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Schwenker tritt in Fußstapfen von Roland Berger

Schwenker sei mit großer Mehrheit zum Sprecher des Executive Commitee gewählt worden, sagte Roland Berger am Donnerstag in München. Damit tritt der 44-Jährige Burkhard Schwenker ein schweres Erbe an.
HB/dpa MÜNCHEN. Als oberste Führungsebene steuert das Executive Comittee die internationalen Aktivitäten der Unternehmensberatung. Der 65-jährige Berger wechselt Mitte kommenden Jahres in den Aufsichtsrat. Er gilt als einer der renommiertesten Unternehmer in der deutschen Wirtschaft.Als Nachfolger von Roland Berger tritt Schwenker ein schweres Erbe an. Der 44-Jährige muss Deutschlands zweitgrößte Unternehmensberatung künftig ohne den Bonus eines prominenten Namens auf Kurs halten und den hohen Erwartungen seines Vorgängers gerecht werden. Auf der Bilanz-Pressekonferenz im September präsentierte Schwenker schon einmal die Zukunftspläne, stand aber noch im Schatten von Gründervater Roland Berger.

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Schwenker wird als eher kühl und distanziert beschrieben. Im Kreis der Berater werden seine analytischen Fähigkeiten, verbindliche Art und Beharrlichkeit geschätzt. Innerhalb der nächsten drei bis vier Jahre will das Unternehmen unter seiner Führung den Marktanteil in Deutschland von zuletzt 21 Prozent ausbauen und mit Marktführer McKinsey (26 Prozent) gleichziehen.Nach dem Studium der Mathematik und Betriebswirtschaftslehre startete Schwenker sein Berufsleben als Vorstandsassistent bei der PWA Papierwerke und wechselte 1990 zu Roland Berger. Schon drei Jahre später wurde er in den Kreis der Partner aufgenommen. Einen Namen machte er sich 1998 vor allem durch seine Verhandlungen mit der Deutschen Bank über den Rückkauf der Firma durch das Management. Im selben Jahr wurde er von den Partnern zum Mitglied des Executive Commitee gewählt, das die weltweite Organisation steuert.
Dieser Artikel ist erschienen am 12.12.2002