Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

Speziell oder generell?

Es gibt 130 verschiedene verfahrenstechnische Studiengänge in Deutschland. Welcher ist richtig für wen?
Es gibt 130 verschiedene verfahrenstechnische Studiengänge in Deutschland. Welcher ist richtig für wen?

Eberhard Löwe: Kandidaten, die sich zu Studienbeginn noch nicht auf eine bestimmte Tätigkeit oder einen bestimmten Industriezweig festlegen wollen, empfehle ich ein Studium der Verfahrens-, Prozess- oder Anlagentechnik, gegebenenfalls auch der Umwelt- oder Umweltverfahrenstechnik. Denn mit einem solchen Studium kann sich der Absolvent entsprechend seinen Neigungen später schnell in jedes verfahrenstechnische Gebiet einarbeiten. Für diejenigen, die ein ausgeprägtes biologisches Interesse haben, bieten sich die Studiengänge Bio-Verfahrenstechnik, Bio-Ingenieurwesen, Lebensmitteltechnik und Life Science an. Hier wird man zum Fachmann für Stoffumwandlung durch Mikroorganismen. Die Studiengänge Chemieingenieurwesen, Chemietechnik und Technische Chemie sind chemisch orientierte Studiengänge mit verfahrenstechnischem Bezug. Das gilt - wenn auch in unterschiedlichem Maße - ebenso für Studiengänge wie Papiertechnik, Holztechnik, Glas- und Keramiktechnik, Pharma- oder Kunststofftechnik. Diese Studienangebote sind auf die Bedürfnisse spezieller Branchen und häufig auch auf mittelständische Unternehmen zugeschnitten.

Die besten Jobs von allen


Eberhard Löwe ist Professor für Thermische Verfahrenstechnik an der Technischen Fachhochschule Berlin und Vorsitzender des Fachbereichstages Verfahrenstechnik.
Dieser Artikel ist erschienen am 25.04.2002