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Schein-Studis müssen zahlen

Wer mehr Zeit mit Jobben als in Vorlesungen verbringt, muss Beiträge zur Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung wie ein Arbeitnehmer zahlen und geht nicht mehr als Student durch. Mit dieser Auffassung bestätigte das Sozialgericht Münster einen Bescheid der Rentenversicherung an einen Langzeitstudenten. Beitragsfreiheit könnten nur Studenten verlangen, deren Arbeitszeit und -kraft überwiegend vom Studium beansprucht werde, konkretisierte die Kammer. Tritt die Bedeutung des Studiums hinter die der bezahlten Arbeit zurück, sei der Student versicherungsrechtlich nicht mehr als solcher zu betrachten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Az. S16 RA 145/ 01
Dieser Artikel ist erschienen am 23.05.2002