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Schlechter Eindruck kann Arbeitslosenhilfe kosten

Eine seit fünf Jahren arbeitslose Klägerin gab bei einem Vorstellungsgespräch zu erkennen, sie sei nur gekommen, weil sie das Arbeitsamt geschickt habe. Daraufhin bekam sie die Arbeitslosenhilfe gesperrt.
HB/dpa MAINZ. Nach einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil des rheinland-pfälzischen Landessozialgerichts (LSG) in Mainz darf das Arbeitsamt diese Leistung bis zu zwölf Wochen sperren, wenn es den Eindruck hat, ein Arbeitsloser habe das Zustandekommen eines neuen Arbeitsvertrages vereitelt (Az.: 1 AL 94/02).Das Gericht wies mit seinem Urteil die Klage einer 35 Jahre alten Frau ab. Die seit fünf Jahren arbeitslose Klägerin gab bei einem Vorstellungsgespräch für eine Stelle als Verpackerin zu erkennen, sie sei nur gekommen, weil sie das Arbeitsamt geschickt habe. Außerdem sei der Weg von ihrem Wohnort in Remagen bis ins rund fünf Kilometer entfernte Sinzig zu weit. Das Arbeitsamt sperrte die Arbeitslosenhilfe für zwölf Wochen.

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Dieser Artikel ist erschienen am 22.01.2003