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So meistern Sie heikle Momente

Quelle: Alwart + Team; eigene Recherchen
Grundsätzlich sollte der Vorgesetzte das Gespräch führen. Tut er das nicht, sollte der Mitarbeiter durch gezielte Fragen die Zügel in die Hand nehmen, die Ergebnisse seiner Arbeit präsentieren und die ihm wichtigen Punkte ansprechen. So zwingt er auch unvorbereitete Chefs zu klaren Aussagen.
Vom Chef kommt nichts:
Grundsätzlich sollte der Vorgesetzte das Gespräch führen. Tut er das nicht, sollte der Mitarbeiter durch gezielte Fragen die Zügel in die Hand nehmen, die Ergebnisse seiner Arbeit präsentieren und die ihm wichtigen Punkte ansprechen. So zwingt er auch unvorbereitete Chefs zu klaren Aussagen

Ihre Wünsche spielen keine Geige:
Verpacken Sie Ihre eigenen Ziele in unternehmerische Überlegungen. Beispiel: "Um unsere Marktposition zu sichern, habe ich mir folgende Strategie überlegt ... Dafür müsste folgendes Projekt aufgesetzt werden ... Wenn Sie das für einen brauchbaren Vorschlag halten, würde ich mich gerne weiter darum kümmern ...

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Die Ziele sind unrealistisch:
Ein Beispiel herausgreifen und die Umsetzung durchspielen. Nachfragen, ob drohende Folgen wie sinkende Kapazitäten im Tagesgeschäft, höhere Kosten und Wartezeiten in Sinne des Chefs sind

Sie haben Leichen im Keller:
Proaktiv vorgehen, Fehler möglichst von sich aus ansprechen und zugleich erläutern, was man unternommen hat, um den Schaden einzudämmen und um sicherzustellen, dass der Fehler nicht wieder passiert

Hühnchen rupfen mit dem Mitarbeiter:
Lassen Sie ihn mit seiner Einschätzung der eigenen Leistung beginnen. Dann können Sie Stellung nehmen, nachfragen, relativieren, nach Gründen forschen. Kritik sollte nie persönlich ausfallen, sondern stets sach- und zielorientiert. Formulieren Sie präzise, was sich ändern soll, und bieten Sie Hilfe an. Loben Sie auch - das macht den Tadel besser verträglich

Hühnchen rupfen mit dem Chef:
Formulieren Sie Ich-Botschaften statt pauschaler Vorwürfe: "Auf mich wirkt das so ..." statt "Sie sind immer so ..." Kritisieren Sie konkret, nennen Sie Situationen. Sprechen Sie nicht über Probleme ("Ich finde es unmöglich, von Ihnen vor allen Kunden runtergemacht zu werden"), sondern über Lösungen ("Ich wünsche mir, dass Sie mir persönliche Kritik unter vier Augen mitteilen")

Ein Konflikt bahnt sich an:
Sagen Sie, dass Sie den Standpunkt Ihres Gegenübers akzeptieren, die Angelegenheit aber anders sehen. Sie müssen nicht partout Einigkeit erzielen, der Dissens kann so zu Protokoll genommen werden. Aber klären Sie, mit welcher Elle man künftig messen will

Das Gespräch eskaliert:
Wenn die Emotionen hochkochen, üben Sie sich in Deeskalation. Ausbruch in Ruhe abwarten, durchatmen, dann weiterreden. "Es tut mir leid, dass das so bei Ihnen angekommen ist. Gemeint war eigentlich ...

Dieser Artikel ist erschienen am 22.02.2005