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Sebastian Blum

Von der Modefotografie zum MBA
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Semster Four











Von der Modefotografie zum MBA
Ich dachte immer, ich würde mein Leben lang Modefotograf bleiben. Kunst und speziell die Fotografie haben mich begeistert, so lange ich mich erinnern kann. Nach einem High School-Abschluss in den USA und dem deutschen Wirtschaftsabitur machte ich mich auf, meine Leidenschaft zum Beruf zu machen. An der Welt größten Schule für Fotografie, dem Rochester Institute of Technology (RIT) in den USA, schloss ich einige Jahre später meine Ausbildung mit einem Bachelor of Fine Art in Professional Photographic Illustration ab. Anschliessend arbeitete ich kurz in Paris, dann längere Zeit in London, wo ich als Assistent und Fotograf die Möglichkeit hatte, meinem Berufstraum auszuleben. Hätte mir damals jemand gesagt, dass ich irgendwann meine Koffer packen würde, um London zu verlassen und mit einem Freund in Deutschland ein Internet Startup zu gründen, so hätte ich das für abwegig gehalten.

Die besten Jobs von allen

Doch genau so kam es dann. Der Versuch, die Idee für die eigene Firma in die Realität umzusetzen, machte die nächsten Jahre, zu den aufregendsten und interessantesten meines Lebens. Und doch kam dann wieder alles anders als geplant. Im Internet-Boom geboren und in der Wirtschaftskrise geplatzt, war der Traum meiner eigenen Firma Anfang 2003 aus. Was nun? Zurück in die Fotografie? Dies war sicherlich eine Option. Und doch hatte ich in den Jahren als Jungunternehmer so viel Neues dazugelernt über Firmen, Wirtschaft, Finanzen und den Umgang mit Menschen, dass ich ?mehr? wollte.Also, in die Wirtschaft! Vielleicht zu einem Medienunternehmen, bis sich die nächste große Chance zum eigenen Unternehmen bieten würde? Mit meiner Ausbildung im Kreativbereich war das allerdings kein einfach durchführbarer Plan, und innerhalb des deutschen Hochschulsystems sah ich keine Möglichkeit, mich entsprechend weiter zu qualifizieren. So kam es, dass ich mich auf Anraten eines unserer damaligen Business Angels dazu entschloss, ein MBA Programm in den Vereinigten Staaten zu besuchen.Auf Grund meines etwas ?exotischen? Backgrounds, den die Zulassungsbüros mögen können, aber nicht müssen, bewarb ich mich an sieben der weltweit führenden Programme in den USA ? zumindest an einer Universität musste es doch klappen. Zu meiner eigenen Überraschung wurde ich gleich an vier zugelassen, unter ihnen die Leonard N. Stern School of Business der New York University, die den meisten von Ihnen durch ihren Ruf als der ?Wall Street MBA? bekannt seien dürfte. Weniger bekannt ist, dass der Stern MBA, neben der bekannten Stärke im Finanzbereich, das wahrscheinlich führende MBA Programm im Medien Bereich ist. Diese Tatsache und die Lage der Schule in downtown Manhattan, sowie den Möglichkeiten, die mir die Medienhochburg New York im allgemeinen zu bieten schien, waren ausschlaggebend für meine Entscheidung, mein Studium an der Stern School zu beginnen. Dass die Financial Times die Schule seit Jahren zu den weltweit besten 10 zählt, bestärkte mich in meiner Entscheidung nur noch einmal mehr. Die leidige GeldfrageWährend in Deutschland Studenten für Ihr Studium Geld bekommen, darf man in Amerika kräftig in die eigene Tasche greifen. Unglücklicherweise gehört der Stern MBA auch noch zu den teuersten Programmen seiner Art. Das liegt zum einen an der Weltklasse-Fakultät, und zum anderen am Standort New York, der die Lebenshaltungkosten gewaltig in die Höhe treibt. Die Studiengebühren für das zweijährige MBA-Programm an der Stern School of Business betragen etwa 72 000 Dollar, und dazu kann man getrost noch einmal rund 30 000 Dollar pro Jahr für die Lebenshaltung rechnen.Da ich nach meiner Startup-Erfahrung nicht gerade über riesige private Überschüsse verfügte, entschloss ich mich für die hier angebotenen Finanzierungsoption. Wie bei den meisten renommierten Programmen geht das an Stern recht problemlos. Wenn man einmal für das MBA-Programm angenommen worden ist, ist man für die Banken ein ?Gutes Risiko?, d.h., sie sind sich hinreichend sicher, dass man in der Lage sein wird, diese Schuld in der Zukunft durch entsprechende Einkünfte begleichen zu können. Durch ein Abkommen mit der Business School selber ist das ganze Procedere recht unbürokratisch, und man erhält eine umfassende Finanzierung zu in Deutschland undenkbaren Konditionen. Erste EindrückeNoch bevor ich überhaupt in New York angekommen war, hatte ich den Eindruck, dass Stern wirklich alles dafür tut, mich Teil der Community zu machen. Nachdem die Schule mir soweit wie möglich bei der Vorbereitung meiner Visa-Dokumente geholfen hatte, ging mit der Beschaffung des nötigen F1-Visums alles problemlos. Außerdem bekam ich während der letzten Wochen vor Abflug eine ganze Reihe von E-Mails ? vom Office of International Student Services, das anfragte, ob mit den Einreiseunterlagen alles glatt geht, vom Office of Career Development, das sich für meine beruflichen Zielen interessierte oder vom Office of Academic Advising, das mir das ?MBA Survival Kit? zukommen ließ. Dieses Kit bestand aus mehreren interaktiven CD-Roms, mit denen ich mich auf zwei Online-Tests vorbereiten durfte. Die Tests entscheiden darüber, ob man vor Studienantritt noch an einem quantitativen oder sprachlichen Workshop teilnehmen muss. Außerdem bekam ich von einigen Professoren gleich die ersten Aufgaben, die ich bis zum Studienanfang zu erledigen hatte. Weitere E-Mails erhielten Informations- und Hilfsangebote von MBAs aus dem Jahrgang über mir sowie einen Willkommensgruß meines Mentoren, auch ein Zweitjahresstudent (Gruß an Daniel an dieser Stelle).Der Umzug selbst verlief dann recht stressfrei. Ich wohne jetzt im 16. Stock eines NYU Stern-Gebäudes, direkt am Union Square in Manhattan. Zur Stern School selbst sind es nur 10 Minuten zu Fuß. Unser Gebäude hat ein Computerzentrum, Meetingräume und ein hochmodernes Fitnessstudio inklusive Kletterwand und Olympia-tauglichem Schwimmbad, dazu gibt es einen Hochgeschwindigkeitszugang zum Uni-Netzwerk in allen Apartments. Das wichtigste Entscheidungskriterium war aber, dass ich mich nicht auf Wohnungssuche in Manhattan begeben musste, was langwierig, nervenaufreibend und teuer sein kann.In den letzten Tagen vor Studienbeginn habe ich an der Stern MBA Student Orientation teilgenommen und somit schon mal ersten Kontakt zu meinen zukünftigen Mitstudenten geknüpft. Eine wirklich bunte, aufgeschlossene Gruppe verschiedenster Nationalitäten und Backgrounds und mit sehr individuellen Zielen. Und doch kristallisierten sich gleich zu Beginn einige Gruppen heraus. So gibt es zum Beispiel die ? in MBA-Programmen übliche ? Gruppe der Banker und Berater, die in den jeweils anderen Beruf wechseln wollen. Ingenieure, Ärzte und Juristen, die Managementaufgaben übernehmen wollen. Programmierer, Manager, Mikrobiologen und Designer, die ihre Zukunft im Unternehmertum sehen. Politiker, Lehrer, Journalisten, Filmemacher und natürlich den gelegentlichen Modefotograf, die prinzipiell für alles offen sind. Semester One - KontextCourses: FIRMS & MARKETS; STATISTICS & DATA ANALYSIS; FOUNDATIONS OF FINANCE; FINANCIAL ACCOUNTING & REPORTNG; MANAGING ORGANIZATIONSÜber das erste Semester und GüterzügeHilfe!!! Der Tag hat nicht genug Stunden! Die ersten paar Wochen sind ins Land gestrichen, und es wird klar, dass mein Mentor Recht hatte, als er sagte: ?Das erste Semester fühlt sich etwa so an, als ob man von einem Güterzug überfahren wird!? Wie Ihr sehen könnt, bin ich gerade dabei, mich durch einige quantitative Kurse zu kämpfen. Für jemanden wie mich mit einem Hintergrund in Kunst ist das eine Menge neues Material. Um wettbewerbsfähig zu sein, muss ich meistens mehr Zeit investieren als meine Mitstudenten, die vorher zum Beispiel bei Banken oder als Ingenieure gearbeitet haben.Meine Zeit ist zusätzlich limitiert durch die vielen Workshops, die unserer Office of Career Developement organisiert, um uns so optimal wie möglich auf den Bewerbungsprozess für die Sommer-Praktika vorzubereiten. Zum Beispiel gibt es Veranstaltungen speziell für das Schreiben von Lebensläufen und Anschreiben für bestimmte Berufsgruppen, oder wir lernen, wie man sich auf bei einer von den Unternehmen gesponserten Veranstaltung am besten präsentiert. Einige Firmen sind auch schon auf dem Campus, um erste Eindrücke von uns als potentielle Job-Kandidaten zu gewinnen. Wir treffen die Firmenvertreter dann meist im Rahmen von Präsentationen mit anschließendem Cocktail-Empfang, wo man sich mehr oder weniger ungezwungen unterhalten kann. Die für mich in erster Linie interessanten Medienunternehmen kommen erst in einigen Wochen. Das ist aber auch in Ordnung so, denn Statistics, Accounting und Finance beanspruchen im Moment etwa 80 Prozent meiner Gesamtzeit.Ausgleichende GerechtigkeitSeit meinem letzten Bericht sind mir zwei Dinge klar geworden. Erstens: Man kann hier einfach nicht alles schaffen, was man an akademischen und karrierebezogenen Aufgaben vorgesetzt bekommt ? und das ist vielleicht auch so gewollt. Man muss lernen, klare Prioritäten zu setzen. Nur so sind gute Leistungen zu erzielen; Time-management wird schnell zum Schlüsselbegriff. Zweitens: Alle arbeiten und leiden gleichviel. Das war mir am Anfang nicht so klar. Wie berichtet, hatte ich zunächst den Eindruck, ich stecke viel mehr Zeit in meine Kurse als die Anderen. Auf die quantitativen Kurse (Statistics, Accounting, Finance) trifft das auch meist zu, aber bei den qualitativen Kursen (Management, Strategy) ist es genau umgekehrt. Hier kann ich die Erfahrungen, die ich bei meinem Startup gesammelt habe, besser ausspielen. Banker oder Ingenieure haben es in den quantitativen Fächern einfacher, aber in den qualitativen Kursen müssen sie sich auch in jede Menge ungewohntes Material einarbeiten. Wenn man genau hinschaut, gibt wohl doch eine Art ausgleichende Gerechtigkeit im MBA-Programm. LunchdateZunächst einmal eine kurze Hintergrundinformation: Die Stern School möchte es allen MBA-Studenten ermöglichen, ihre Professoren auch persönlich kennen zu lernen. Deshalb gibt es das so genannte ?Take a Professor to Lunch?-Programm, das wie folgt funktioniert: Ein MBA-Student füllt ein kurzes Formular mit dem Namen seines Professors beim Office of Student Services aus und verabredet anschließend ein Datum mit dem Professor. Die Universität bezahlt dann das gemeinsame Mittagessen in einem der zahlreichen umliegenden Restaurants.Überraschenderweise ist das Programm gleichermaßen beliebt bei Studenten und Professoren, unabhängig davon, wie berühmt oder beschäftigt der jeweilige Professor sein mag. Zugegeben, nachdem Professor Robert Engle gerade den Ökonomie-Nobelpreis gewonnen hatte, ist er wohl für einige Wochen im Voraus ausgebucht, doch ansonsten funktioniert das recht problemlos. Man hat die Chance, wirklich etwas über die Forschung der Professoren zu erfahren oder seine eigenen Zukunftspläne zu besprechen.Aus genau diesem Grund habe ich mich letzte Woche mit meiner Professorin Anat Lechner verabredet, die unseren Kurs Managing Organizations unterrichtet. Ich wollte mich mit ihr über einige der in New York ansässigen Medienunternehmen unterhalten, bei denen ich mich für ein Summer Associateship, d.h. ein Sommer-Praktikum für MBA-Studenten, bewerben möchte. Nachdem ich allerdings mehr beiläufig erwähnt hatte, dass ich in letzter Zeit eine Reihe von E-Mails von Unternehmensberatungen erhalten hatte, mit denen mich die Firmen zu den üblichen, unverbindlichen Kennenlern-Abendessen einluden, nahm unser Gespräch eine zunächst eine ungeahnte Wendung. In den nächsten 45 Minuten erzählte mir Professor Lechner von ihren eigenen Erfahrungen in der Managementberatung. Sie hatte für eben genau die Firmen gearbeitet, die mir jetzt die E-Mails schickten. Während unseres Gesprächs bekam ich den Eindruck, dass ihr der Job als Beraterin wirklich gefallen hatte, ja dass sie ihn vielleicht sogar ein wenig vermisste.Was die Medienunternehmen angeht, so gibt es in New York natürlich den US-Hauptsitz von Bertelsmann. Als Deutsches Konglomerat mit Aktivitäten in allen Bereichen, für die auch ich mich speziell interessiere, steht Bertelsmann ganz oben auf meiner persönlichen Liste. Professor Lechner erzählte mir, das Bertelsmann ein hervorragend organisiertes Summer Associate Program hat, und dass das Unternehmen generell den Ruf einer sehr gut gemanagten Firma genießt. Mit Blick auf meine eigene Wahl ermutigte mich das sehr. Neue Perspektiven und Cocktail HäppchenIch kann kaum glauben, dass das erste Semester fast vorbei ist. Nur noch 4 kurze Wochen! Im Moment bin ich begraben unter einem Berg von Arbeit. Zu meinem akademischen Stress (Final Exams, Final Projects, Final Presentations) gesellt sich Bewerbungsstress, denn ich habe mich entschieden, mich nun auch bei einigen strategischen Unternehmensberatungen zu bewerben. Nach meinem Gespräch mit Professor Lechner und einigen meiner Mitstudenten, die vorher bei Beratungen gearbeitet haben, habe ich angefangen, mich ernsthaft für diese Option zu interessieren. Die Arbeit eines Unternehmensberaters scheint etwas zu sein, was mir Spaß machen könnte.Ich werde mich bei drei namhaften Beratungen bewerben, was viel Arbeit bedeutet, denn der Bewerbungsprozess der Firmen ist umfangreich. Nach einigen unverbindlichen Kennenlern-Veranstaltungen wird man ? hoffentlich! ? auf die Short List der Unternehmen gesetzt, was eine Einladung zum Bewerbungsgespräch bedeutet. Es folgen zwei bis vier Interviewrunden, in denen Fallstudien zu lösen sind, anschließend kommt ein kurzes Gespräch mit einem der Partner, und schon ist man Summer Associate! Im Moment sind wir (die Firmen und ich) aber noch in der Kennenlernphase. Ich muss zugeben, dass mir die Kennenlern-Veranstaltungen einen Riesenspaß machen, obwohl sie einen großen Teil meiner Zeit in Anspruch nehmen, denn sie finden meist in einem tollen Rahmen statt. Eine Firma mietete einen bekannten New Yorker Club für ein Abendessen, eine andere veranstalte einen Empfang mitten im Hauptterminal der Grand Central Station, etc. Gut ist, dass ich wegen der vielen Veranstaltungen im Moment fast kein Geld mehr für Lebensmittel ausgebe. Nicht so gut ist, dass ich mittlerweile keine Kanapees mehr ertragen kann. Ich frage mich, ob es möglich ist, die Lebensmittelausgaben gegen Ende des ersten Semesters auf Null zu reduzieren, indem man einfach zu allen Firmenevents geht? Naja, wir werden sehen, ob sich der Zeitaufwand am Ende gelohnt haben wird. Semester Two

Bewerbungsstress und wilde Italiener
Back in the USA! Frohe Weihnachten, und ein frohes Neues (nachträglich). Mein Urlaub zurück in Deutschland war super, wenn auch nicht wirklich erholsam. Das erste Semester war bis zum letzten Tag purer Stress, aber es hatte ein Happyend, denn ich bin von den Unternehmensberatungen zu Bewerbungsgesprächen eingeladen worden. Vor einigen Wochen habe ich über den Stress geschrieben, den der Bewerbungsprozess mit sich bringt. Dieser Stress hat sich nun intensiviert. Ich bin zwei Wochen vor Kursbeginn wieder zurück nach New York geflogen, um mich mit einigen Freunden auf die bevorstehenden Gesprächsrunden mit den Firmen vorzubereiten.Insbesondere die Vorbereitung auf die Fallstudien, die so genannten Case Interviews, ist umfangreich. In der letzten Woche habe ich praktisch nichts anderes gemacht. Mein Studienkollege Alberto ? der wilde Italiener, der vor Studienbeginn für McKinsey und Bain gearbeitet hat ? hat es glücklicherweise zu seinem Hobby gemacht, mich auf die Interviews zu Drillen. Das ist insofern erstaunlich, als dass er selber nichts davon hat. Alberto bewirbt sich für einen Summer Associateship im Investment-Banking, wo keine Fallstudien gefragt sind. Ich gehe meine Fallstudien jetzt schon lockerer an als noch am Anfang. Trotzdem werde ich noch jeden Tag nutzen müssen, um optimal auf die Bewerbungsgespräche vorbereitet zu sein, die Ende Januar losgehen.KontextCourses: GLOBAL BUS ENVIRONMENT; BUSINESS STRATEGY; COMPETATIVE ADVANTAGE FROM OPERATIONS; MARKETING CONCEPTS; ADVANCED STRATEGY ANALYSIS; COLLABORATION, CONFLICT & NEGOTIATON Gute NachrichtenSo, die Interviews sind gelaufen, und erste Resultate liegen auf dem Tisch. Ich gebe zu, ich habe mit der Berichterstattung gewartet, bis ich etwas Positives zu Berichten hatte. Gestern bekam ich den entscheidenden Anruf von Booz Allen Hamilton. Einer der Partner meldete sich auf meinem Handy, um mir ein Angebot für ein Summer Associateship zu machen (Alberto, Abendessen auf mich!). Obwohl andere Entscheidungen noch ausstehen, bin ich mir praktisch sicher, dass ich das Angebot annehmen werde. Was ich bis jetzt von Booz Allen gesehen und erlebt habe, hat mich sehr überzeugt. Die Arbeit scheint unheimlich spannend zu sein, und vor allem haben die Booz Allen-Vertreter, die ich während des Bewerbungsprozess getroffen habe, einen wirklich sympathischen und kollegialen Eindruck gemacht ? teilweise sogar mehr, als dass bei anderen Firmen der Fall war. Da man in der Managementberatung ja bekannterweise davon ausgehen kann, viel Zeit mit seinem Team zu verbringen, halte ich es für sehr wichtig, dass einen die Unternehmenskultur anspricht. Ich kann es wirklich kaum erwarten herauszufinden, ob mir die Arbeit in der Beratung Spaß macht.Außerdem darf man nicht vergessen, dass ein Summer Associateship ? anders als ein Paktikum ? sehr gut vergütet wird. Man verdient als Summer Associate in etwa das Gleiche, was ein fest angestellter Mitarbeiter im selben Zeitraum bekommen würde. Darüber hinaus ist das Angebot mit einem Signing Bonus verbunden. Das begeistert nicht zuletzt in Anbetracht der Tatsache, dass meine Konten seit Beginn meiner Zeit in New York einen markanten Abwärtstrend aufweisen. Blitzbesuch und die wirkliche WeltWie Ihr meiner Berichterstattung bis jetzt entnehmen konntet, ging es mir und meinen Mitstudenten in den ersten Wochen des zweiten Semesters vornehmlich darum, einen Sommerjob zu finden. Denn der Sommerjob ist in der Regel Schlüssel für das Vollzeitangebot nach Studienabschluss. Die Jobsuche befreit einen natürlich nicht von den akademischen Verpflichtungen. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass unsere Professoren und überhaupt alle an der Stern School Verständnis dafür haben, dass die beruflichen Ziele jetzt erst einmal im Vordergrund stehen. Unabhängig davon finde ich die Kurse im zweiten Semester aber auch wirklich interessant. Der Fokus liegt nun mehr auf der Strategie/Management-Seite ? Inhalte, die für meinen Sommer in der Managementberatung sicherlich höchst relevant sein werden.Bald steht nun die legendäre Spring Break auf dem Programm. Spring Break sind die Schulferien (auch für MBAs!), in denen alle Schüler in den USA an die Strände des Landes eilen, um dort kräftig zu feiern und sich schlecht zu benehmen, um dann eine Woche später total verkatert und übermüdet wieder zum Studium zurückzukehren (Merke: Spring Break sollte als integraler Bestandteil eines jeden USA Studiums betrachtet werden!). Was mich angeht, so werde ich die Zeit nutzen, um kurz nach Deutschland zu fliegen. Ich möchte einige zukünftige Kollegen von Booz Allen schon mal vorab kennen lernen. Vielleicht kann ich ja sogar erreichen, dass ich einem Medienprojekt zugeteilt werde. Ich weiß, das klingt nach den Plänen eines unpopulären Strebers, aber zu meiner Verteidigung: Ich habe mein vorheriges Kunststudium ja schon in den USA absolviert und somit natürlich schon einige Spring Break-Erfahrungen gesammelt. Außerdem läuft mein MBA-Programm ja über zwei Jahre, so dass ich nächstes Jahr nochmals Gelegenheit haben werde, mich unwürdig zu benehmen. Ich werde Euch in meinem Tagebuch dann ausführlich berichten. Wie ein Klischee zum Klischee wirdIch habe vor sechs Wochen mit meiner Arbeit bei Booz Allen begonnen ? hier ein kurzer Zwischenbericht.Die bekannten Klischees über Berater sind: lange Arbeitszeiten, viel Zeit in Flugzeugen, viel Zeit in Hotels, Aufgaben an den verschiedensten Standorte.Mein Leben im Moment: lange Arbeitszeiten, viel Zeit in Flugzeugen (ich glaube, ich kann den Senatorstatus bei Lufthansa schaffen), viel Zeit in Hotels (in der Regel Montag bis Freitag), Aufgaben an den verschiedensten Standorten (Ich wechsele zwischen Italien, Deutschland, Österreich und Ungarn, manchmal gibt es einen Abstecher nach Amsterdam). Das Booz Allen-Büro in München habe ich genau einen Tag lang gesehen.Die Aufgaben und Themen, mit denen wir uns im Moment befassen, sind extrem spannend, und ich komme mit meinem Team und dem Projektleiter bestens aus. Ich denke, das könnte wirklich ein Beruf sein, der mir längerfristig Spaß macht. Aber ob ich langfristig bei Booz Allen arbeiten werde, ist im Moment weder meine Entscheidung noch mein immanentes Problem. Mein immanentes Problem ist, dass ich bis morgen ein Bewertungsmodell für meinen Projektmanager fertig stellen muss (Danke, Gunther!).Der entscheidende AnrufSo Freunde, es ist soweit! Mein Projekt bei Booz Allen ist vorbei, die Studie ist fertig und die Präsentation beim Kunden ist auch gut gelaufen. Heute habe ich mein abschließendes 360 Grad Apprisal, die Beurteilung für meine Arbeit während der letzten acht Wochen bekommen, und man hat mir angeboten, nach meinem Studium fest bei Booz Allen Hamilton anzufangen. Das ist eine tolle Sache ? besonders, nachdem mir der Job so hervorwagend gefallen hat. Am liebsten würde ich gleich aufs nächste Projekt, aber New York wartet und ein nun sicher noch besseres zweites Jahr an der Stern School. Semester Three - KontextCourses: CORPORATE FINANCE; DECISION MODELS; MANAGING GROWING COMPANIES; MANAGING CHANGE; FINANCIAL STATEMENT ANALYSISNeuausrichtungMittlerweile ist klar, dass sich mein zweites Jahr an der Stern School in vielerlei Hinsicht vom ersten unterscheiden wird. Der Vertag mit meinem zukünftigen Arbeitgeber ist unterschrieben. Das bedeutet, dass ich zu den etwa 50 Prozent der Studentenbevölkerung gehöre, die jetzt nicht mehr auf dem Jobmarkt sind. Bewerbungsstress ade! Hinzu kommt, dass mein zukünftiger Arbeitgeber sämtliche Kosten für mein zweites MBA-Jahr als eine Art Signing Bonus übernehmen wird. Das begeistert mich natürlich besonders, weil man in New York natürlich Gelegenheit dazu hat, eventuelle Überschüsse erstklassig verwerten zu können (die nächste Spring Break wird super!).Abgesehen von allen finanziellen Vorteilen habe ich im Sommer ein sehr gutes Gefühl dafür bekommen, in welchen Bereichen ich gerne arbeiten möchte, und wo ich mich auch noch verbessern kann. Weil ich nun besser verstehe, welche Anforderungen meine zukünftige Beratertätigkeit an mich stellt, habe ich die einmalige Möglichkeit, meine Wahlfächer im zweiten Jahr daraufhin abzustimmen. Mit anderen Worten: Ich werde die nächsten 9 Monate als eine Weltklassevorbereitung auf meinen zukünftigen Beruf nutzen. Den Schwerpunkt meiner Kurswahl habe ich deshalb auf die quantitative Seite verschoben. Ich bin mir sicher, dass ich von Fächern wie Decision Models oder Financial Statement Analysis als Berater profitieren kann. Darüber hinaus werde ich neben meiner Spezialisierung in Management einen Schwerpunkt in Finance setzen.Ansonsten kann ich berichten, dass die nächste Erstjahresklasse an Stern eingetroffen ist. Es ist nicht zu fassen, wie schnell die Zeit vergeht. Ich erinnere mich an meine eigene Anfangszeit hier an der Stern School, als alles erst gestern gewesen. Irgendwie beneide ich die neuen MBAs ein wenig, denn sie haben noch eine wirklich tolle Erfahrung vor sich. Unser Office of Carrear Development hat mich gebeten, bei der Vorbereitung des neuen Jahrgangs auf den anstehenden Bewerbungsprozess behilflich zu sein. So werde ich ein paar Case Interviews mit den neuen MBAs üben, die sich für eine Karriere in der Beratung interessieren. Es fühlt sich schon etwas eigenartig an, auf der anderen Seite des Interviewtisches zu sitzen. Im Takt von New York CityDas zweite Jahr nimmt seinen Lauf. Die Kurse sind unheimlich interessant und anspruchsvoll, und doch scheint alles, was noch im ersten Jahr überwältigend war, auf einmal handhabbar. Zum einen liegt das sicherlich daran, dass die Jobsuche vorbei ist, zum anderen ist es aber auch darauf zurück zu führen, dass ich in der Zwischenzeit einen gewissen Rhythmus im Umgang mit den akademischen Anforderungen entwickelt habe. Mein Zeitmanagement ist einfach viel effizienter geworden. Im Moment verbringe ich viel Zeit damit, den Erstjahres-MBAs, so gut ich kann, bei ihren Bewerbungen zu helfen. Die gleiche Hilfsbereitschaft ist mir im letzten Jahr schließlich auch zu Gute gekommen, daher freue ich mich diese Stern-Tradition nun fortführen zu können. Das klingt uneigennützig, ist es aber eigentlich gar nicht. Je erfolgreicher unsere Erstjahres MBAs bei der Suche nach ihren Sommerpraktika sind, desto besser werden danach die Angebote für ihre Vollzeit Bewerbung sein, desto stärker wird unser Alumni-Netzwerk - und desto mehr profitiere somit auch ich davon.Außerdem spiele ich gerade mit dem Gedanken, mich für die Small Business Initiative (SBI) der Stern School zu bewerben. Hierbei handelt es sich um eine Initiative des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton, der sein Büro in New York City, unweit der Stern School hat. Ziel ist es, mittelständischen Unternehmen in Harlem, Brooklyn und der Bronx beratend zur Seite zu stehen und so einen positiven Beitrag zur Entwicklung dieser Stadteile zu leisten. Die William J. Clinton Foundation hat zu diesem Zweck eine Partnerschaft mit der Stern School of Business und Booz Allen Hamilton ins Leben gerufen: Clintons Büro wählt geeignete Unternehmen aus, Booz Allen stellt administrative Ressourcen, Consulting-Know-how und Mentoren zur Verfügung, und aus dem Pool der Stern-Studenten werden MBA-Kandidaten ausgewählt, die die Beratungsteams bilden (genauere Beschreibung unter: http://www.clintonfoundation.org/programs-ee1.htm).Obwohl ich seit meiner Vertragsunterschrift bei Booz Allen rein technisch schon fest angestellter Berater bin, würde ich im Rahmen der Small Business Initiative natürlich als Stern-Student in das Projekt gehen. Für die SBI gibt es einen Bewerbungsprozess, in dem sich alle Stern-MBAs für die verschiedenen Beratungsteams bewerben können. Gestern habe ich schon mal meinen Lebenslauf eingereicht. Jetzt hoffe ich, zum Interview eingeladen zu werden. Das Leben ist gutAuch auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen, möchte ich hier doch nicht verschweigen, dass dieses zweite MBA-Jahr schon so seine Vorzüge hat. Zum Beispiel unterstützt mich mein zukünftiger Arbeitgeber bei meiner Freizeitgestaltung! Ernsthaft, als New Hire bei Booz Allen fliege ich zu Bewerbungsveranstaltungen in den ganzen USA, um den diesjährigen Bewerbern von meinen Erfahrungen des letzen Sommers zu berichten. Konkret bedeutet dies, dass ich zum Beispiel letztes Woche in Miami war, um dort ein Wochenende mit den derzeitigen Kandidaten zu verbringen. So bekomme ich (neben dem Freizeitwert) die Chance, Bekanntschaft mit zukünftigen Kolleginnen und Kollegen zu machen und Kontakte mit den MBA-Studenten anderer führender Business Schools zu knüpfen. Bei dem Miami-Trip handelte es sich um die letzte Runde für die Bewerber um Vollzeitstellen. Alle Kandidaten, die es im Auswahlprozess bis hierhin geschafft hatten, mussten sich zwei Tage lang drei weiteren, alles entscheidenden Interviews stellen. Mit den glücklichen Gewinnern feierten wir anschließend auf einer Yacht inklusive Live-Band - nach einem wirklich harten Selektionsverfahren schien dies ein angemessener Abschluss. Insgesamt ein super Wochenende - vor allem, wenn man selbst dem Bewerbungsstress nicht ausgesetzt war! Semester Four - KontextCourses: POWER & POLITICS; PROFESSIONAL RESPONSIBILITY - MARKETS, ETHICS & LAW; MERGERS & ACQUISITIONS; VOLATILITY; EQUITY INSTRUMENTS AND MARKETS; GAME THEORY AND BUSINESS STRATEGYAll-Star MeetingKaum zu glauben, dass nun bereits das letzte Semester anbricht! Wo sind die zwei Jahre geblieben? Und noch unerklärlicher, was habe ich mir am Ende des letzten Semesters gedacht, als ich mir diese Kurse ausgesucht habe? Die meisten werden von echten Gurus unterrichtet, wie zum Beispiel Equity Instruments (Firmenbewertung) mit Professor Damodaran, Game Theory mit Professor Brandenburger und, nicht zu vergessen, Volatility (Zeitserienmodelle ARCH / GARCH) mit Professor Engel, der für genau diese Disziplin den Ökonomie-Nobelpreis 2003 erhalten hat. Wie bin ich auf die Idee gekommen, mir diese Kurse für mein letztes Semester auszusuchen? Ich muss besessen gewesen sein! Die Quittung für diesen Übermut wird mir nun eiskalt serviert!!! ... Na Bravo!Außerdem habe ich mittlerweile die Beratungsposition bei der Small Business Initiative bekommen. Ich werde also dieses Semester eine mittelständische Firma in der Bronx beraten. Es handelt sich um ein Unternehmen, das sich auf Event Catering spezialisiert hat. Das erste Treffen mit unserem Klienten hatten wir vor ein paar Tagen, und das Projekt sieht nach einer echten Herausforderung aus. Das Highlight: ein Treffen mit Präsident Bill Clinton, dem wir abschließend unsere Resultate vorstellen werden. Das ist doch mal was!Ansonsten habe ich dieses Jahr deutlich mehr Zeit, die Networking-Angebote und -Veranstaltungen der Stern School, für die ich im ersten Jahr kaum Zeit hatte, wahrzunehmen. Ist schon eine tolle Erfahrung, interessante Leute aus der Wirtschaft, über die man sonst nur etwas lesen kann, live kennen zu lernen. So gibt es zum Beispiel die so genannte CEO-Serie, in deren Rahmen sich prominente Persönlichkeiten mit kleinen Gruppen von Studenten treffen, um etwas über Ihren Beruf oder ihre Branche zu erzählen und sich im Anschluss den Fragen der Studenten zu stellen. So waren vor Kurzem zum Beispiel Tom Freston (Chairman & CEO von MTV Networks) oder William C. Weldon (Chairman & CEO von Johnson & Johnson) an der Stern School. Diese Treffen erfreuen sich allgemein immenser Beliebtheit, da natürlich jeder versuchte, den Stars aus der Wirtschaft das Geheimnis ihres Erfolges zu entlocken - oder um später zumindest sagen zu können, dass man sie mal kennen gelernt hat. Etwas mehr auf der unterhaltsamen Seite war vor kurzem auch ein Nachmittag mit "The Donald" (alias Donald Trump), der sich dem zahlreich versammelten MBA-Publikum vorstellte. Worauf ich mich aber am meisten freue ist ein Besuch von Jack Welch, dem ehemaligen Chairman & CEO von General Electric in ein paar Wochen. Wenn seine an allen Business Schools legendären Zitate als Indikator zu werten sind, dann wird das mit Sicherheit ein super Nachmittag. CEO-Challenge - Eine Dynamische Strategische SimulationVor einigen Monaten hatte ich über die Freizeitaktivitäten berichtet, zu denen mich Booz Allen hin und wieder einlädt. Um hier nicht den falschen Anschein zu erwecken: Nicht alle dieser Veranstaltung bestehen aus Bootsfahrten und Sonnenschein. Manche haben zum Beispiel auch das Format einer Wirtschaftssimulation. Zum Hintergrund: Das Konzept einer "Dynamischen Strategischen Simulation" ist ein echtes Produkt von Booz Allen. Das heißt, diese Simulationen werden auch in Wirklichkeit für die Vorstände führender Konzerne gespielt. Es geht darum, eine solche Simulation in vereinfachter Form mit MBA-Kandidaten zu spielen, um ihnen so Booz Allen und die Arbeit eines Beraters näher zu bringen. Vor kurzem hat Booz Allen eine solche Simulation in New York organisiert, andere fanden in Boston und Chicago statt. Eine durch ein spezielles Bewerbungsverfahren ausgewählte Gruppe von MBA-Kandidaten der üblicherweise verdächtigen Schulen wurde für ein Wochenende in verschiedene Teams eingeteilt, um in die Rolle eines CEOs oder Management-Beraters einer der Top 100 Firmen zu schlüpfen und im direkten Vergleich mit andere MBAs ihre Management-Fähigkeiten zu testen.Ich durfte die Spiele in New York und Chicago administrativ unterstützen, was für mich ohne Frage zu den Highlights der letzen Wochen zählt. Das interessanteste Spiel für mich war das in Chicago, wo neben MBAs von Chicago GSB und Kellogg auch Teilnehmer von Stanford GSB, Wharton und Stern vertreten waren - eine echt beeindruckende Gruppe! Die Chicagoer Veranstaltung war mein persönlicher Höhepunkt, weil ich hier die Rolle eines Team Coachs (jedem Team wird ein Mitarbeiter zugeteilt) übernehmen konnte. -WOW! - Die CEO-Challenge verlief über zwei Tage, in denen mein Team übrigens hervorragend abgeschnitten hat (Gratulation an Alle)! Ich kann jedem Interessierten nur empfehlen, an den Spielen einmal teilzunehmen. In sehr kurzer Zeit lernt man extrem viel über die Firmen und Branchen, um die sich die Simulation dreht - eine unheimliche positive Erfahrung. (Einen Videoclip der Spiele in Boston und Chicago, die unter dem Titel "CEO Challenge" liefen, gibt es unter: http://www.mbajungle.com/ceochallenge/index.cfm?c=3). MBA Bewerbungen & GMATWeil ich eine ganze Reihe von E-Mails, mit Fragen den MBA Bewerbungsprozess betreffend bekommen habe, möchte ich schnell einige Zeilen an die zukünftige MBA Kandidaten richten, und die drei häufigsten Fragen zu Beantworten.Wie früh sollte man sich bewerben?Meiner Erfahrung nach sollte man sich definitiv bemühen seine Bewerbung in der ersten Runde einzureichen. Hier sind die Chancen bei vielen Schulen klar am größten.Wie wichtig ist der GMAT?Während ein schlechter GMAT (500-630) nahezu garantiert bei den führenden Programmen nicht zugelassen zu werden, so garantiert ein guter GMAT (700+) aber leider noch lange nicht die Zulassung. Ich empfehle jedem sich sorgfältig auf den Test vorzubereiten. Persönlich habe ich mit Manhattan Review (www.review.de) gute Erfahrungen gemacht.Was ist der Wichtigste Teil der Bewerbung?Bei den meisten namhaften Programmen kann man sich leider nicht darauf verlassen, gravierende Schwächen in einem Bereich mit Stärken in einem anderen ausgleichen zu können. Bei der Größe der Bewerberpools sind diese Schulen zumeist nicht dazu gezwungen substanzielle Kompromisse eingehen zu müssen. Persönlich halte ich die Essays, in denen ihr eure Geschichte erzählt, für den wichtigsten Teil (und den am meist unterschätzten). Hier ist das Ziel, auf wenigen Seiten interessant genug auszusehen, um aus einem Pool von tausenden Bewerbern ausgesucht zu werden, und so zum Interview eingeladen zu werden.Wenn ihr noch weitere Fragen zum MBA habt, über die ihr euch gerne persönlich unterhalten möchtet, empfehle ich die Veranstaltung MBA-Gate 2006 zu besuchen (http://MBA-Gate.de). Dort werden einige derzeitige und ehemalige Studenten verschiedener Programme teilnehmen, die euch Rede und Antwort stehen werden. Viel Glück bei der Bewerbung!
Dieser Artikel ist erschienen am 27.12.2004