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Softwareentwickler sind weiter gefragt

Quelle: Personalmarkt
Sie gelten gemeinhin als introvertiert, spezialisiert und nachtaktiv. Ihr Know-how jedoch ist gefragt. Softwareentwickler liegen im Trend. Sie entwerfen, programmieren, überprüfen und warten mehr oder minder komplexe Software. Und lassen sich ihr Spezialwissen gut bezahlen - was das Gehaltsbarometer beweist.
Kein Wunder, denn in knapp 80 % aller Stellenanzeigen werden für Softwareentwickler Kenntnisse in mindestens einer Programmiersprache vorausgesetzt. Das ergab eine Studie des CDI. Inzwischen beherrschen viele Softwarespezialisten bereits die Programmiersprachen der dritten und vierten Generation. Dabei ist das eigentliche Programmieren nur eine von vielen Phasen eines IT-Projektes, in das ein Softwareentwickler eingebunden sein kann.Lebenslanges Lernen gehört dazu

Die besten Jobs von allen

Fest steht: Die Branche ist schnelllebig. ?Ein Alter von 35 Jahren gilt in der Branche schon als ?Knackigkeitsgrenze?, ab 40 ist man ein ?Dinosaurier?, berichtet Jens Simon. Der 40jährige Softwareentwickler, der bei einem großen IT-Dienstleister arbeitet und dort Individuallösungen und Anwendungen rund um die großen Standardsysteme programmiert, fügt hinzu: ?Die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen ist absolut notwendig.? Die Zyklen einzelner Programmiertechniker werden immer kürzer.Ebenso wie die Ansprüche an das technische Know-how eines Softwareentwicklers wachsen vergrößert sich das Spektrum seiner Tätigkeiten. Natürlich liegt der Aufgabenschwerpunkt nach wie vor in der Entwicklung oder Weiterentwicklung von Software. Immer größere Bedeutung jedoch erhalten die Konzeption, die Implementierung sowie die Evaluierung von IT-Projekten.Die beste Voraussetzung ist immer noch ein Studium Die beste Voraussetzung für die Arbeit als Softwareentwickler ist immer noch ein Universitäts- oder Fachhochschulstudium. Es muss nicht immer Informatik sein. Auch Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Mathematik, Naturwissenschaften oder Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Informatik sind gern gesehen bei potentiellen Arbeitgebern.Die höchsten Gehälter zahlt die Industrie Fachwissen und Leistungsbereitschaft werden honoriert. Die höchsten Gehälter zahlt nach wie vor die Industrie: Hier kommen Softwareentwickler auf ein Bruttojahresgehalt von rund 49 800 Euro (2004). Dabei konnten sie ihr Gehalt gegenüber dem Vorjahr um mehr als 1 000 Euro steigern (2003: 48 600 Euro). Es folgt der Dienstleistungssektor: Hier erreichen Softwareentwickler ein Jahresgesamtgehalt von rund 46 700 Euro (im Vergleich dazu 2003: 46 000 Euro). In dem für Softwareentwickler klassischen Sektor der IT-Technologie liegen die Jahresgehälter deutlich niedriger, nämlich bei 44 900 Euro jährlich (im Vergleich dazu 2003: 44 500 Euro). Schlusslicht ist der Handel: Softwareentwickler, die in hier arbeiten, verdienen etwa 43 850 Euro jährlich. Sie konnten lediglich eine minimale und daher zu vernachlässigende Gehaltssteigerung erzielen (2003: 43 800).Hier finden Sie eine Grafik mit einem Gehaltsvergleich der Jahre 2003 und 2004.Übrigens: Der einsame Computerfreak ist längst passé. Jens Simon: ?Auch Softwareentwickler müssen team- und kommunikationsfähig sein und ihre Arbeit gut präsentieren können.?Entscheidend für die Höhe des Gehalts ist natürlich nicht nur die Funktion, sondern zahlreiche weitere Faktoren wie Branche, Standort des Unternehmens, Ausbildung und Berufserfahrung und viele andere Kriterien. Wer den eigenen Marktwert genau bestimmen lassen möchte, kann bei Handelsblatt.com eine umfassende und individuelle Gehaltsanalyse machen lassen.
Dieser Artikel ist erschienen am 19.07.2004