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Rehmer, Ballack und Klose mit kleineren Blessuren

DFB-Teamchef Rudi Völler hat nach Tagen der Entspannung wieder kleinere Sorgen bekommen. Marko Rehmer trainierte zur Schonung gar nicht, Michael Ballack und Miroslav Klose setzten frühzeitig aus.
sid MIYAZAKI. Der Berliner Rehmer, der am vergangenen Sonntag beim 10:0 gegen eine Juniorenauswahl aus Miyazaki erstmals seit seinem Bänderriss am 2. März wieder über 90 Minuten gespielt hatte, konnte am Dienstagnachmittag gar nicht am Mannschaftstraining teilnehmen."Wegen Nachwirkungen aus dem Miyazaki-Spiel wurde er geschont", berichtete DFB-Teamchef Rudi Völler am Mittwoch. Dass Rehmer am Samstag gegen Saudi-Arabien auflaufen wird, ist äußerst unwahrscheinlich. "Auch Jürgen Kohler konnte bei der WM 1990 erst im Achtelfinale eingesetzt werden", führte Völler zum wiederholten Male ein Beispiel aus der Vergangenheit an.

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Der Kaiserslauterer Klose, der als einziger Angreifer für das WM-Auftaktspiel gegen die Araber gesetzt ist, musste ebenso wie sein Stürmerkollege Bierhoff das Mannschaftstraining vorzeitig abbrechen. "Man darf keinen falschen Ehrgeiz entwickeln, da wird nichts riskiert", erläuterte Völler diese Vorsichtsmaßnahmen, "für Samstag sehe ich aber keine Probleme."Dies gelte auch für Michael Ballack, der nach Angaben von Völler aber noch "Probleme beim Schießen" habe. Der Leverkusener war wegen seines lädierten rechten Fußes erst am vergangenen Wochenende wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. In der Endphase der Saison hatte der 25-Jährige wegen einer Prellung und Problemen am Knöchel nur mit schmerzstillenden Spritzen spielen können.
Dieser Artikel ist erschienen am 29.05.2002