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Reisezeit zählt nicht

Dienstreisezeiten von Arbeitnehmern müssen nicht wie Arbeitszeit vergütet werden. Ein wissenschaftlicher Angestellter des Bundesamts für Strahlenschutz scheiterte mit seiner Klage jetzt vor dem Bundesarbeitsgericht.

Wegen der ihm übertragenen Aufgaben musste der Mann wiederholt Dienstreisen im In- und Ausland unternehmen. Mit seiner Klage hatte er für das Jahr 2002 eine Zeitgutschrift von 155 Stunden und fünf Minuten verlangt. Außerdem wollte er seinen Arbeitgeber dazu verpflichten, seinen Dienstplan künftig so zu gestalten, dass er arbeitstäglich einschließlich der Reisezeiten nicht mehr als zehn Stunden eingesetzt wird. Seine Klage blieb in allen Instanzen erfolglos.

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Nach den Tarifbestimmungen des öffentlichen Dienstes gelten Reisezeiten grundsätzlich nicht als Arbeitszeit, außer der Chef schreibt ihm die Gestaltung der Fahrzeiten vor oder der Mitarbeiter muss sich selbst hinters Lenkrad klemmen. Unter Umständen haben Arbeitnehmer aber einen Anspruch auf Freizeitausgleich.
Dieser Artikel ist erschienen am 01.08.2006