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Schlechte Wirtschaft und Jobverlust

Fortschreitende Wirtschaftskrisen, Arbeitslosigkeit und steigende Preise sind laut einer Langzeitstudie der R+V Versicherung die größten Ängste der Deutschen. Während sich die Angst in Westdeutschland leicht verringert hat, stagniert sie in Ostdeutschland auf einer Rekordhöhe.

Seit 1991 werden jährlich 2.400 Bundesbürger befragt, die auf einer Skala von eins (gar keine Angst) bis sieben (sehr große Angst) ihre Ängste und Sorgen zuordnen können.

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Ängste vor sozialen Langzeitfolgen der anhaltenden wirtschaftlichen Krise nehmen in der diesjährigen Umfrage einen hohen Stellenwert ein. Des Weiteren drehen sich die größten Sorgen der Ostdeutschen um Drogenprobleme der eigenen Kinder. So befürchten 41 Prozent der ostdeutschen, jedoch nur 26 Prozent der westdeutschen Eltern, dass ihre Kinder zu Drogen greifen könnten. Altersarmut ist die zweitgrößte Angst in Ostdeutschland.

Doch auch die Furcht, den Arbeitsplatz zu verlieren, beschäftigt die Deutschen immens. "In den neuen Bundesländern steht die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz mehr denn je im Brennpunkt. Hier befürchtet jeder zweite, seinen Job zu verlieren, im Westen ist es jeder Dritte", sagt Rita Jakli vom Infocenter der R+V Versicherung.

Weitere Sorgen kreisen in Deutschland um fehlende Bürgernähe der Politiker sowie die Angst vor Terroranschlägen. Dagegen gingen die Befürchtungen, dass Deutschland in einen Krieg verwickelt werden könnte, stark zurück. Auch die Furcht, Opfer einer Gewalttat oder vom Partner verlassen zu werden, befinden sich weit hinten auf der Ängste-Skala.
Dieser Artikel ist erschienen am 10.09.2004