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Schulden für die Studiengebühren

Zwei Drittel der Studierenden sind zum Studium auf Pump bereit. Nur sechs Prozent würden zur Finanzierung der Studiengebühren auf ihre Eltern zurückgreifen.66 Prozent der Studenten sind bereit, für ihr Studium Schulden zu machen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Online-Umfrage des Job- und Wirtschaftsmagazins karriere unter 400 Teilnehmern. Danach erwarten 34 Prozent von ihnen, durch ein Studium ihren Marktwert soweit zu steigern, dass sich die finanzielle Investition lohnt. 32 Prozent würden die Schulden allerdings erst dann zurückzahlen, wenn sie nach dem Examen einen gut bezahlten Job haben.

Die besten Jobs von allen

Nur 16 Prozent der Befragten lehnen ein Studium auf Pump grundweg ab und würden lieber auf eine akademische Ausbildung verzichten. Mehr Nebenjobs statt Schulden machen nennen 12 Prozent als Lösung. Auf zusätzliche finanzielle Unterstützung aus dem Elternhaus verlassen sich nur rund sechs Prozent der Umfrageteilnehmer.Drei Finanzdienstleister - die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie die Privatanbieter Career-Concept und Tenman - haben bereits Darlehens­konzepte vorgelegt. Die Modelle variieren: Die KfW will bundesweit beispielsweise Studienkredite von bis zu 650 Euro im Monat anbieten. Andere Anbieter verlangen keine Sicherheiten oder Bürgschaften; nach dem Studium sind tilgungsfreie Jahre vorgesehen. Die Rückzahlung erfolgt entweder mit festen Raten oder richtet sich nach dem späteren Einkommen. Umfrage: Wären Sie bereit, fürs Studium Schulden zu machen?

Na klar. Höhere Bildung steigert meinen Marktwert. 34 %
Ja, aber ich will nur zurückzahlen, wenn ich später gut verdiene. 32 %
Auf gar keinen Fall. Eher verzichte ich aufs Studium. 16 %
Bevor ich das tue, jobbe ich lieber bis zum Umfallen. 12 %
Nein, da frage ich lieber meine Eltern nach mehr Kohle. 6 %


Quelle: Online-Umfrage unter 400 Teilnehmern auf www.karriere.de.
Dieser Artikel ist erschienen am 22.02.2005