Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche

Sebastian Bachmann

Bis direkt vor Studienbeginn war ich bei Audi in Ingolstadt als internationaler Personalreferent tätig. Wenn z.B., für den Anlauf eines neuen Fahrzeugprojektes im Ausland Fachleute aus den deutschen Werken benötigt wurden, dann war ich für die Vorbereitung und Betreuung des Auslandseinsatzes zuständig. Bei Audi bin ich ursprünglich als Trainee eingestiegen, und habe mir so einen Überblick über die gesamte Firma entlang der Wertschöpfungskette verschaffen können.
Ankunft in Chicago
Die ersten Wochen
Ende des ersten Quartals
Suche nach dem Sommerpraktikum
Studienreise nach China
Case Competition
Clubs
Ende des ersten Jahres
Ein neues Schuljahr beginnt
"Tell me about a time"
Der verwöhnte MBA

Warum ein MBA?
Es gibt wirklich drei Gründe. Erstens, wollte ich mich weiterbilden und über den Tellerrand (d.h. Personalbereich) hinausblicken und hinauswirken. Der MBA gibt mir einen breiten BWL-Hintergrund und die Möglichkeit mich zu spezialisieren (im zweiten Jahr). Daher habe ich mich auch für einen zweijährigen MBA nach US-Strickmuster entschieden. Zweitens, wollen meine Frau und ich für einige Zeit in den USA leben. Sie ist Biotechnologin und hat auf dem deutschen Arbeitsmarkt keine Tätigkeit gefunden. Drittens bin ich abenteuerlustig, genieße es, in fremden Ländern zu leben, und wollte schon immer einen MBA machen.

Finanzierung?
Hier ist die bittere Wahrheit: Ich finanziere das Studium selbst. Ich hatte Angebote von MBA-Schulen, die mir alle Studiengebuehren erlassen hätten. Aber ich wollte eben meinen MBA an der besten Uni machen, die ich kriegen konnte. Manchmal erwische ich mich dabei, daran zu Zweifeln, ob das ganze Unterfangen die viele Kohle wert ist. Das muss die Zeit noch zeigen. Vom DAAD habe ich nach einigem Hin-und-her ein Stipendium bekommen, welches bei der Finanzierung der Studiengebühren im zweiten Jahr hilft.

Die besten Jobs von allen


Ankunft in Chicago (August 2005)
Ich bin angekommen. Kaum kann ich es selbst glauben. Hier, das ist Evanston, ein Städtchen nördlich von Chicago. Hier ist genauer die Maple Avenue, die von großen Eichen und Ahorn gesäumt ist, und an der schöne große Einfamilienhäuser stehen, meist mit einer Veranda, die sich ums ganze Haus zieht.

Wir wohnen in einem der aus Backstein gebauten Apartmenthaus, das aussieht wie eine kleine Burg, mit Zinnen am Dach und einem steinernen Ziegenbockkopf am Giebel. Die Hausnummer ist auf einem Stück Holz vorne am Haus angebracht, das unregelmäßig gezackte Enden hat, als wäre es Treibholz von einem Schiffsunglück am Lake Michigan.

Das ?Meer? des mittleren Westens, der Lake Michigan, ist von fast azurblauer Färbung. Um 7 Uhr früh (ja, der Jet-Lag) habe ich festgestellt, dass mich ein 8 minütiger Jogginglauf vorbei an einem kleinen buddhistischen Tempel, dem Plattenladen aus High Fidelity (er heißt übrigens 2nd Hand Tunes) und dem Blind Faith Cafe an den Strand des Lakes Michigan führt. Kein gewöhnlicher Ort, keine gewöhnliche Vorstadt. Das hier hat einen gewissen Charakter, stelle ich mit steigender Freude fest.

Dann bin ich am Strand angekommen, und wie so oft holt mich die Realität irgendwann wieder ein. Diesmal sind es die Strandguards, die gerade ihren Stuhl am Eingang zu einem großen Sandstrand aufstellen. Eintritt: 7 $. Alles was Spaß macht ist verboten, die Guards sorgen mit lauten Trillerpfeifen für die Einhaltung der angeschlagenen Regeln.

Von dort jogge ich dann noch mal 7 Minuten nach Norden, wo mich ein weiteres wie Treibholz aussehendes Schild am Campus der Northwestern University begrüßt. Vorbei geht es an der Segelschule der Uni, an einem mit efeubewachsenem kirchenähnlichen Gebäude, und weiter zur Kellogg School. Da ist sie vor mir, der Ort an dem ich in den nächsten zwei Jahren viel Zeit verbringen werde. Aber heute drehe ich um, und freue mich, ganz ohne Homework nach Hause joggen zu dürfen.

Die ersten Wochen bei Kellogg (September 2005)
Die ersten zwei Wochen bei Kellogg waren zum großen Teil für einen Event mit dem mysteriösen Namen CIM reserviert. Was sich dahinter verbirgt erfuhren die neuen Studis am ersten Tag. Nach schlecht geschlafener Nacht laufe ich den Massen nach in eine Arena von Hörsaal, mit Platz für alle über 500 neue MBA-Studenten. Luftballons fallen von der Decke und schmücken die Wand, während laute Tanzmusik übers Soundsystem läuft. Ich komme mir vor wie auf einer Wahlparty. Dann erklärt uns der Rektor, dass alle Neuankömmlinge in eine von 8 Sektionen eingeteilt werden. Ich lande bei den Highlaendern, wahrend meine bisherigen Bekannten bei den Big Dogs, Poets, oder Cash Cows landen. Die beiden Anführer der Highlander (beide sind im zweiten Studienjahr) erklären uns dann auch, dass dies natürlich die beste, stolzeste Sektion ist, und dass wir dem Namen Highlander in den nächsten 2 Wochen alle Ehre machen sollen. Aber bevor wir noch viel Fragen können wird uns klar gemacht, dass in 3 Stunden der erste Wettbewerb zwischen den Sektionen stattfindet, und wir bis dahin einen "Cheer", einem Art Schlachtruf, entwerfen müssen. Alle Sektionen werden dann in der großen Arena antreten und gegeneinander um die Wette "singen".

Schnell werden Teams gebildet, gereimt, Kilts geschneidert, Pappschwerter und Schilde gebastelt und die Papierkörbe in Trommeln verwandelt. Beim Einzug bemerke ich staunend, dass sich die Arena in einen Hexenkessel verwandelt hat. Vor einigen Stunden kannten sich diese Personen noch nicht, aber jetzt stehen alle auf den Lehnen ihrer Stühle und brüllen in maximaler Lautstärke ihre Cheers, trommeln, trillern oder schreien für den Sieg ihrer Sektion. Ein ehemaliger Roland Berger Berater aus Shanghai dreht sich fassungslos zu mir um und meint: "I cannot belive this is Business School!!!!!"

Keine Stunde bleibt ungenutzt, auch Samstag und Sonntag sind verplant. Der Tag beginnt um 7 mit Frühstück in der Uni, dann Aktivitäten, Einführungen in Gebäude, Technik, etc. und endet nicht früh. Jeden Abend der ersten Woche war dann ein social event geplant, bei dem wir Highlander uns gemeinsam essen, trinken oder uns sportlich betätigen (what the hell is whirly-ball). Dabei liegt die Betonung auf feiern und Schlafdefizit.

Eine weitere unglaubliche Entdeckung: Firmen bezahlen dafür, dass die Studis hier feiern. Einen Abend lang ist die ganze Bar offen, das ganze Lokal für uns gemietet. Die Zeche bezahlt eine Beratungsfirma. Am Ende der Woche treffe ich Guido wieder, einen deutschen Pharmazeuten aus Berlin, der sagt "Wir müssen uns unbedingt unterhalten. Du bist doch Psychologe, vielleicht kannst du mir erklären, was hier passiert."

Ende des ersten Quartals (Dezember 2005)
Hier eine wilde Ansammlung von Eindrücken und Gedanken zu meinem ersten Quartal:
1.Ich habe meine Kurse bestanden ---- YEAH!

2.Sag es in 15 Minuten! Mehr als 15 Minuten hatten meine Frau Laura und ich während des letzten Drittels des Semesters an vielen Tagen nicht. Das lag zum großen Teil an mir und dem Overload den Kellogg mit uns betrieben hat. Aber es lag auch daran, dass Laura bei einer britischen Firma zu arbeiten angefangen hat und außerdem mit ihren Freundinnen zum Weinabend (nur für Frauen, natürlich) wollte.

3.Das eindrucksvollste Fest des Semesters: The CIM Ball. Zu diesem Ball hatte Kellogg das große Aquarium in Chicago gemietet. Laura und ich sind vor lauter Staunen kaum zum Essen gekommen. Zwischen den mehreren Meter hohen Glaswänden des Aquariums haben uns Haie, Seepferdchen, Tintenfische beim Essen (und später beim Abrocken) zugeschaut. Unsere Freundin Susanne kam an diesem Abend in Chicago an und hat uns in der ganzen partyhungrigen Meute gesucht.....und nicht gefunden.

4.Darf ich vorstellen, die Fallstudie (?Case?)! In allen Kursen wird super viel mit Fallstudien gearbeitet (der durchschnittliche MBA löst circa 800 Fallstudien in zwei Jahren!). Dabei bekommt man auf wenigen Seiten ein spezifisches Problem in verschiedenen Aspekten geschildert. Im Anhang befinden sich dann alle möglichen Daten. Man trifft sich dann mit seiner Arbeitsgruppe, diskutiert und analysiert den Fall, und schreibt einen Lösungsvorschlag der bewertet wird. Auf diese Weise haben wir z.B., die Entscheidungen die zur Produktion der Swatch Uhr geführt hat analysiert, den italienischen Motorradhersteller Ducati saniert, und eine klingonische Diliziumkristallmiene (Star Trek!) auf Vordermann gebracht

5.Die Kurse waren alle arbeitsintensiv, aber nicht alle reich an Einsichten. Zwei Buchhaltungskurse und einen Produktionswirtschaftskurs habe ich mit dem Maulwurfprinzip bestanden: Durchwühlen bis man Tageslicht sieht. Wesentlich interessanter war der Strategiekurs. Einer unserer Fälle war ein Baumarkt in New Jersey, dessen Besitzer (?Ed?) Anfang 2000 damit konfrontiert war, dass der Baumarktriese Home Depot einen Superstore in seiner Nähe aufmacht. Im Kurs wurde heftig diskutiert, und fast alle haben gesagt, Ed solle seinen Laden dichtmachen. Dann hat der Prof auf einmal Ed gebeten, aus den hinteren Reihen nach vorne zu kommen. Ed hat dann mit uns diskutiert, was er wirklich gemacht hat. Den Laden gibt?s heute noch, wahrend Home Depot seinen Baumarkt dichtgemacht hat :-) Suche nach dem Sommerpraktikum
Kellogg benutzt ein Quartalssytem. Das erste Quartal (?Fall? von September is Dezember) ist vorbei, und auch mein zweites Quartal (?Winter? von Januar bei Mitte Maerz) naehert sich bereits dem Ende. Das zweite Quartal steht ganz im Zeichen der Suche nach einem Sommerpraktium, welche sehr zeitintensiv sein kann (ich habe zum Beispiel ueber 30 Interviews gehabt). Man kann sich das folgendermassen vorstellen: Im Herbst kommen alle Firmen zu Kellogg, stellen sich in Form einer Praesentation vor, laden zu Cocktailempfaengen ein oder sind einfach fuer Fragen im Unicafe praesent.

Mein Ziel war es, durch den MBA eine breite Basis von Skills aufzubauen, die es mir ermoeglichen, auch ausserhalb des HR Bereiches arbeiten zu koennen. Ganz unbescheiden habe ich mir vorgenommen, im Sommer als Berater fuer eine der grossen Beratungsunternehmen zu arbeiten. Da z.B., McKinsey bei Kellogg letztes Jahr 60 Leute eigestellt hat (ueber 10% des gesamten Jahrgangs!), sollte es wohl moeglich sein, hier ein Praktikum zu bekommen, dachte ich in meiner grenzenlosen Naivitaet.

Im Herbst habe ich also diverse Empfaenge und Praesentationen besucht, mit einigen Mitarbeitern der Firmen eine gute Beziehung aufgebaut, mich ueber die verschiedenen Bueros in verschiedenen Staedten erkundigt, und so weiter. Nach Weihnachten ging es dann in die heisse Phase der Interviewvorbereitung. Beratungsfirmen benutzen zwei verschiedene Interviewtypen: Case Interview und Fit Interview. Im Case Interview wird der Bewerber mit einem Fall aus der Beratung konfrontiert, und muss versuchen, diesen zu durchdenken, das Problem zu finden, und Loesungsvorschlaege zu generieren. Das Fit Interview prueft, ob man vom Typ her auch in die Firmenkultur passt.

Im Januar habe ich mich mit anderen Studis zusammengetan, und wir haben gemeinsam die Case Interviews guebt. Gleichzeit nahm ich an meheren ?Mock? Interviews teil, bei denen Kelloggs Career Management Center (CMC) mich auf Video aufnahm und dann detailliert Feedback gab. So vorbereitet trat ich den Consultingfirmen gegenueber.

Die erste Runde der Interviews besteht meist aus einem Case und einem Fit. Nachdem dies bestanden war, ging es weiter in die zweite Runde, wo man nochmal 2-3 Cases mit einem Partner der Firma macht, und meist ein Fit Interview. Meist schaffte ich es in die zweite Runde und erhielt dann doch kein Angebot fuer den Sommer. Was war passiert?

Hier ist meine Erkenntnisse:

1.Die Beratungen stellen nur ganz wenige Leute im Sommer fuers Praktikum ein. Meine Schaetzung ist, dass die meisten maximal 10 Leute im Sommer nehmen, wofuer es jedes Mal circa 10 mal soviele Berwerber gibt.
2.Als Auslaender hat man es doppelt schwer, wenn Englisch nicht die Muttersprache ist. Im Interview zaehlt der Eindruck, wie schnell man reagieren kann, wie fluessig man seinen Lebenslauf runterbetet. Auch eine kleine Misskommunikation kann einen hier zu Fall bringen. Dies hat auch mit der Konkurenz zu tun (siehe naechster Punkt).
3.Auch wenn alle Moeglichkeiten der Vorbereitung ausschoepft (wie ich das tat), so muss man doch bedenken, dass dies alle Mitbewerber ebenfalls tun! Das ganze Feld der Bewerber wird miteinander besser, was einem individuell keinen Vorteil bringt.
Hat der MBA nicht die Moeglichkeit versprochen, das Taetigkeitsfeld wecheln zu koennen (Carrer Change)? Was kann man also tun?

1.Bewerbt euch bei den grossen Beratungsfirmen fuer ein Büro ausserhalb der US fürs Praktikum (z.b., Deutschland). Da die oft weniger Bewerber mit MBA bekommen, steigert dies die Chancen erheblich.
2.Bewerbt euch gezielt. Je spezifischer ihr wisst, welche funktionale Ausrichtung, welche Industriesparte, wie euere bsiherige Erfahrung da reinpasst, desto besser werden eure Chancen.
3.Fokusiert euch nicht ausschliesslich auf Beratung, sondern mit mindestens gleicher Prioritaet auf einen anderen Bereich, und nehmt fruehzeitig den Dialog mit Firmen auf, die nicht zu Eurem Campus kommen. Da alle sich bei den Firmen bewerben, die von sich aus zum Campus kommen, sind diese Jobs wesentlich härter umkämpft. Je genauer ihr wisst, was ihr wollt, desto besser koennt ihr euch gezielt bei Firmen in diesem Bereich bewerben.

Auch wenn es mit der beratung nich geklappt hat, habe ich Praktiumsangebote, und werde den Sommer wohl in der Pharma- oder Medizintechnikindustrie verbringen. Aber erstmal werde ich im Maerz gemeinsam mit 60 Kommilitonen und einigen Profs nach China reisen. Wir treffen uns mit fuehrenden westlichen und chinesischen Firmen und erkunden das Land ? das riecht nach einer Menge Spass und Abenteuer.

Studienreise nach China

Heute berichte ich über eines der grössten Highlights die ich bisher bei Kellogg genossen habe, eine Studienreise nach China. Ich wählte diesen Kurs, weil ich in meiner Arbeit als internationaler Personalreferent bereits viel mit China zu tun hatte. Als ich dann zu Kellogg kam, war mir von Anfang an klar, dass ich unbedingt an einem der sogenannten ?GIM? Fahrten teilnehmen wollte (kurz für Global Initiative in Mangement)

Jedes Jahr bereiten sich fast 50% des Jahrgangs während des Semesters auf eine Studienfahrt vor, und reisen dann für zwei Wochen durch das Zielland. China ist eine der begehrtesten Kurse, gemeinsam mit Indien, Japan, Europa, und Südostasien

Im Semester hörten wir gute Redner, wie zum Beispiel einen Professor der chinesischen Geschichte, einen Geschäftsmann, der die erste Fitnessstudiokette in China eröffnete, und den Gründer des A.T. Kearney Büros in Shanghai. Alle Studenten wählten ein Forschungsprojekt aus, über das sie in China mehr erfahren wollten. Meine Gruppe widmete sich der Frage, auf welchem Wege chinesische Firmen in den nächsten Jahren ihre Produkte auf den US Markt bringen werden

Dann ging es los: Im Laufe von zwei Wochen reisten wir (60 Studenten und zwei Profs) erst nach Peking, dann weiter nach Quingdao, Shanghai und schliesslich Hong Kong. Auf dem Weg besuchten wir nur chinesischen Firmen, was extrem interessant war. Hier einige Beispiele: Mit Lenovo diskutierten wir, wie sie die Marken IBM und Lenovo in Zukunft positionieren wollen. Der CFO von Master Kong, einem chinesischen Markenpowerhouse, führte uns durch die Produktion und lud uns anschliessend im eigenen Fastfoodrestaurant zum essen ein (Bulette auf Reisbrötchen). Und Shanghai Automotive erklärte uns, wie sie ihre Partnerschaften mit GM und Volkswagen managen

Dabei zeigte sich die Stärke der Alumnis in China. Kellogg Alumnis haben uns zum Abendessen eingeladen, haben uns Kontakte und Ansprechpartner verschafft, und uns manchmal sogar selbst durch ihre Firmen geführt. Jenny z.B., eine Kellogg Alumni, die Marketingvorstand bei einem Filmstudio in Hong Kong ist, zeigte uns das Studio und lies uns mit Produzenten sprechen

Für mich beeindruckend war, wie stark Deutschland in China vertreten ist. Deutsche Firmen haben einen grösseren Einfluss in China als US Firmen. Zum Beispiel erklärten uns unsere Gastgeber bei Haier, dass ihr Firmenlogo einen deutschen und einen chinesischen Jungen zeigt, die sich gegenseitig stützen!

Auf der anderen Seite war ich jedoch auch ein Stück weit abgestossen von der starken Zensur, die in China herrscht. Geschäfte sind in China frei und wenig reugliert. Aber politisch hat das kommunistische System das Land noch im eisernen Griff. Es gibt nur staatliche Zeitungen zu kaufen, das Fernsehen hat nur staatliche Kanäle, und das Internet ist zensiert. Welchen Kurs China in den nächsten Jahren auch einschlagen mag, die Auswirkungen werden Europa und die USA auf jeden Fall zu spüren bekommen. Die Case Competition - ein 30 Stunden Tag
Case Competitions sind die Kür des MBA-Studiums. Gemeinsam mit Kommilitonen tritt man gegen Teams von anderen MBA-Schulen an, überlegt sich eine Lösung zu einer vorgegebenen Fragestellung, und präsentiert diese anschliessend der Jury. Mikko Rieger, ein deutscher Kommilitone hier an der Kellogg School, hat letztens bei eine Case Competiton mit seinem Team den zweiten Platz belegt. Für das MBA-Tagebuch hat Mikko seine Eindrücke zusammengefasst:

?Das muss man zumindest einmal gemacht haben während der zwei Jahre Business School ? einen 24 Stunden Wettbewerb im Bearbeiten einer Fallstudie, einen so genannten ?24h Case Competition?. Da heißt?s ?jetzt oder nie?. Geplant, durchdacht, bearbeitet und zusammengestellt wird die Lösung und Präsentation bis sie fertig ist, in einem Zug ohne ?machen wir mal Pause bis morgen?. Da geht so richtig Adrenalin ins Blut, sowohl vor, während als auch nach der Präsentation bis hin zur Bekanntgabe des Ergebnisses.

Vor zehn Tagen nahm ich in einem vierköpfigen Team der Kellogg School of Management an einer solchen Veranstaltung an der Boston University Teil. Um die Sache den zwölf angetretenen Teams zu versüßen, (oder die Teams richtig anzuheizen) sponserte Motorola den Wettbewerb mit 45 000 Dollar Preisgeld. Klar, das Thema, ?Seamless Mobility?, war auch genau auf eine der breiteren Motorola Marketinginitiativen zugeschnitten. So lauschten freitagvormittags vier Teams dem Einführungsvortrag in die Thematik und bekamen allerhand Material, wie z.B. Motorola White Papers, Industrieberichte, Jahresberichte und Statistiken auf Papier und CD bereitgestellt.

Dann ging das los, jedes Team bekam einen Team Namen, damit die Jury später nicht vom Namen der jeweiligen Institution beeinflusst wird, wir waren Team RAZR, unsere Kollegen im Nachbarzimmer von der University of Seoul aus Südkorea angereist hießen ROKR. ?Seamless Mobility? ist nichts anderes als die Realisierung mobiler Sprach und Datendienste über Technologien hinweg, z.B. das Umschalten von einem Telefongespräch vom GSM Netz zu einem WLAN Netz, ohne dass die Gesprächspartner etwas davon mitbekommen. Die Aufgabe für alle Teams war, Investitionsvorschläge zu machen, die zum einen Motorola einen strategischen Vorteil und zum anderen kurzfristigen Return-On-Investment (ROI) bringen

Nach 8 Stunden heisser Diskussion konnten sich mein Team schliesslich auf eine Lösungsidee einigen, mit der alle zufrieden waren. Somit wurden die eingeplanten fünf bis sechs Stunden Schlaf auch schon gestrichen, aber dafür gab?s Red Bull umsonst im Verpflegungsraum, schön eisgekühlt, wie alles in den USA. Um 05:00 Uhr morgens beschlossen wir, zurück zum Hotel zu fahren, eine zweistündige Schlafpause einzulegen, zu duschen und die Kleidung zu wechseln. Die Präsentation war in ihrem Umfang zusammengestellt, das Üben des Vortrags musste auf danach warten

Klar bekamen wir nicht mehr als einen Probedurchgang unseres Vortrags hin, da nach der Pause ?noch schnell? die eine oder andere Power Point Seite verbessert, die Reihenfolge geändert und hier und da herumgefeilt wurde. Nun kam dann Nervosität auf: Dda hat man sich in den letzten 23 Stunden reingehängt, seine Gehirnzellen bis aufs letzte ausgequetscht, eine Idee auf Durchführbarkeit untersucht, einen Marketingplan und ein Geschäftsmodell mit Kosten und Ertragsschätzungen aufgestellt und dann kam alles auf die eine Präsentation vor der Jury an. Wenn man?s in den 20 Minuten Vortrag nicht ordentlich rüber bringt, dann war?s für die Katz. Unsere Kellogg Mitstudenten zuhause wussten, dass wir hier an diesem Wettbewerb teilnahmen, da will man natürlich zu Hause nicht dumm dastehen.

Zehn Minuten vor elf Uhr wurden wir zum Präsentationssaal gebracht. Der USB-Speicher in der einen Hand die eben gedruckten Papierversionen des Vortrags noch schön warm in der anderen Hand. Verstohlene Blicke zum Team, das eben aus einem anderen Vortragssaal kommt, in ihren Gesichtern war nicht zu lesen ob?s gut oder schlecht gelaufen ist. Gutes Poker Face, die Jungs und Mädels!

Der Wettbewerb war so strukturiert, dass jede der vier Jurys, bestehend aus Mittlerem Management von Motorola und Industrieexperten, den Vortrag von jeweils drei Teams bewertet. Nur der jeweils beste Vortrag kommt ins Finale, das somit aus vier Teams besteht. Im Finaldurchgang am Nachmittag wird noch einmal vorgetragen, vor anderer Jury, diesmal sind es drei Vertreter von Motorola Corporate Strategy, die die Ideen bewerten

Unser Vortrag klappte gut, wir waren damit zufrieden, jeder machte seinen Teil ohne größeren Schnitzer. Auch die darauf folgende Frage und Antwort Session hat unseren Ansatz im ?Connected Home? Bereich in seiner Relevanz unterstützt. Dann war Mittagessen an der Reihe, jedoch bekamen wir kaum etwas hinunter. Die Aufregung darüber, ob?s nun gereicht hat fürs Finale war zu groß. Wir waren mit unserer Präsentation zufrieden und somit gab es nur zwei Möglichkeiten, entweder wir waren gut genug und kommen ins Finale oder einer der beiden anderen Ideen und Vorträge, zum einen der London Business School und zum anderen der Eller School of Management aus Arizona, war so viel besser, dass es dann eher an der Ausarbeitung der Idee als am Vortrag lag. Nach dem Mittagessen und noch vor dem Dessert trat die Jury ans Mikrophon, ?und ins Finale kommt.... RAZR!?. Da viel uns ein Stein vom Herzen, artig klatschten alle Beifall, die Koreaner streckten uns einen Daumen nach oben entgegen. Die weiteren Teams im Finale waren Berkeley, MIT und Wharton.

Unser Team war als letztes dran, um 16:15Uhr, somit hatten wir nochmals gut zweieinhalb Stunden Zeit. Diesmal wurde so richtig durch den Vortrag durch gegangen und Stück für Stück geprobt als ob es ein Theaterstück wäre, die Hauptpunkte jeder Power Point Seite mussten sitzen, die Gags wollten gut pointiert sein, die Bewegung vor dem Publikum sollte flüssig sein und die zweiminütige Einleitung, die einer Theaterszene ähnelte spielten wir einige Male durch.

Dann war?s wieder soweit. Dieses Mal kam es uns vor wie ein richtiger Auftritt in einer Show, ein voller Vorlesungssaal sah uns erwartungsvoll entgegen. Wohingegen im ersten Durchgang einem nur die Jury, aus drei Leuten bestehend gegenüber saß, waren im Finale Studenten, Professoren und Alumni der Boston University, Mitglieder aller anderen Teams und weitere Motorola und Industrie Leute im Publikum. Im Rampenlicht standen nun wir, ob wir wollten oder nicht. Die Hände zitterten leicht und ich musste mit dem Klicker aufpassen, der die Power Point Seiten vor und zurück blättert.

Letztlich klappte der Vortrag im Finale gut. Nachdem wir den Raum verließen fiel die ganze Anspannung und Aufregung, die sich in den nun 30 Stunden des Wettkampfs aufgebaut hat auf einmal ab. Der darauf folgende Empfang war etwas wie aus einem Film geschnitten. Es wurde gemunkelt und spekuliert, welches Team die Nase vorne hat und die Organisatoren schoben die Finalteams einem Motorola und Industrievertretern nach dem anderen zu. Nur ein paar Worte wurden gewechselt, dann ging?s schon zum nächsten. So kamen wir kurz mit Ed Zander, dem Geschäftsführer von Motorola ins Gespräch. Der warf dann erst einmal sein goldfarbenes Limited Edition RAZR Mobiltelefon auf den Boden, dieses flog in seine Einzelteile, überstand den Unfall jedoch. Wichtiger war hingegen seine Einladung zu einem Treffen seiner Motorola Oberen, damit wir unseren Vortrag nochmals dort halten könnten. Während seiner Ansprache am Galadinner warf er dann mit Mobiltelefonen um sich und versprach allen Finalteilnehmern, sie könnten sich eines aussuchen und bekämen es zugeschickt. Das gab tosenden Beifall. Ebenfalls Beifall gab es natürlich für die Gewinner bei der Preisverleihung. Das war schon spannend, vier Teams waren im Finale, aber nur drei bekamen einen Preis. So war bis zum Ende unklar wer leider außen vor blieb. Unser Team wurde zweiter, Wharton erster und das MIT dritter.?

Clubs ? ein wichtiger Baustein der MBA Ausbildung
Clubs erfüllen drei Funktionen an der Kellogg School. Zum einen, erlauben Clubs das Kennenlernen von anderen Studenten, die gleiche Interessen haben. Studenten, die z.B., einen Berufseinstieg im Consulting suchen, finden sich im Consulting Club. Der Consulting Club bietet dann Vorträge verschiedener Consultingfirmen, Interviewvorbereitung für die Case Interviews, und das Kennenlernen verschiedener Berufsbilder in der Beratung.

Zum anderen bieten die Clubs den Studenten auch eine Möglichkeit, ihre Ausbildung mitzugestalten. Ein Beispiel bei Kellogg ist der European Business Club. Studenten aus Europa förden z.B., die europäische Perspektive, in dem sie mehr Fallstudien in den Curriculum bringen, die sich um Europäische Firmen drehen. Keine MBA-Schule könnte eine ähnliche Vielfalt von Angeboten bieten und neue Entwicklungen so schnell aufgreifen, wenn dies nicht durch die Studenten selber in Form der Clubs geschehen würde.

Die dritte bedeutende Funktion der Clubs ist das Ausprobieren von ?Führungsrollen?. Clubs werden meistens von einem Präsidenten und einem Team von Co-Chairs geleitet. Jeder Co-Chair ist für einen Bereich wie z.B., Marketing oder Sponsorship verantwortlich. Ich bin z.B. Co-Chair für Marketing fuer die Leadership Conference, eine der grossen Konferenzen an der Kellogg School. Meine Verantwortung ist die Erstellung aller Marketingunterlagen und die Versendung von Einladungen an Alumni und Studenten. Dabei werde ich von einigen Freiwilligen unterstützt, deren Aktivitäten ich koordiniere

Ende des ersten Jahres
Whow! Plötzlich bin ich in der letzten Woche, und das erste Jahr ist beinahe vorüber. Diese Woche war der spannende Abschluss, da wir einen Produktwettbewerb hatten. In meinem Kurs ?New Product Innovation? durften wir den gesamten Produktentstehungsprozess am eigenen Leibe kennenlernen, und dabei gleich mal selbst ein neues Produkt entwerfen. Meine Gruppe hat in 10 Wochen ein Produkt für den ?Emergency Room?, also die Notaufnahme entwickelt. Jede Gruppe hatte dann einen Stand mit Plakaten und Prototypen, und eine Gruppe von Preisrichtern hat den besten Produkten Preise verliehen. Die Nacht vor der Produktmesse sind wir bis in die Morgenstunden aktiv gewesen, haben unsere Präsentation geprobt, eine Webseite entwickelt, und einen 15 sekündigen Werbespot gedreht. Adrenalin ist eben doch besser als Kaffee. Leider haben wir keinen der begehrten Preise gewonnen ? unser Produkt war nicht ganz so ausgefallen wie z.B., der ergonomisch optimierte Leichensack

Noch eine Woche, dann geht das Sommerpraktikum los. Es ist die grosse Zeit des Abschiednehmens bei Kellogg. Die Studenten aus dem zweiten Studienjahr sind fertig mit ihrem MBA und wir (Laura und ich) werden die vielen Freunde, die wir unter ihnen gewonnen haben, vermissen. Die Erstjahresstudenten verabschieden sich in ihre Sommerpraktika, nach New York zur United Nations, nach Nigeria zu BP/Shell, oder nach Deutschland ins Consulting. Im September werden wir uns dann zum Beginn des zweiten Jahres wieder sehen, zum gemeinsamen Einführungskurs ?Krisenmanagement?. Unsere frisch graduierten Freunde werden wir hoffentlich nächstes Jahr wiedersehen, wenn sie zu ihrem ersten Jubiläum wieder nach Evanston zurückkommen

Ein neues Schuljahr beginnt
Im September fing fuer mich das zweite (und letzte) Jahr an. Meine Frau und ich haben schon ueber den Sommer einige unserer Freunde vermisst, die im Juni ihren Abschluss bei Kellogg gemacht haben. Dafuer kamen im September wieder 500 neue "First Years" hier an, die es nun kennenzulernen gilt.

Wohin sind die deutschen Kellogg Studenten gegangen?
Fuer die Leser mag es interessant sein, wohin die deutschen Kellogg Studenten nach ihrem Abschluss im Juni 2006 gegangen sind. Auch fuer mich ueberraschend war, dass alle zurueck nach Europa gegangen sind. Der Markt dort scheint relativ gut fuer MBAs zu sein.

Mikko ist als einziger nicht nach Deutschland gegangen, sondern zurueck zu Nokia nach Finnland. Jochen ging zurueck zu Booz Allen, Nicole zur Boston Consulting Group. Jan fing als Assistent der Marketingvorstandes bei einer grossen Pharmafirma an und Falko ging zu GE ins Leadership Development Program. Stefanie ging zu Amgen Deutschland in ein Leadership Development Program. "Tell me about a time"

Es ist Herbst, und das Rekruiting ist im vollen Gange an den MBA-Schulen in den USA. Hier einige Ausschnitte dieses manchmal lustigen, manchmal absurden Tanzes.

Chicago (Oktober)
Kellogg hat circa 20 kleine Interviewrooms ? die Folterkammern jeden MBAs. Firmen kommen zu Kellogg und fuehren dort die erste Runde Interviews durch. Dabei sieben die Firmen grosszuegig aus. Die Beratungsfirmen laden dazu schon mal 200 Kandidaten ein, von denen vielleicht 50 in die zweite Runde vorruecken, und 20 ein Angebot erhalten.

Ich verbingen etliche Stunden damit, mich ueber die Firmen schlau zu machen, Bewerbungsbriefe zu schreiben, und meine Interviews durchzufuehren. Wenn es gut klappt, dann laden die Firmen uns zur zweiten Runde in ihrem Hauptquartier ein oder fliegen uns in ein Hotel irgendwo in den USA fuer die Interviews.

Miami (Anfang November)
Ich sitze im Ritz-Carlton in Miami Beach. Ich muss das jetzt noch mal sagen ? ich, im Ritz-Carlton. Mein Zimmer kostet unsere halbe Monatsmiete pro Nacht. Vorhin war ich am Strand spazieren, dann in der Sauna, und anschliessend am Pool. Dort habe ich mich unter die Schoenen und Reichen dieser Welt gemischt, die dort Fiji-Wasser trinken und und sich von einem hoteleigenen Masseur mit Sonnencreme einreiben lassen

Eine grosse Consultingfirma hat alle MBA-Kandidaten zur zweiten Runde von Interviews hierher eingeladen. Ziel: Uns beeindrucken und das Consultingleben schmackhaft machen. Am Abend wird nobel gegessen. Die Firma hat den Pool des Delano Hotels gemietet, um den sich mehrere Sofas unter Palmen schmiegen. Dort heisst es dann ?open bar?..

Minneapolis (Mitte November)
Diese Woche muss ich mal wieder Kurse ausfallen lassen, um mit zwei Firmen in Minneapolis Interviews zu fuehren. So langsam frisst diese ganze Herumreiserei in meinen Stundenplan. Eigentlich habe ich total spannende Kurse ? ich komm nur nie dazu sie zu besuchen.

Dafuer darf ich die zweite Runde fuer ein sehr spannendes Program mitmachen. Die Firma sucht Leute fuer eine interne Strategieberatung. Fuer 2 bis 3 Jahre wird man hier in alle verschiedenen Sparten auf Beratungsprojekte geschickt. Am Ende hat man dann ein großes Netzwerk und kann sich seinen Job selbst suchen. Ein Einsatz in einer der 60 Tochterunternehmen ist auch moeglich.

Orlando (Mitte November)
Ok, wieder Florida, und diesmal im Disney Resort. So langsam verliert die Reiserei den Neuheitswert. Aber das Konzept hier ist wieder was Neues. Diese Firma hat an diesem Wochenende ueber 500 Kandidaten aus den ganzen USA eingeladen, und alle Tochterunternehmen weltweit sind vertreten. Das klingt nicht nur nach Adrenalin, sondern ist auch Jahrmarkt. Ich frage mich, ob es wohl jemand merken wuerde, wenn ich eine ganze Zeit am Pool verbringen wuerde.

Im Vorfeld hat HR meine Interviews vergessen zu organisieren. So langsam beginne ich auch auf HR zu schimpfen, obwohl ich das selbst mal war. Aber aus Sicht des Kandidaten muss ich sagen, dass ich versuche, meinen Kontakt mit HR zu minimieren. Die treffen keine Entscheidungen und verursachen nur Buerokratie. Wenn das Einige meiner alten Audi-Kollegen lesen wuerden, dann muessten sie sicherlich Grinsen. Oh well.

Zum Titel des Eintrages: Die meisten Fragen im Interview gehen mit ?Tell me about a time ...? los. Zum Beispiel ?Tell me about a time, when you worked on a team and there was a conflict.? Davon gibts dann viele, viele Varianten.
Der verwöhnte MBA

MBAs sind manchmal einfach verwöhnt. Im Moment höre ich von allen Seiten was für Probleme Leute haben, sich zu entscheiden, ob sie nun bei Firma A oder lieber B anfangen wollen. Der nächste ärgert sich, dass er nicht seine Lieblingsberatungsfirma bekommen hat. Da kann man sich als Mitteleuropäer nur am Kopf kratzen, und sagen ?Jetzt mal ganz langsam, Bruder. Weißt Du eigentlich dass es ein paar Millionen Arbeitslose gibt, wo ich herkomme.?

Ich wache Morgens auf und denke mir nur, wie gesegnet ich bin, dass ich mich wieder einen Tag mit super interessanten Themen auseinandersetzten kann. Aber viele merken es eben nicht, weil sie sich nur mit anderen MBAs vergleichen, und nicht mit den anderen 99 Prozent der Menschen da draußen.

Dieser Artikel ist erschienen am 13.02.2006