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Sprachlos in Seattle

Claudia Obmann
Englisch eingerostet und Französisch gerade so lala? Daran lässt sich arbeiten auch neben dem Job. Wer vor ausländischen Kunden und Geschäftspartnern bestehen will, kommt ohne fundierte Fremdsprachen-Kenntnisse nicht mehr aus. Junge Karriere zeigt, wie Sie in zehn Schritten den optimalen Sprachkurs für sich finden.
Wer Studierende oder Berufstätige danach befragt, was sie gerne können würden und was sie noch lernen möchten, der kriegt fast immer spontan die Antwort: Fremdsprachen. Virtuos eine fremde Sprache zu sprechen, hat viele positive Effekte: Es vermehrt die Karrieremöglichkeiten, es vergrößert den Genuss bei privaten Urlaubsreisen und es trägt zu einer enormen Stärkung des Selbstbewusstseins bei.

Angehende Sprachschüler aber haben vor allem ein Problem: Sie müssen aus einem riesigen Angebot wählen. Volkshochschulen und Unis konkurrieren mit Privatlehrern und Sprachschulketten, die wiederum mit Seminarveranstaltern im Ausland wetteifern. Wer in diesem Dschungel den richtigen Kurs finden will, sollte mit System vorgehen.

Die besten Jobs von allen


1. Ziel definieren

Geht es nur darum, sich mit Geschäftspartnern stotterfrei am Telefon oder beim Essen über alltägliche Themen unterhalten zu können? Dann reicht bereits ein Konver-sationskurs. Volkshochschulen bieten solche Übungsrunden für die gängigen Sprachen wie Englisch, Französisch und Spanisch am günstigsten an.

Wer sich dagegen gezielt fachsprachliche Kenntnisse für Juristen oder die EDV-Branche aneignen muss, ist bei regionalen und bundesweiten Sprachschulen richtig. Sie trainieren mit ihren Schülern in simulierten Telefonkonferenzen, Meetings und Präsentationen, Geschäftspartner souverän in einer fremden Sprache zu überzeugen. Wer allerdings "Farsi für Flughafen-Manager" belegen will, sollte gleich bei den internationalen Ketten wie Berlitz oder Inlingua anfragen.

Wer neben Konversationsfähigkeit und Fachvokabular auch noch interkulturelle Kompetenz braucht, um in China, Japan oder Korea mitreden und die Feinheiten fremder Kommunikationsrituale deuten zu können, braucht wiederum Anbieter, die sich auf mehr als die reine Sprachvermittlung verstehen, wie zum Beispiel das Landesspracheninstitut NRW.

2. Zeitrahmen stecken

Ob Einsteiger oder Executive das eigene Lerntempo bestimmt die Kurswahl. Es gibt bei vielen Anbietern zwar Abend- oder Morgenkurse für Berufstätige beziehungsweise Wochenend-Trainings. Doch um sich möglichst flott in einer fremden Sprache unterhalten zu können, empfiehlt sich ein Sprachkurs im Ausland. Experten sind sich einig, dass selbst ein kurzer Auslandsaufenthalt mehr bringt als jede noch so fleißige Vokabel- und Grammatik-Paukerei zu Hause. Wer auf Geld keine Rücksicht nehmen muss, sich sehr individuell und nach dem persönlichen Zeitplan coachen lassen will, kann auch einen Language Consultant wie den Hamburger Mark Wolkanowski in Anspruch nehmen.
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3. Intensität festlegen

Allgemeinsprachliche Standardkurse haben 20 Wochenstunden, Intensivkurse beginnen bei 25 Einheiten. Crashkurse haben mindestens 40 Stunden pro Woche und verlangen nach einer beruflichen Auszeit. Die Dauer der Unterrichtsstunden variiert dabei von Schule zu Schule zwischen 45, 50, 55 und 60 Minuten.

4. LehrMethode wählen

Die so genannte Direktmethode, die vor fast 125 Jahren von Maximilian Berlitz erfunden wurde, ist die am weitesten verbreitete Unterrichtsform. Von Anfang an wird in der fremden Sprache kommunikations- und situationsbezogen unterrichtet. Für das ergänzende Selbststudium stehen interaktive Computerprogramme zur Verfügung.

Bei der sugestopädischen Methode, wie sie unter anderem von der GIT in Bergisch Gladbach angewendet wird, finden einzelne Intensiv-Seminare in einem Ambiente statt, das nicht nach Schule riecht. Um speziell das Sprechvermögen der Schüler zu verbessern, wechselt alle 20 Minuten der Lernrhythmus: Rollenspiele, singen, lesen, Vorträge halten das aufwändig inszenierte gehirngerechte Sprachtraining erinnert an das spielerische Lernen von Kindern. In der sechswöchigen Nachbereitungsphase sollen dann Telefonate, Audio-CDs und Computerprogramme das neu erworbene Wissen festigen.

5. Seriosität checken

Ein guter Anbieter sollte dem Interessenten die wichtigen "W"-Fragen was, wann, wo, wofür stellen, um ein optimales Angebot zu unterbreiten. Ein mündlicher und schriftlicher Einstufungstest vorab ist unerlässlich, mindestens eine kostenlose Probestunde sollte drin sein und das Lehrmaterial nicht nur verliehen werden.

Die Fristen, um eine Unterrichtsstunde kostenlos abzusagen oder zu verschieben, sollten auf Berufstätige abgestimmt sein. Bei Standard- ebenso wie bei Intensivkursen sollte es mindestens drei unterschiedliche Leistungsstufen mit Angabe der sprachlichen Vorkenntnisse, Inhalte und Ziele geben.

6. Lehrer begutachten

Erkundigen Sie sich nach der Qualifikation Ihres Kursleiters. Im Idealfall ist er ein bei der Schule fest angestellter Muttersprachler, der einen sprachwissenschaftlichen Universitätsabschluss besitzt und der selbst regelmäßig didaktisch-pädagogische Fortbildungen besucht.

Sinnvoll, speziell bei fachsprachlichem Unterricht, sind eigene Erfahrungen des Lehrers in einem internationalen Unternehmen.

7. Kursgrösse bestimmen

Die Teilnehmerzahl von Gruppenkursen liegt in der Regel zwischen zehn und 16, die der Minigruppen zwischen vier und acht, Intensivkurse sind noch kleiner. Der besonders bei Sprachreisen beliebte Kombi-Unterricht gilt als die effizienteste Lernmethode: Gruppenunterricht am Vormittag mit maximal acht Teilnehmern, ergänzt um Einzelunterricht am Nachmittag, bei dem der Lehrer die individuellen Schwächen des Schülers ausbügelt.

8. Auf Zertifikate achten

Lassen Sie sich nicht von wohlklingenden Werbeslogans wie einem Training zum "International Secretary" oder "Office Manager" blenden. Institutseigene Bescheinigungen sind oft das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. Stattdessen sollten Sie möglichst international anerkannte Sprach-Zertifikate des jeweiligen Landes erwerben (Übersicht siehe Kasten auf Seite 64).

9. Preise vergleichen

Professionelle Hilfe geht ins Geld. Grundsätzlich gilt, je anspruchsvoller die Bedürfnisse, desto teurer der Kurs. Beispiel Englisch: Soll ein offizielles Fremdsprachen-Zertifikat erworben oder ein gutes Sprachtest-Ergebnis bei der Einstellung erzielt werden, kommt etwa ein Spezial-Training für den TOEIC- Einstufungstest in Frage, mit dem so mancher Arbeitgeber den Bewerbern oder auch seinen Angestellten auf den Zahn fühlt. Solch ein Kurs kostet ab zirka 1.000 Euro. Für den Vorbereitungskurs zu einem der insgesamt sieben Sprach-Zertifikate der renommierten Cambridge University müssen mindestens 720 Euro für insgesamt 64 Unterrichtseinheiten kalkuliert werden.

Wenn Sie Ihr schon vorhandenes Business-English zur Verhandlungsreife bringen wollen, der Terminkalender jedoch längere Auszeiten verbietet, ist teure Maßarbeit gefragt. Linguarama gilt als Spezialist in Sachen Sprachtraining für Geschäftsleute. 2.800 Euro kosten beispielsweise fünf Tage à acht Stunden Einzelunterricht inklusive Videoaufzeichnung. Dafür kann sogar noch während Lunch und Zigarettenpause mit dem Lehrer gefachsimpelt werden.

Ein genauer Preisvergleich lohnt allemal, denn die Kurskosten der verschiedenen Anbieter variieren um bis zu 30 Prozent. Ganz besondere Schnäppchen lassen sich derzeit übrigens bei Sprachreisen machen. Barbara Engler von der Aktion Bildungsinformation, der Stuttgarter Verbraucherschutz-Organisation in Sachen Sprachkurse, weiß: "Englisch-Trainings auf Malta oder in Südafrika sind momentan deutlich günstiger als in Großbritannien. Eine Woche Intensiv-Unterricht kostet dort nur rund 500 Euro."

Und wer als Student oder Berufstätiger einen billigen Weg sucht, der nicht Volkshochschule heißt, ist gut beraten, mal in das Vorlesungsverzeichnis der nächstgelegenen Uni zu gucken. Hier kostet es nur die Studiengebühr. Auch Nicht-Studierende können als Gasthörer dabei sein, jedoch kein Zertifikat erwerben.

10. Arbeitgeber beteiligen

Wer seinem Chef das Ergebnis des Sprachtests und ein detailliertes Angebot der Wunsch-Sprachschule samt angestrebtem Abschluss-Zertifikat vorlegt, beweist Engagement. Das begünstigt Verhandlungen über eine Beteiligung des Arbeitgebers an der Weiterbildung.

Jenseits der Bildungsurlaubs-Variante ist auch folgendes Modell denkbar: Der Arbeitnehmer opfert seinen Urlaub, das Unternehmen übernimmt dafür die Kurskosten komplett oder teilweise.

Top-Seminar-Anbieter im Überblick

Berlitz
Hauptstr. 81 - 85, 65760 Eschborn, 0 61 96.40 05 00, Tsprachen@berlitz.de, www.berlitz.de
Zielgruppe: vermittelt 44 Sprachen von American English bis Zulu, vom Basis- bis zum Executive-Niveau. Gruppen- oder Einzelunterricht lassen sich um interkulturelles Training ergänzen.
Veranstaltungsorte: 350 Sprachcenter weltweit, davon 47 in Deutschland.
Kurstipp: Language Professional Das einjährige Vollzeit-Training vermittelt berufsbezogene Kenntnisse in Französisch, Englisch und Spanisch und wird ergänzt durch interkulturelles Know-how, betriebliches Basiswissen und Marketing-Grundlagen. Ein Rhetorik- und ein Bewerbungsseminar runden den Unterricht ab. Abgeschlossen wird in Englisch beispielsweise mit dem anerkannten Cambridge First Certificate. Maximal 15 Teilnehmer pro Kurs.
Materialkosten und Einschreibegebühr: 1.000 Euro plus monatlich 699 Euro

Carl Duisberg Centren
Hansaring 49-51, 50670 Köln, 02 21.16 260, info@cdc.de, www.cdc.de
Zielgruppe: Berufstätige, Studenten und Jungakademiker, die ihre Sprachkenntnisse in Englisch, Französisch, Spanisch oder Italienisch erweitern wollen. Kurse vom Einstiegsniveau bis zum Geschäftsgebrauch inklusive Fachsprachentraining oder Auslandspraktikum. Auf Anfrage Aufbaukurse in exotischen Sprachen wie Chinesisch oder Koreanisch.
Veranstaltungsorte: 8 Zentren im Inland sowie Institute in Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien, ferner USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Südafrika.
Kurstipp: 4 bis 12 Wochen Intensivkurs English for International Business Communication im australischen Brisbane; durchgeführt von der University of Queensland.
Preis: 4 Wochen ab 1.715 Euro inklusive Unterkunft und Verpflegung

G.I.T-Seminare
Siebenmorgen 45, 51427 Bergisch-Gladbach, 0 22 04.9 26 50, info@git-seminare.de, www.git-seminare.de
Zielgruppe: vom Einsteiger bis zum Top-Manager, die ihr englisches Sprachvermögen in einem Intensiv-Seminar nach sugestopädischer Methode aufbessern wollen.
Veranstaltungsorte: Seminar-Hotels im Raum Köln, in Bayern und in Baden-Württemberg
Kurstipp: Alle sieben Seminarstufen bestehen aus folgenden Komponenten: 4,5 Tage à 13 Stunden Gruppenkurs, ergänzt um ein sechswöchiges Nachbearbeitungsprogramm mit Audio-CDs, Software und telefonischen Gesprächssimulationen.
Preis: je 1.600 Euro

Inlingua
Große Sandkaul 19, 50667 Köln, 02 21. 9 25 26 42, inlingua-germany@ t-online.de, www.Inlingua.de
Zielgruppe: Berufsbezogene Sprachprogramme für Geschäfts- und Privatkunden. Wahlweise Einzel- oder Gruppentraining sowie Crashkurse für alle Sprachen. Vorbereitung und Durchführung internationaler Sprachprüfungen plus staatlich anerkannte Ausbildungen, etwa zum Fremdsprachenkorrespondenten.
Veranstaltungsorte: 300 Institute weltweit und in 68 deutschen Städten vertreten.
Kurstipp: Vorbereitungskurs auf eines der drei Cambridge Business English Certificates (BEC). 3 bis 6 Teilnehmer lernen gemeinsam rund 4 Monate in 64 Trainingseinheiten à 45 Minuten.
Preis: ab 720 Euro

Landessprachen Institut NRW
Postfach 10 15 65, 44715 Bochum, 02 34.6 87 41 50, lsi@lsi-nrw.de, www.lsi-nrw.de
Zielgruppe: Crash-Kurse für Diplomaten oder Manager, die schnellstens in Arabisch, Chinesisch, Japanisch oder Russisch fit werden müssen und korrektes Verhalten im fremden Kulturkreis erlernen wollen; Koreanisch und Polnisch auf Anfrage.
Veranstaltungsort: Bochum
Kurstipp: dreiwöchiger Japanisch-Grundkurs mit maximal 12 Teilnehmern, der auf einem sechswöchigen computergestützten Selbststudium aufbaut. Gelehrt werden Kommunikation im Alltag, Lesen und Schreiben einfacher Texte.
Preis: Die subventionierten LSI-Kurse sind preislich für Studenten, Privatleute, Beamte und Firmenkunden gestaffelt. Einstiegspreis ab 370 Euro plus Unterkunft und Materialien

Linguarama
Steinstr. 30, 40210 Düsseldorf 402 11.8 67 69 90, webinfo@linguarama.com, www.linguarama.com
Zielgruppe:
Unternehmen und Geschäftsleute, die in einer von 30 Sprachen Einzeltraining oder Gruppenunterricht benötigen. Ob geschicktes Präsentieren, die Leitung internationaler Diskussionsrunden oder geschliffen verhandeln die Trainings werden zeitlich und inhaltlich individuell auf die Anforderungen der Kunden zugeschnitten.
Veranstaltungsorte: 8 deutsche und 13 weitere Niederlassungen in Europa
Kurstipp: Power-Track-Einzeltraining von 9.30 bis 17.30 Uhr einschließlich Arbeitsessen mit dem Trainer und Videoaufzeichnung beispielsweise für sicheres Präsentieren oder Moderieren.
Preis: Der für jedes Sprachniveau und Lernziel verfügbare Intensivkurs kostet 2.800 Euro pro Fünf-Tage-Woche.

Spezialisten für Sprachreisen

EF Corporate Language Training
Markgrafenstr. 58, 10117 Berlin, 0 30.20 34 72 50, corporate.de@ef.com, www.ef.com
Zielgruppe: Fach- und Führungskräfte, die sich in international besetzten Kursen Englisch, Französisch, Spanisch oder Italienisch für den Geschäftsalltag aneignen oder sich berufsspezifische Fremdsprachen-Kenntnisse in Kleingruppen antrainieren wollen.
Veranstaltungsorte: London, Cambridge, Boston, Miami Beach, Malta, Paris, Nizza, Barcelona, Rom
Kurstipp: Themenwoche Vertrieb & Marketing in Cambridge Geübt werden in Gruppen mit maximal acht Teilnehmern Präsentationen von Markt- und Konkurrenzanalysen, Beschreibungen von Produkten und Trends sowie Verkaufsstrategien und geschickte Vertragsverhandlungen.
Preis: 5 Tage mit 30 Unterrichtseinheiten à 40 Minuten: 1.650 Euro inkl. Unterkunft in Gastfamilie und Verpflegung.

York Associates
Peasholme House, St.Saviours Place, York, YO1 7PJ, England, 00 44.19 04.62 42, training@york-associates.co.uk, www.york-associates.co.uk Zielgruppe: Einzel- und Kleingruppen-Training für Führungskräfte, die geschliffenes Business English benötigen, plus Spezialkurse für Personaler, Juristen und Finanzexperten.
Veranstaltungsort: York
Kurstipp: Individual plus group pro Tag drei Stunden Einzelunterricht, ergänzt um drei Stunden in der Gruppe mit maximal sechs Teilnehmern. Geübt werden Präsentationen, Telefonate, Meetings, Konversation sowie das Verfassen geschäftlicher Dokumente.
Preis: pro Woche 1.675 Euro plus Kosten für Unterkunft und Verpflegung in einem Akademikerhaushalt.

Lisa! Reisen Kreuzstr. 1a, 04103 Leipzig, 03 41.7 02 68 68, mail@lisa-reisen.de, www.lisa-reisen.de
Zielgruppe: junge Erwachsene und Berufstätige im Alter von 20 bis 36 Jahren, die Sprachenlernen mit Urlaubsatmosphäre verbinden wollen.
Veranstaltungsorte: USA, Kanada, Neuseeland, Großbritannien, Südafrika, Malta, Bahamas
Kurstipp: Englisch-Starkurs auf Malta eine Woche Einzelunterricht mit 20 Lektionen à 45 Minuten. Kombinierbar mit einem Strandhotel, in dem der Rest der Familie den Badeurlaub verbringt.
Preis: 528 Euro plus Unterkunft und Verpflegung.

OISE Sprachtraining Poststr. 48, 69115 Heidelberg, 0 62 21.90 58 20, heidelberg@oise.net, www-oise.net Zielgruppe: Englisch-, Französisch- und Spanisch-Kurse für die Aus- und Weiterbildung sowie Vorbereitungskurse für international anerkannte Sprachprüfungen.
Veranstaltungsorte:
Oxford, Cambridge, Bristol, London, Boston, Sydney, Paris, Madrid
Kurstipp: Exam preparation course in Oxford In Gruppen von maximal acht Teilnehmern wird für das First Certificate of English (FCE) oder das Certificate of Advanced English (CAE) der Universität Cambridge gebüffelt. Der Kurs mit 20 Wochenstunden lässt sich um Einzelunterricht ergänzen.
Preis:
4.430 Euro inklusive Unterkunft und Verpflegung, bei einer Kursdauer von mindestens zehn Wochen.

Virtuelles Klassenzimmer - Sprachen lernen am PC

Für Berufstätige, die in Eigenregie Vokabeln und Grammatik büffeln wollen und genügend Selbstdisziplin aufbringen, lohnt der Blick ins Web oder der Griff zur PC-Software auf CD-ROM. Vorteil des Silberlings: Für intensive Übungen lassen sich interaktive Videos und Spracherkennung nutzen. Die Preise für sinnvolle PC-Pauker für den Geschäftsalltag beginnen bei rund 50 Euro. Besonders empfehlenswerte Bildungsprogramme sind mit der Comenius-Medaille der Paderborner Gesellschaft für Pädagogik und Information aus-gezeichnet oder tragen das Digita-Logo des Berliner Instituts für Bildung in der Informationsgesellschaft. Unter www.bs-atlas.de findet sich ein Marktüberblick zu insgesamt 340 PC-Programmen für fast alle Sprachen.

Zur ausgezeichneten Sprachlern-Software für Englisch zählen:

Career Strategies, Business English:
ein Basis-Sprachkurs für Wirtschaftsenglisch, Cornelsen Verlag, 49,95 Euro.

The Multimedia Business English Course:
Wirtschaftsenglisch für Fortgeschrittene; Max Hueber Verlag, 49,95 Euro.

Sunpower:
trainiert sehr weit fortgeschrittene Lernende in der optimalen Gesprächs- und Verhandlungsführung, Max Hueber Verlag, 99,95 Euro.

Der Fremdsprachenunterricht im Web fällt qualitativ sehr unterschiedlich aus. Es gibt keine verbindlichen Gütekriterien für diese Art des Fernunterrichts. Außerdem wird online noch längst nicht jede Sprache in jeder Lernstufe speziell für deutsche Schüler dargeboten. Für Englisch-Anfänger in jedem Fall empfehlenswert:

www.englishtown.com:
Für eine Monatspauschale von 45 Euro stehen über 45 Kurse in sieben Lernstufen bis zum Business English zur Wahl, ergänzt durch 30 Konversationsrunden sowie spezielle TOEFL/TOEIC-Testvorbereitungen. Der Einstieg ist nach dem Einstufungstest jederzeit möglich. Die Tutoren entwerfen einen persönlichen Lernplan, korrigieren Schriftliches und geben Feedback zur Leistung in der Konversationsrunde. Bei erfolgreichem Abschluss gibt es ein Zertifikat von der Suffolk-Universität (USA). Nach einem 14-tägigen Gratis-Probe-Abo müssen sich Teilnehmer für mindestens drei Monate verpflichten.

Dieser Artikel ist erschienen am 17.04.2003