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So können Sie Ihre Kreativität trainieren

Über Brainstorming, Provokationstechniken und Bisoziation.
Die sicher bekannteste Kreativitätstechnik ist das Brainstorming. Die Regeln: 1. Zunächst Ideen nur sammeln. Meckern und loben ist erst der nächste Schritt. 2. Zuhören! Die Ideen anderer aufgreifen und weiterentwickeln. 3. Mutig genug sein, um alle Ideen zu äußern, die einem in den Sinn kommen. Auch wenn sie sehr spekulativ und unfertig erscheinen. Und 4. Den Ehrgeiz ablegen, nur möglichst gute Ideen hervorbringen zu wollen. Möglichst viele Ideen produzieren. Als Zeitrahmen sind für die Ideenfindung 20 bis 60 Minuten ideal, teilnehmen sollten fünf bis sieben Mitarbeiter.

Bei den Provokationstechniken geht es darum, den Blick vom eigentlichen Problem weg- und dann wieder zurückzulenken. Wenn es zum Beispiel darum geht, ein Bügelbrett zu verbessern, kann man die Ideenrunde etwa mit Übertreibungen provozieren ("Ein Bügelbrett ist drei Meter hoch"), mit Verfälschungen ("Ein Bügelbrett ist aus Wasser"), mit Umkehrungen ("Ein Bügelbrett sollte auf keinen Fall eine ebene Arbeitsfläche haben") oder zufällig gefundenen Wörtern ("Bügelbrett und Korkenzieher").

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Eine weitere Technik ist die Bisoziation. Dabei werden Bilder und Vorstellungen mit dem Problem zusammengebracht, die damit eigentlich gar nichts zu tun haben. Beispiel: Die Gruppe, die ein neues Bügelbrett erfinden will, betrachtet zunächst einmal fünf Bilder, etwa von Dörfern aus dem letzten Italien-Urlaub. Danach versucht jeder in der Runde, das Problem Bügeleisen mit den Bildern oder Ausschnitten davon zu verknüpfen und schreibt die Ergebnisse auf. Am Ende wird vorgelesen und diskutiert.
Dieser Artikel ist erschienen am 03.01.2008