland ist im Lebenslauf mittlerweile Pflicht. Allerdings kostet ein Semester in Indien, Australien oder den USA zusätzliches Geld. Der Staat bietet Unterstützung an.
Das so genannte ?Auslandsbafög? umfasst neben den Lebenshaltungskosten auch einen Vollzuschuss für Reiseaufwendungen und bis zu einer Höhe von 4 600 jährlich auch für Studiengebühren. Diesen Zuschuss muss der Student nicht zurückzahlen. Kein Wunder also, dass diese spezielle Förderung immer beliebter wird. Allein von 1989 bis 2003 hat sich die Zahl der Geförderten nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung auf fast 19 000 mehr als verdoppelt.Normalerweise können nur Studenten, die auch im Inland Bafög beziehen, die Förderung für das Studium im Ausland bekommen. Für Studienaufenthalte außerhalb der Europäischen Union wird jedoch ein Auslandszuschlag gewährt, solange die Lebensunterhaltungskosten in dem Zielland über denen in Deutschland liegen. Dieser Zuschlag kann in einigen Ländern wie Japan bis zu 315 Euro pro Monat betragen. Durch diesen Effekt verschiebt sich auch die Einkommensgrenze der Eltern nach oben. In einigen Fällen kann daher auch ein Student, der kein Inlandsbafög bekommt, Auslandsbafög erhalten.

Die besten Jobs von allen

Wer die Förderung beantragen will, muss sich an das für das jeweilige Zielland zuständige Amt wenden.
Dieser Artikel ist erschienen am 11.04.2005