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Richter verlangen Studienabschluss Diplom-Jurist

Die westdeutschen Universitäten sollen nach einer Entscheidung des saarländischen Oberverwaltungsgerichts einen Studienabschluss Diplom-Jurist nach dem ersten Staatsexamen einführen. Die Richter wiesen darauf hin, dass Absolventen anderer Studiengänge regelmäßig einen Diplomtitel erhielten. Dagegen weise das Examen Juristen nach der ersten Staatsprüfung lediglich als "Rechtskandidaten" aus. Der Grund: Für die traditionellen juristischen Berufe wie Richter, Staatsanwalt, Rechtsanwalt oder Notar sei eine praktische staatliche Ausbildung mit anschließender Assessorprüfung vorgeschrieben. Inzwischen sei aber rund ein Drittel der Juristen in gesetzlich nicht geregelten Berufen etwa als Wirtschaftsjuristen in Banken und Versicherungen tätig. Dabei stünden die Bewerber in Konkurrenz zu Wirtschaftswissenschaftlern mit Diplom, zu Diplom-Wirtschaftsjuristen von Fachhochschulen und zu Diplom-Juristen aus ostdeutschen Ländern. Wegen der bundesweiten Auswirkung ließ das in Saarlouis ansässige OVG die Revision zum Bundesverwaltungsgericht zu

Aktenzeichen: OVG Saarland 3 R 230/00

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Dieser Artikel ist erschienen am 19.03.2001